Samstag, 7. Juli 2007

Wie Al Gore an einem Tag 630000 Tonnen CO2 produzierte

Trommeln, Pfeifen und Zupfen für das Wetter - der aktuelle Polit-Schamanismus feiert in seiner bedeutendsten Ausprägung, der Klima-Hysterie, immer neue Urstände. Heute also "weltweiter Rock gegen Klimawandel"... In zahllosen Konzerten traten 150 Rock- und Popstars auf... ja, für oder gegen was eigentlich? Sicher, um das "Klima zu retten"...
Singen und Tanzen für besseres, anderes Wetter war bis heute eigentlich Naturvölkern vorbehalten. Kein Wissenschaftler bezweifelt, dass die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur im 20. Jahrhundert um circa 0,7 Grad Celsius zugenommen hat. Wie groß die Rolle des Kohlendioxids dabei ist, wie stark der Mensch das Klimageschehen beeinflusst und insbesondere wie sicher die Hochrechnungen sind, mit denen die Temperatur der Zukunft vorausgesagt wird, ist nach wie vor wissenschaftlich umstritten. Völlig offen ist auch, ob eine Erwärmung nur Nachteile bringt. Denn in der Vergangenheit waren Warmzeiten stets besonders angenehm für Mensch und Natur. "Der warme April in Europa wird zum Desaster erklärt, die äußerst ruhige Hurrikansaison des Herbstes 2006 in Nordamerika war dagegen keine Schlagzeile wert", schreibt "Cicero".
Klar, daß Manipulateur und Profiteur Al Gore schon vorab zu wissen glaubte, zwei Milliarden Menschen müssten dem Treiben weltweit zusehen. Nun, in Sydney waren 50.000 im Konzert, in Hamburg 30.000, woanders sah es nicht besser aus. Gönnen wir den Künstlern mal bis zu drei Millionen Live-Zuschauer - dann würde ja der Rest der zwei Milliarden wohl eher vorm Fernseher sitzen, oder? Täten sie dies durchschnittlich nur zwei Stunden und nutzten dabei ausschließlich modernere europäische TV-Geräte, würden allein diese Gore-Adepten mindestens 630.000 Tonnen CO2 produzieren (der mittlere CO2 Ausstoss für 1 KWh Stromproduktion im Kraftwerksmix ist 0,63kg CO2, ein mittlerer Fernseher verbraucht in zwei Stunden etwa 0,5 KWh (und danke für die Hinweise, die uns unseren peinlichen Rechenfehler von gestern aufwiesen, durch den wir auf 1,6 Mio Tonnen gekommen waren!!!)).
Aber - ist ja alles für einen guten Zweck (nämlich die Konten der Musikindustrie) bestimmt. Die Ticketpreise zwischen 47 und 57 Euro beinhalten nach Angaben der Verkaufsagentur eine CO2-Abgabe von 0,30 Euro - und das Geld wird doch wohl nicht etwa an Gores eigene Firma „Generation Investment Management LLP“ gehen, die 2004 in London and Washington, D.C. gegründet wurde? Gore hat diese Gesellschaft gegründet und ist heute ihr Vorsitzender. Es handelt sich um einen Hedgefond - spezialisiert auf den Handel mit CO2-Zertfikaten.
Schon fast wieder niedlich, das Ganze.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zitat:
"ein mittlerer Fernseher verbraucht in zwei Stunden etwa 40 KWh"

Das ist - mit Verlaub - absoluter Schwachsinn. Demnach müßte ein Fernseher eine Leistung vongigantischen 20.000 Watt haben. Den Fernseher möchte man mir zeigen. Mein alter Röhrenfernseher hat 85 Watt. Wenn wir mal sehr grob mit 200 Watt für eine riesige Kiste rechnen, kommen wir auf nicht einmal eine halbe kWh für zwei Stunden.

Bei aller Liebe zu diesem Artikel, aber mit solchen Rechnungen macht man sich lächerlich.

Die Hinschauer hat gesagt…

Danke, danke, danke für diesen Hinweise - Wir schämen uns und haben umgehend korrigiert.