Mittwoch, 24. Oktober 2007

Vertriebenengedenken ohne Vertriebene?

Eine neue Liga in der Disziplin "Verlogene Erinnerungsarbeit" scheint derzeit die Bundesregierung anzustreben. Zwar ist nun endlich ein Dokumentationszentrum gegen Vertreibungen beschlossene Sache - aber die historisch Korrekten meinen tatsächlich, ein solches Zentrum ohne die Opfer gestalten zu können. Die zuweilen im rot-grünen Sinne agi(ti)erende ARD-Frau Susanne Rau glaubt schon zu wissen, daß es das Zentrum nur ohne Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach geben werde. Für die "tagesschau" lässt sie Wolfgang Thierse folgende ungeheuerliche Begründung im Namen der Bundesregierung äußern:
"Weil wir wollen, daß die Erinnerung an das Leiden von Vertreibung nicht zu neuem nationalen Zwist und zu europäischer Spaltung zum Beispiel mit unserem polnischen Nachbar führt."
Das Volk der Vertreibungsopfer gestaltet sein Dokumentationszentrum im Kotau vor dem Volk der Vertreibungstäter?
Das kann ja wohl nicht wahr sein.

1 Kommentar:

KJunk hat gesagt…

Ich bin mir recht sicher gelesen zu haben (FAZ?), dass der Bund der Vetriebenen im Beirat der neuen Insitution sein wird. So hatte man sich das beim BdV wohl auch vorgestellt. Jedenfalls entsprach es den dortigen Wünschen, dass der Staat sich dieser Sache annimmt. Bleibt zu hoffen, dass die Stimme des BdV auch gehört wird.