Sonntag, 24. Februar 2008

ARD lügt SPD-Krise klein

Was die SPD an der ihr nahestehenden ARD-aktuell-Redaktion ("tagesschau", "tagesthemen") hat, konnte man am Samstag abend beobachten. Dort hieß es in dem Aufmacher-Beitrag über die heftige, seit Tagen andauernde Debatte um eine Kooperation der SPD mit der SEDPDSLINKEN doch glatt:

"Durchweg schweigsam heute die SPD. Landauf, landab will kein Genosse das Verhältnis zur Linkspartei kommentieren."

Eine glatte Lüge zur Verschleierung des kaum noch verdeckten Aufstands weiter Parteiteile gegen Parteichef Kurt Beck (diese Lüge wird übrigens noch systematisch verschleiert durch den Titel, den der Beitrag in seiner online-Fassung von der ARD erhielt: "Weiterhin Streit in der SPD über Umgang mit der Linkspartei").
Genau darum ging es den ganzen Tag, und jeder Bürger konnte es selbst besser wissen:

So meldete die Nachrichtenagentur Reuters gegen 15.00h:

Konservative SPD-Politiker wie Vizeparteichef Peer Steinbrück reagierten alarmiert. Steinbrück warnte Beck vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. Auch nach der Wahl gelte, was Beck und Hessens SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti vor der Wahl gesagt hätten, sagte Steinbrück der "Bild am Sonntag": "Sie haben beide deutlich gemacht, dass sie auch nicht billigend in Kauf nehmen wollen, dass Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin gewählt wird. Die SPD darf und wird hier nicht ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen."

Und die "Rheinische Post" wusste bereits vormittags online zu berichten:

Dagegen warnte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises der SPD, Klaas Hübner, vor einer Wahl Ypsilantis mit Stimmen der Linken. "Ich gehe fest davon aus, dass das Wort gilt, das Andrea Ypsilanti selber und auch Kurt Beck immer gegeben haben: Die SPD wird keine wie auch immer geartete Kooperation mit den Linken eingehen", sagte Hübner.

Nichts davon in der "tagesschau", statt desssen die Behauptung des Gegenteils. Die ARD verfälscht in den Hauptnachrichten die Nachrichtenlage.

1 Kommentar:

Web-Kommentator hat gesagt…

Beck sollte lernen, dass "Durchhaltewillen" manchmal gleich "Sesselkleben" ist. Er schadet seiner Partei damit nur. Obwohl, das muss man eingestehen, er nicht die Alleinschuld am Debakel trägt.