Freitag, 16. November 2007

Thierse entschuldigt sich NICHT

Auch wenn die roten spin doctors nun Schadensbegrenzung versuchen und ihren Handlangern (besonders den schlecht ausgebildeten in den online-Medien) weismachen wollen, Thierse habe sich im ZDF oder in der ARD "entschuldigt" - es stimmt einfach nicht.
Wolfgang Thierse sagte exakt:

"Weil ich den Vorwurf nicht erhoben habe, will ich nachdrücklich um Entschuldigung bitten, wenn bei Helmut Kohl dieser Eindruck entstanden ist."
(ZDF) bzw.

"Da ich Kohl weder kritisiert noch ihm einen Vorwurf gemacht habe, fällt es mir auch nicht schwer, mich ausdrücklich dafür zu entschuldigen, dass ein anderer Eindruck entstanden und er verletzt worden ist"
(ARD)

Sorry - aber dies sind keine Entschuldigungen, sondern nebelkerzenähnliche Ausflüchte, herumeierndes Geschwurbel um einen Satz, den er nach wie vor nicht glasklar dementiert - weil die LVZ offenbar einen Mitschnitt des Telefoninterviews besitzt.

Herr Thierse, Rücktritt!

Kopftuchstreit um Heidi

Säkularismus-Wahn in der Türkei: Dort ereifern sich kemalistische Kreise derzeit über Peters Großmutter aus dem Kinderbuch Heidi - denn diese wird klassischerweise mit Kopftuch dargestellt (siehe Bild). Der ORF berichtet unter Berufung auf die türkische Zeitung „Hürriyet“: In einer vom türkischen Bildungsministerium empfohlenen Version werde die Großmutter von Heidis Freundin mit einem Kopftuch dargestellt. Außerdem soll die Großmutter einen weiten Mantel von der Art, der besonders bei gläubigen Musliminnen beliebt ist, tragen.
Die Zeitung „Hürriyet“ übt Kritik an der Darstellung und meint: "Jetzt werden schon Kinderbücher für die Kopftuch-Propaganda benutzt. Auf diese Art werde Kindern suggeriert, dass es auf der Welt keine anderen Lebensweisen als die islamische gebe.“ Zudem zeuge, so die Zeitung, die Darstellung von mangelndem Respekt gegenüber anderen Religionen.

Donnerstag, 15. November 2007

Thierse Opfer SPD-internen Machtkampfs?

Ein wichtiges Detail haben alle Schreiber, die sich heute über die causa Thierse hermachen, offenbar übersehen: Es handelt sich bei dem von der "Leipziger Volkszeitung" verbreiteten Zitat Thierses ausnahmsweise nicht um eine Vorabmeldung. Das Zitat wurde vom Haupstatdtbnüro der "LVZ" bereits am Mittag des Mittwoch, 14.11., verbreitet - und war abgedruckt in der Ausgabe des gleichen Tages, die seit den frühen Morgenstunden ausgeliefert worden war.
Vollkommen unwahrscheinlich ist, daß Thierses Büro sich nicht längst den Abdruck besorgt hatte, nachdem der Chef tags zuvor ein Interview gegeben hatte. Wenn das Zitat also unautorisiert gewesen wäre, hätte Thierses Büro sicherlich umhehend massiv interveniert - und die LVZ angesichts dieser Lage kaum dann noch aktiv ein - dann ja umstrittenes - Zitat verbreitet.
Also, zwei Möglichkeiten:
1. Thierse ist erst nach dem Sturm der Entrüstung, der ja am frühen Abend des Mittwoch einsetzte, klar geworden, dass er etwas falsch gemacht (und stundenlang unwidersprochen steheh gelassen) hatte. Oder...
2. Alt-Sozi-Kumpel Wonka, der das Interview gemacht hatte, erledigte einen Job für andere mächtige SPDisten und half einfach mal bei der Bereinigung der Führungstetage der Partei mit. Scholz' und Steinmeiers Freund ist Thierse nicht. Zuvor schon war er von Kurt Beck als Parteivize entmachtet und auch vom Parteitag nur widerwillig gewählt worden. Ein Indiz für diese Variante: Als der Skandal am Donnerstag hochkochte, fand sich kein einziger Sozi, der Thierse beisprang.

Thierse dementiert nicht

Nun gut, eigentlich weiß man ja, daß Wolfgang Thierse ein ziemlich anstrengender Zeitgenosse ist. Aber die jüngste Entgleisung ist doch neuer Qualität. Anlässlich des Rücktritts von Franz Müntefering sagte Thierse dem Korrespondenten Dieter Wonka von der "Leipziger Volkszeitung":
"Seine Frau im Dunkeln in Ludwigshafen sitzen zu lassen, wie es Helmut Kohl gemacht hat, ist kein Ideal".
Wie besessen muss eigentlich jemand sein, dem in einer solchen Situation nur die unterste Schublade der Beschimpfung des politischen Gegners einfällt?
Und - Achtung an alle Nachwuchs-spin doctors! - aufgepasst: Thierse dementiert sein Zitat nicht, sondern spricht lediglich davon, es handele sich um "die arg verkürzte und nicht autorisierte Fassung eines Gesprächs". Er dementiert die Äußerung also ausdrücklich nicht - sondern hat nur das Problem, daß sie nicht autorisiert wurde! Er kann sie wohl auch kaum dementieren, weil er sonst seinem jahrelangen Medienkumpel Wonka eine Lüge unterstellen und ihm öffentlich in den Rücken fallen würde.
Und wie schön ist es doch, in der Not zumindest in der ARD gute alte Sozi-Freunde zu haben: Obwohl es also eben kein hartes Dementi gibt hüllt tagesschau.de alles in watteweiche Wortwindeln:

Nach vermeintlichem Zitat zu Kohls Frau

Thierse fühlt sich "falsch und verkürzt" wiedergegeben

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat ihm zugeschriebene Äußerungen über Altkanzler Helmut Kohl und dessen verstorbene Frau als "falsch und verkürzt" bezeichnet.

So deeskaliert die linke Medienmacht unangenehme Themen. Wie sehr hätten sich andere Zitate-Opfer (meisner, Herman, Hohmann etc.) einmal einen solch behutsamen Umgang gewünscht.
Chapeau!

Mittwoch, 14. November 2007

Medienfrauen kennen keine Kinder

Mancher wird sich fragen, warum in den meisten medien eine aggressive emnazenhafte Stimmung, besonders bei Journalistinnen, vorherrscht, warum Menschen wie Eva Herman mit einer Aggressivität weggebissen werden wie im Kampfhundezwinger und warum Familienthemen so garnciht vorkommen - und wenn, dann nur unter dem Aspekt "Wohin mit den Kindern?".
Nun, die Antwort, die man vielleicht erahnt hat, gibt es nun statistisch untermauert. In fast allen Medien ist seit 1993 der Anteil von Frauen deutlich gestiegen, lesen wir in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "message". Dort heißt es weiter, die Frauen hätten...

"...einen hohen Tribut zu entrichten: den Verzicht auf die Doppelrolle Beruf und Mutter. Die Repräsentativerhebung zufolge sind Journalistinnen wie Sandra Maischberger, die voriges Jahr Schwangerschaftsurlaub nahm, eher die Ausnahme; zwei Drittel ihrer Kolleginnen (67 Prozent) folgen dem Beispiel Sabine Christiansen und leisten sich keine Kinder - ein sehr hoher Anteil, wenn berücksichtigt wird, dass unter den berufstätigen Akademikerinnen insgesamt 'nur' rund 40 Prozent kinderlos sind."

Dienstag, 13. November 2007

Vizekanzler: Wo man singt....

Hm, da scheint der aalglatte Frank-Walter Steinmeier aber ein richtiges Problem zu bekommen: Gestern noch die große PR-Schau, als der Vorzeige-Außen-Sozi mit Amtskollegen Kouchner in Kreuzberg mit dem deutsch-türkischen Sänger Muhabbet einen supersüßen Toleranz-Song aufnahm ("Deutschland").
Und nun lesen wir auf Spiegel online und anderswo ebenso Erwartbares wie Erschütterndes. Esther Schapira, Ressortleiterin Zeitgeschehen beim Fernsehen des Hessischen Rundfunks. erinnert sich an massive islamistische Haßausfälle des Vorzeige-Integrationskünstlers Muhabbet:

"Im Frühling dieses Jahres wurde Schapiras gemeinsam mit dem Autor Kamil Taylan gedrehter Dokumentarfilm "Der Tag, als Theo van Gogh ermordet wurde" in der ARD gezeigt. Darin rekonstruieren die beiden den Mord an dem holländischen Filmemacher van Gogh durch Mohammed Bouyeri. Bouyeri, Holländer marokkanischer Abstammung, hatte am 2. November 2004 achtmal auf sein Opfer geschossen, dann mit der Machete seinen Kopf abgetrennt und ein Bekennerpamphlet mit dem Messer in die Brust gerammt.
Als Schapiras Film am 20. Oktober bei der Verleihung des "Prix Europe" in der Sparte "Current Affairs" einen Preis erhielt, lernte die Autorin Sänger Muhabbet persönlich kennen. Er hatte die Veranstaltung mit einem Lied eröffnet, später den TV-Prix-Europa für das "Multikulturelle Fernsehprogramm des Jahres 2007" übergeben und bei dem Anlass auch einen Zusammenschnitt von Schapiras Film gesehen.
Auf der Aftershow-Party sei Schapira zuerst mit Muhabbets Manager, Jochen Kühling, ins Gespräch gekommen, dann sei der Sänger selbst dazu gestoßen. Offenbar ziemlich aufgebracht, so berichtet Schapira, habe Muhabbet sie angefahren: "Theo van Gogh hat noch Glück gehabt, dass er so schnell gestorben ist. Ich hätte ihn in den Keller gesperrt und gefoltert." Dann fügte er hinzu: "Auch Ayan Hirsi Ali hat den Tod verdient." Die unter Polizeischutz lebende Islamkritikerin und frühere niederländische Abgeordnete aus Somalia hatte mit van Gogh bei dem umstrittenen Film "Submission" zusammengearbeitet.

"Junge, spinnst Du?" - "Nein, ich meine das völlig ernst."

Der Co-Autor des Films, Kamil Taylan, selbst Deutsch-Türke und Muslim, bestätigt die Darstellung Schapiras. Er sei dazu gekommen, als Schapira und Manager Kühling bereits in ein heftiges Streitgespräch vertieft gewesen seien. Taylan habe Muhabbet auf dessen Aussagen angesprochen und ihn auf Türkisch gefragt: "Junge, spinnst Du?" Muhabbet habe daraufhin auf Deutsch geantwortet: "Nein, ich meine das völlig ernst.""

Logo, daß Muhabbet sich an das alles nicht erinnern kann und alles bestreitet.
Frau schapira blieb vor wenigen Minuten ausdrücklich bei ihrem Vorwurf - der besonders glaubwürdig ist, da sie ihn bereits kurz nach dem Vorfall in einem Schriftverkehr mit Muhabbets Manager thematisierte und bislang für sich behielt.

Sonntag, 11. November 2007

Lupenreine Demokratien in Birma, China und Rußland

Wenige Tage nach dem hunderte Gefangene und Todesopfer kostenden Niederschlagung der Demokratiebewegung in Birma tourte eine Delegation des SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung durch das von linken Generälen mit Chinas Unterstützung eisern regierte Land. "Spiegel online" gewährt bizarre Eindrücke in das Verhalten der Sozis vor Ort - was man in dieser Form eigentlich nur für Kuba kennt:

"Doch im 'Savoy' sind auch regimefreundliche Worte zu hören - und zwar ausgerechnet vom FES-Delegationsleiter, Christian Hauswedell. Der pensionierte Diplomat sagt: "Die Medien dramatisieren das hier ziemlich." Und: Die Generäle hätten nur mit äußerster Zurückhaltung Gewalt angewendet. Darüber, was seine Delegation mit den Generälen besprochen hat, möchte Hauswedell nur ein Hintergrundgespräch führen. Er wird von einer jungen deutschen Politikwissenschaftlerin begleitet, die das Demokratieverständnis einer LPG-Vorsitzenden an den Tag legt: "Wir müssen uns erst mal einigen, was Sie fragen dürfen." Damit ist das Gespräch für SPIEGEL ONLINE beendet."

nee, schon klar - so sieht es eben aus, wenn die FES "aktiv den Aufbau und die Konsolidierung zivilgesellschaftlicher und staatlicher Strukturen zur Förderung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit, starker und freier Gewerkschaften sowie das Eintreten für Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter" begleitet, wie es in der Selbstdarstellung heißt.
Oder wollte man, ganz sozi-like, nur Peking nicht auf die Füße treten?
Dazu passt immerhin der einmalige skandalöse Vorgang, daß ein ehemaliger Bundeskanzler im Ausland die Politik seiner Nachfolgerin kritisiert. Auf Regierungseinladung ist der Kenner lupenreiner Demokratien derzeit bei der Diktatur zu Gast und äußerte, so die englischsprachige Tageszeitung "China Daily":
"Ich bin nicht glücklich über einige der jüngsten Handlungen unserer Regierung." Bundeskanzlerin Merkel habe einen Fehler gemacht, indem sie den Dalai Lama traf. "China Daily" zitierte Schröder weiter:
"Manche der jüngsten Ereignisse haben die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt, und ich bedauere das." Respekt vor der Souveränität und territorialen Integrität seien der Kern der Beziehungen. "Meine Vorgänger und ich, wir haben uns daher geweigert, den Dalai Lama zu treffen. Ich hoffe, die amtierende Regierung wird sich auch daran halten."

Freitag, 9. November 2007

ARD hat richtig viel für Terrorverdächtigen übrig

Wer einmal sehen will, wie öffentlich-rechtliches Fernsehen aus der linksterroristischen "Militanten Gruppe" eine harmlose Freizeit-Polittruppe macht, die Generalbundesanwältin zur Volltrottelin erklärt und von "angeblichen" Anschlägen salbadert, dabei nahezu alle einschlägigen Fakten unterschlägt und praktisch ausblendet, daß ein Terror-Verdächtiger, der zum unschuldigen Opfer deklariert wird, jahrelang als Linksautonomer agierte und Kontakte zu Gewalttätern hatte, sehe mal bei ARD bei "Polylux" nach.
Und dann stellen die ARD-Agitatoren noch die Frage: Wer terrorisiert hier eigentlich wen?
Da fragen wir zurück: Schon Gebühren GEZahlt?

Dienstag, 6. November 2007

Politische Tanzbären

Na, am kommenden Freitag schon was vor?
Mit Freunden einen trinken gehen, ins Kino, gar Party machen, Geburtstag feiern oder mit dem Verein eine Fete organisieren?
VORSICHT!
So einfach ist das nicht.
Der Landespresseball Baden-Württemberg findet dieses Jahr "wegen des 9. November 1938 auf Wunsch des Schirmherrn, Ministerpräsident Oettinger, in diesem Jahr als Gala der Landespresse ohne Tanz statt". Ein Ball ohne Tanz?
Ja, das gibt es - nur in Deutschland.
Denn es ist ja der 69. Jahrestag des 9. November 1938, des organisierten Angriffs auf jüdisches Leben in Deutschland durch die Nationalsozialisten. Der 9.11. ist zwar auch der Jahrestag des Hitlerputsches (1923), der Maueröffnung (1989) und des Erstverkaufstags des Apple iPhones in Deutschland (2007) - aber egal.
Oettinger ist Schirmherr der traditionellen Tanzveranstaltung - und dies soll er aufgeben, fordert der Zentralrat der Juden. Schon nach erstem Gegrummel hatte Oettinger vorauseilend aus dem Ball einen "Galaabend" gemacht. Aber es ging weiter. An die Organisatoren - den Sozialfonds der Landespresse Baden-Württemberg, den Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger, den Deutschen Journalistenverband Baden-Württemberg und die Landespressekonferenz Baden-Württemberg -wagte sich der Zentralrat nicht heran. Jetzt muss Oettinger herhalten, weil er die Schirmherrschaft nicht abgegeben hat. Warum aber auch sollte er?
Es ist nun genau zu beobachten, ob die politische Klasse sich von einem Interessenverband vorschreiben lässt, wie und wann sie was zu feiern hat. Bemerkenswert ist auch, daß auch schon am 9. November 1990 ebenfalls ein Presseball in Stuttgart stattfand - gänzlich ohne Proteste.
Und auf der WWW-Seite des Balls tanzt im Übrigen noch immer ein Paar....

Montag, 5. November 2007

Herman-Hasserin ruft zu Bücherverbrennung auf

Bemerkenswerte Eskalation unter Eva Herman-Hasserinnen: Auf "Focus online" ruft
Carin Pawlak zur Bücherverbrennung auf. Sie schreibt in Bezug auf Herman:
“Ihre Thesen sind so dumm, dass man an Ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte. So ein bisschen anbrennen will.”
Kein Skandal....?

Sonntag, 4. November 2007

Welsch Gegenaufklärung...

Amüsant, wie im linken Hühnerstall die letzten Hennen und Hähne aufgeregt losgackern, weil ihnen sonst niemand mehr in diesem Lande zuhört. Blieben sie zuerst vor schreck stumm, als Martin Mosebach der diesjährige Büchner-Preis verliehen wurde und waren sie nur durch ein kläglich-totalitäres Krächzen der Gedankenpolitesse Sigrid Löffler zu vernehmen, inszenieren sie nun den finalen Keulenschwung. Sie verfrachten einen der größten deutschen Schriftsteller, da nix anders hilft, in die Nazi-Ecke.
Mosebach hatte es gewagt, auf anthropologische Grundwahrheiten betreffend das Totalitäre im Menschen hinzuweisen. Er hat es so intelligent getan, daß selbst geübte Wortverdreher die Rede nicht kapierten und keinen Halbsatz fanden, den sie Herrn Kerner zwecks massenmedial allgültiger Weiterinterpretation hätten zufaxen können. Nur langsam kommt die Diffamierungsmaschine in Schwung - mit dabei (neben "Berliner Zeitung", "taz", Schröders Haushistoriker Winkler und anderen Aufpassern) die linksliberale Fraktion der WELT-Gruppe, kumuliert in "WELT online". Dort verbreitet sich ein gewisser, bis dato eher irrelevanter Clemens Heni, der bisher mit dem Verfassen antifaschistischer Facharbeiten befasst war. In seinem Werk über Henning Eichenberg etwa schreibt er:

"Einerseits sind Deutsche wieder zunehmend darauf stolz welche zu sein; andererseits und komplementär dazu erscheinen sie nun häufig als Opfer der Geschichte, als Opfer der Nazis – so als ob der Nationalsozialismus nichts genuin Deutsches gewesen wäre -, der Alliierten oder der Umerziehung. Gegenwärtig tauchen sie oft als Opfer wahlweise des amerikanischen Unilateralismus, der Moderne und ihrer Zumutungen oder der Globalisierung, "Heuschrecken" auf. Die neue Rechte und der Rechtsextremismus insgesamt stehen dazu in direkter Beziehung. Schlagworte wie Nationale Identität oder Liebe zu den Völkern versuchen auf regressive Weise Modernisierungsschüben und desintegrativen Effekten der Globalisierung zu begegnen. Schließlich ist ein unbekümmerter Kulturrelativismus (…) dabei, die politische Kultur der Bundesrepublik wie auch Europas zu bestimmen."

Nun ja. Ist ja gut.
Apart jedoch wird Henis heutige Interpretationskunst in der causa Mosenbach:


"Der Hass auf die Französische Revolution, auf Gleichheit, Universalismus und Brüderlichkeit, war elementar für den Aufstieg und die Etablierung des Nationalsozialismus. Heute nun wird revisionistisch gesagt, 1789 und die Jahre 1933 bis 1945 seien verwandt. Mosebach derealisiert die präzedenzlosen Verbrechen des Holocaust, indem er sie mit völlig anderen, unendlich kleineren Gewalttaten in Analogie setzt. Er macht das gezielt, so wie die Neue Rechte die Abwehr von 1789 braucht, um wieder emphatisch von Deutschland reden zu können."

Traumhaft - Uwe Carsten Heye könnte es im Antifa-Kurs an einer Neuköllner Gesamtschule nicht besser bringen!
Henis Trick ist eben exakt der, den er Mosebach unterstellt: Ab heute ist jeder, der die Massenmorde der Französischen Revolution kritisch sieht, ein "Nazi". Weil eben der Massenmord der Nationalsozialisten "präzedenzlos" geblieben sein muss - als ob eine Präzedenz ihn relativieren, vergrößern oder verkleinern würde. Ist irgendeiner der Morde an Juden, Andersdenkenden, Christen oder überrannten Völkern durch die Nationalsozialisten dadurch weniger verbrecherisch und verurteilenswert, weil es massenhafte Morde an Juden, Andersdenkenden, Christen oder überrannten Völkern unter Saint Just oder Stalin zuvor gegeben hat?

Besonders pikant ist, daß Heni ausdrücklich "taz"-Kommentator Christian Semler in Schutz nimmt, dem von FAZ-Redakteur Lorenz Jäger treffend "Kaderwelsch" diagnostiziert worden war. Jäger hat nämlich nicht vergessen, daß Semler 1970 die maoistische KPD/AO, eine Variante des totalitären Kampfes gegen den "modernen Revisionismus" der Sowjets, "denen das wahre Stalin-Erbe, als dessen Hüter die Chinesen auftraten, peinlich zu werden begann", entlarvte. Heni giftet nun erkennbar hilflos:

"Mit diesem Wort generiert der FAZ-Kommentator Lorenz Jäger ein antisemitisches Wort. »Welsch« meint jüdisch, französisch, unlauter, betrügerisch, romanisch, un-deutsch. Die Gegenaufklärung nimmt weiter an Fahrt auf."

Daß die Schweizer, die ihren französischsprachigen Teil "Welschland" nennen, allesamt Nazis sind, ist dem aufgeklärten Besserwessi ja schon länger bekannt. Aber uns ist nun bekannt, daß Heni rein garnichts weiß - noch nicht einmal, daß das (von Lorenz Jäger weitergenutzte) Wort "Kauderwelsch" vor dem 16. Jahrhundert entstanden ist und alles Mögliche, vor allem aber babylonischen Sprachenwirrwarr bezeichnete - aber als Chiffre für einen heutigen Antisemitismus-Vorwurf nun wirklich nicht dienen kann. Ob die DGB-nahe Hans-Böckler-Stiftung ihr Promotionstipendium für Heni vielleicht noch einmal überdenken will?
Andererseits: Zumindest bei intellektueller Armut scheint Hartz IV nicht zu funktionieren - und der Vorwurf der Gegenaufklärung landet beim Absender.

Über die Gefühle kleiner Kinder

In einem spannenden Interview erläutern Kinderpsychiater Professor Gunther Moll, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen, und der dortige Leiter der Forschung, der Neurobiologe Professor Ralph Dawirs, warum kleine Kinder ihre Eltern als dauerhafte und feste Bezugspersonen brauchen. Ein Text, den alle Krippenideologen einfach mal lesen sollten.

Gunther Moll: Erstens: Kinder kommen nicht fertig auf die Welt. Sie brauchen zunächst Unterstützung, Schutz, Geborgenheit. Es muss jemand da sein und sie an die Hand nehmen. Zweitens: Der größte Störfaktor sind die Erwachsenen. Wenn Kinder anfangen, etwas selbst machen zu wollen, dann stören wir sie dabei. Dann haben wir meist keine Zeit. Denn die Zeiträuber haben uns Erwachsenen eingeredet, wir hätten keine Zeit. Und deshalb glauben wir auch, dass wir keine Zeit für Kinder haben. Wir müssen aber ein Herz und Zeit für Kinder haben. Wir haben die Lebenszeit dafür, und wir haben das Recht, uns diese Zeit zu nehmen. Wir müssen Kinder aber die Welt selbst entdecken, ausprobieren und erfahren lassen. Und wir müssen sie dabei beobachten. Laut Artikel 2 des Grundgesetzes hat jede Persönlichkeit das Recht auf freie Entfaltung. Sind die Bedingungen für das Kind nicht optimal, dann verletzen wir das Grundgesetz.
Dawirs: Die Gründerväter des Grundgesetzes hatten den richtigen Instinkt. Der Artikel 2 umfasst genau die heutigen Erkenntnisse der Hirnforschung. Die Persönlichkeit fällt ja nicht vom Himmel, sie entfaltet sich. Der Gesetzeswortlaut – allein das Wort entfalten – ist vor dem Hintergrund heutiger Erkenntnisse wunderbar zu lesen und muss deshalb auch im Sinne des Kindes interpretiert werden. Man weiß ja inzwischen, was es bedeutet, in den ersten Lebenswochen und Lebensjahren Entscheidungen zu vernachlässigen. Diese frühe Zeit entscheidet maßgeblich über die spätere soziale Kompetenz und die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft.
(...)
Dawirs: Es ist nicht gut, wenn ein Kind bindungsfrei aufwächst. Das ist dann der Fall, wenn dem Kind – der Not gehorchend – wechselnde Bezugspersonen zur Verfügung gestellt werden. Das heißt nicht: Krippe ja oder nein. Man kann sogar ableiten, dass die Urmenschen in Krippen groß geworden sind. Aber das waren feste Bezugsgruppen, die noch stabiler waren als die Einzelmutter. Darum geht es: um Qualität.
WELT ONLINE: Wie sähe folglich die ideale Kinderkrippe aus?
Dawirs: Die Betreuung in der Krippe muss eins zu zwei sein: Auf eine Betreuerin kommen maximal zwei Kinder. Man hat schließlich nur zwei Arme, für jedes Kind einen. Am besten sogar eine Betreuerin für ein Kind. Erfolgt die Hirnentwicklung in diesem Stadium nicht optimal, dann ist sie später auch nicht mehr wegzupädagogisieren. Der Scheideweg wird in dieser frühen Phase gelegt.

Getrübte Lupe

Neues aus dem Reich der "lupenreinen Demokratie" und der geldwuellen für Ex-Kanzler Gerhard Schröder: Der Kreml will die Zahl internationaler Beobachter bei den Parlamentswahlen am 2. Dezember möglichst gering halten. In einem Schreiben, das Ende Oktober im Wiener Hauptquartier der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einging, erklärt Putins Regierung, lediglich 70 Beobachtern die Einreise zu gestatten. Mit derartigen Einschränkungen, sagt Urdur Gunnarsdottir vom OSZE-Sekretariat für demokratische Institutionen und Menschenrechte in einem Interview für Radio Liberty, sei die Organisation erstmalig konfrontiert. Ähnliches hätten nicht einmal die Autokraten in den zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken gewagt. Sogar das Sperrfeuer von Europas letztem Diktator – dem Weißrussen Alexander Lukaschenko – habe sich auf Verzögerungen beim Ausstellen von Einreisevisa beschränkt. Reglement und Statuten der OSZE, so Gunnarsdottir weiter, besagen, dass Einladungen zu Wahlen grundsätzlich „offen“ sind. Das heißt, die Organisation entscheidet selbst über den Umfang ihrer Mission. Auch habe Russland entgegen der internationalen Praxis erst fünf Wochen vor dem Wahltermin Ende Oktober eingeladen. Üblich sei eine Frist von drei Monaten. Leiten wird die 20-köpfige Mission der OSZE-Beobachter ausgerechnet - ein russischer Diplomat.

Samstag, 27. Oktober 2007

V. Beck und ein offenes Geheimnis

„Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich – im Gegensatz zur Pädosexualität – völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität … wird das Zementieren eines sexual-repressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“
Volker Beck, 1988

V. Beck und die offene Gesellschaft

Heute lassen wir mal wieder unsere Gedanken spazieren gehen - und stellen uns vor, was in diesem land los wäre, wenn ein führender CSU-Politiker, vielleicht gar einer der Fraktionschefs im Bundestag, eine der folgenden, öffentlich gern schon mal pointiert und eigenwillig argumentierenden Personen...

a. Michel Friedman
b. Oskar Lafontaine
c. Kurt Beck
d. Claudia Roth
e. Friedrich Schorlemmer
f. Hans Küng
g. Günter Grass
h. Wolfgang Thierse
i. Charlotte Knobloch
j. Wolfgang Huber
k. Ursula von der Leyen
l. Josef Fischer oder vielleicht auch
m. Margarete Schreinemakers

...einen "Haßprediger" (bzw. eine "Haßpredigerin") nennen würde, weil ihm seine bzw. ihre öffentlich geäußerte Meinung nicht passt.
Ganz genau - diese Verletzung der Integrität eines Menschen würde nicht nur das getroffene linksliberale juste milieu aufheulen, sondern jeden anständigen Menschen zsuammenzucken, für die Verteidigung der Meinungsfreiheit eintreten und den CSU-Hetzer öffentlich ächten lassen.

Etwa gaaanz anderes ist es natürlich, wenn Volker Beck, Grünen-Fraktionsgeschäftsführer der Bundestagsfraktion, den Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner öffentlich einen "Haßprediger" nennt. Damit stellt er ihn bewusst in die Reihe der islamistischen Hetzer, die die ideologische Begründung für tausendfachen Mord liefern.
Aber in diesem Falle schaut Deutschland einfach weg, keiner "zeigt Gesicht", "steht auf", "hat Mut", und wie die ganzen anderen zivilgesellschaftlichen Mobilisierungsfloskeln noch alle heißen mögen.
Genau auf diese Weise werden in diesem Land die Freiräume für Debatten abgesteckt.

SPD hakt Mitteldeutschland ab

Nicht nur unter seinen drei Stellvertretern hat der bestätigte SPD-Vorsitzende Kurt Beck keinen einzigen Deutschen von östlich der Elbe zugelassen. Nein, auch unter den 39 weiteren Mitgliedern des neu gewählten SPD-Parteivorstandes finden sich nach unserer Zählung genau sechs Genossen aus den fünf östlichen Bundesländern wieder (drei davon kamen sogar erst im 2. Wahlgang durch!). Das sind gerade mal 15,4 Prozent - und spiegelt somit ziemlich genau das wieder, was das wiederververeinte Deutschland in der SPD heute offenbar bedeutet.
Da bekommt man fast schon Mitleid mit Wolfgang Thierse, dem letzten seiner Art...

Freitag, 26. Oktober 2007

Pädophile Propaganda aus Leyen-Ministerium?

Vor einigen Wochen wurde (in den Medien totgeschwiegen, hier bei BlogKon natürlich zu lesen), quasi über Nacht eine skandalöse "Aufklärungsbroschüre" des Bundesfamlienministeriums, mit der seit 2001 hunderttausende Kinder indoktiniert wurden, eingestampft.
Fassungslos macht einen die heutige präzise Analyse des renommierten Professors für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität Bremen, Gerhard Amendt. Er spricht davon, daß diese Propaganda es "auf die Beseitigung von Elterlichkeit" abgesehen habe. Und davon, daß sich die ministerialen Erziehungsanleitung "jener pädophilen Propaganda sich maßgeschneidert anpasst, die sexuellen Mißbrauch als Segnung für Kinder, als Grundlage der Kultur, des Glücks und der Beziehungsfähigkeit beschreibt".
Dringend lesen!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Die westliche Christenverfolgung beginnt

Massiver Rollback der Anti-Glaubenskrieger unter dem Banner des Säkularismus: In Schweden hat jetzt der links"liberale" Bildungsminister Jan Björklund Regierungspläne vorgestellt, wonach alles Religiöse aus allen Schulen verschwinden soll. Ausschließlich im Religionsunterricht dürften noch religiöse Themen angesprochen werden, aber auch hier, wie in allen anderen Fächern, dürften religöse Vorstellungen nicht als objektiv wahr gelehrt werden. Religiöse Aktivitäten dürften "nur noch außerhalb der Schularbeit" stattfinden. Lehren sollte "nicht vom Glauben beeinflusst" sein.
Die Aktion wird als Abwehrmaßnahme gegen steigenden muslimischen Extremismus verkauft - und zugleich werden alle Religionen gleichermaßen erledigt. "Schüler müssen vor jeder Art von Fundamentalismus geschützt werden", so Björklund. Was "Fundamentalismus" ist, entscheidet der säkularisierte Staat im Verein mit den religionsfernen Medien...
Noch hat anscheinend niemand kapiert, daß diese Regeln nicht nur für öffentliche, sondern auch für alle privaten Schulen gelten sollen. 67 Grundschulen und sechs weiterführende Schulen in Schweden sind religiös orientiert.
Die aggressiv-atheistische Welle rollt bereits weiter durch Europa - der Kolumnist des britischen linken Guardian hat die Vorhaben (ebenso wie Christen-Hasser Richard Dawkins) ausdrücklich begrüsst und auch für Großbritannien empfohlen.

Vertriebenengedenken ohne Vertriebene?

Eine neue Liga in der Disziplin "Verlogene Erinnerungsarbeit" scheint derzeit die Bundesregierung anzustreben. Zwar ist nun endlich ein Dokumentationszentrum gegen Vertreibungen beschlossene Sache - aber die historisch Korrekten meinen tatsächlich, ein solches Zentrum ohne die Opfer gestalten zu können. Die zuweilen im rot-grünen Sinne agi(ti)erende ARD-Frau Susanne Rau glaubt schon zu wissen, daß es das Zentrum nur ohne Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach geben werde. Für die "tagesschau" lässt sie Wolfgang Thierse folgende ungeheuerliche Begründung im Namen der Bundesregierung äußern:
"Weil wir wollen, daß die Erinnerung an das Leiden von Vertreibung nicht zu neuem nationalen Zwist und zu europäischer Spaltung zum Beispiel mit unserem polnischen Nachbar führt."
Das Volk der Vertreibungsopfer gestaltet sein Dokumentationszentrum im Kotau vor dem Volk der Vertreibungstäter?
Das kann ja wohl nicht wahr sein.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Über das "Spalten"

Claudia Roth, jene Grünen-Politikerin, der der öffentliche Diskurs nur wenig verdankt, hat dieser Tage eine bemerkenswerte neue Kategorie eingeführt. Bischof Mixa, so schäumte es aus ihr heraus, sei ein "durchgeknallter, spalterischer Oberfundi aus Augsburg".
Nun könnte man diesen verbalen Durch-, äh- Ausfall ja unter Roth'scher Folklore abtun - wenn dort nicht drei spannende Details stecken würden:
1. Man kann und darf einen Bischof öffentlich als verrückt bezeichnen - es heult keiner auf (oder hatte jemand etwa engagierte Wortäußerungen aus dem Bereich des Laienkatholizismus vernommen?)
2. Frau Roth darf Geistliche des "Fundamentalismus" zeihen - was lustig ist für eine Politikerin, von der ein Foto existiert, in dem sie, mit Kopftuch bedeckt, exakt im Gebetsraum jenes islamistischen Kulturzentrums in Neu-Ulm, das die letzten Monate wegen Terrorverdachts in den Schlagzeilen war, ehrfürchtig sich aufhält.
3. "Spalterisch" ist eine tolle, neue Kategorie. Wurde bisher eher von Marxisten-Leninisten, die ihren Laden zusammenhalten mussten, verwendet. Fragt sich nur: Wen oder was "spaltet" denn ein Bischof, der eine andere Meinung hat als Frau Roth? Den Mainstream? Den Konsens? Das Neu-Sprech? Aus diesem Wörtchen "spalterisch" spricht das Selbstbewusstsein einer gesellschaftlichen Randfigur, die tatsächlich meint, nun das Zentrum bestimmen zu können. Hat sie vielleicht sogar recht damit?

Samstag, 20. Oktober 2007

UNICEF - mittendrin im Netzwerk der Abtreibungs-Lobby

Was genau die Initiative „Deliver Now for Women and Children“ betreibt, findet man leicht heraus, wenn man ihre Selbstdarstellung näher betrachtet. Diese Kampagne behauptet, jährlich würden 10 Millionen Frauen und Kinder sterben" und "die überwältigende Mehrheit dieser Todesfälle kann mit besserem Zugang zu grundlegenden Gesundheitsressourven vermeiden werden". Hört sich gut an - aber was genau sind "grundlegende Gesundheitsressourcenen"?
Hier beginnt das Hütchenspiel internationaler "Charity"-Strukturen. Die Kampagne "Deliver now" und eine entsprechende Konferenz dieser Tage in London wird von "The Partnership for Maternal, Newborn & Child Health" (www.pmnch.org) koordiniert - die wiederum eine Kampagne von 170 Partnern darstellt. Koordiniert von der Weltgesundheitsorganisation WHO tummeln sich hier alle nur denkbaren linken und "pro-coice"-Aktivisten der Welt, die seit Jahren gegen die Familie und für die weltweite Freigabe der Abtreibung agitieren.
Vorsitzender der Konferenz ist - und das ist neu -der stv. Geschäftsführer von UNICEF, Kul C. Gautam. UNICEF hat bisher immer beteuert, nicht an Aktionen für Abtreibung beteiligt zu sein - was wohl deutsche prominente Unterstützer dazu sagen, UNICEF in solchem Umfeld operieren zu sehen?
Im Organisationskomitte operiert u.a die finanzstarke Abtreibungs-Initiative IPAS - die auch sogleich freidig vermeldete, daß "sichere Abtreibung auf der Agenda der Konferenz stehe". IPAS ist nahezu zeitgleich, ebenfalls in London, zusammen mit dem bekannten US-Abtreibungs-Think-Tank "Marie Stopes International " Veranstalterin der "Global Safe Abortion Conference 2007" - diese findet zufälligerweise nur zwei Tage später ebenfalls in London statt . Ob da mancher Delegierter nicht sein WHO-bezahltes Ticket nutzt, um ein wenig länger dazubleiben und dafür zu sorgen, daß Abtreibung auch künftig zumindest für dei ungeborenen Kinder absolut tödlich bleibt?

Freitag, 19. Oktober 2007

Eva Herman uncut

Man kann mit Eva Herman auch ein normales, faires und informatives Interview führen - das beweist Christoph Heinemann heute im Deutschlandfunk.
Dann hört man etwa solches:

"Heinemann: Haben Sie sich bei der ursprünglichen Aussage missverständlich ausgedrückt, oder sind Sie bewusst missverstanden worden?

Herman: Es sind auf dieser Pressekonferenz am 6. September etwa 30 Pressevertreter gewesen. Während dieser Pressekonferenz durften auch Fragen gestellt werden, wie das nun mal üblich ist. Es hat niemand der Anwesenden eine Frage gestellt auf eine etwaige missverständliche Äußerung von mir und auch am nächsten Tag ist in keiner Zeitung, in keiner Berichterstattung irgendetwas in dieser Richtung erfolgt. Außer eine einzige Journalistin des "Hamburger Abendblatts", Barbara Möller, hat einen Halbsatz geschrieben, in dem sie behauptete, ich hätte die Familienpolitik des Dritten Reiches gelobt. Das ist schlichtweg falsch. Das ist auch verfälscht worden und völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Diese Äußerung ist von mir so nie erfolgt, sondern sie hat einen Halbsatz herausgenommen, hat diesen noch mal anders dargestellt als ich ihn gesagt habe und hat damit behauptet, ich hätte die Familienpolitik gelobt. Das stimmt nicht! Dann ist etwas erfolgt. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie auch angeblich seriöse Zeitungen in ihren Online-Diensten auf diesen Zug aufgesprungen sind und innerhalb von Stunden mich in die rechte Ecke geschoben haben. Es ist inzwischen ein durchschaubarer Mechanismus, nämlich wer heute dieses Thema aufgreift und über Werte spricht - und damit meine ich unsere heutige Zeit -, wer das wagt und wer auch wagt, gegen familienpolitische Entscheidungen anzugehen, indem er kritisiert, dass die eben nicht familienfreundlich genug seien und nicht genügend Wahlfreiheit für Frauen beinhalten, der wird sofort unmissverständlich in die rechte Ecke geschoben. Die Geister werden von einer ganz anderen Seite gerufen und mittlerweile erscheint es mir als ein Vorsatz, um jemanden so früh wie möglich mundtot zu machen, damit er sich über diese Themen nicht mehr äußert."

Oder auch:

"Die Wahrheit ist ja, dass wir große Probleme haben in der Gesellschaft. Die können auch nicht schön geredet werden. Wir haben eine Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, die besorgniserregend ist und auch immer schlimmer wird. Bei allen Kinder- und Jugendumfragen stehen die Jugendlichen vor einem großen schwarzen Loch, wenn sie über ihre eigene Zukunft befragt werden. Sie haben große Ängste. Sie vermissen Gespräche und das Zusammensein mit ihren Eltern. Wir wissen, dass Frauen völlig überlastet sind in dieser Doppelverantwortung, die sie oftmals freiwillig nicht wählen, sondern wählen müssen, damit sie wirtschaftlich überleben können. Wir haben eine gestiegene Depressionsrate. Wir haben eine gestiegene Alkoholrate bei gerade erfolgreichen, beruflich erfolgreichen Frauen. Immer häufiger verweigern Männer Familie, wollen nicht mehr heiraten. Es sind fast 50 Prozent der jungen Männer bis 40 die sagen, wir lehnen eine Verantwortung für eine Familie ab."

Dienstag, 16. Oktober 2007

Das "tendenziell Richtige" bei G. Grass

Erinnern wir uns noch an den letzten Sommer? Günter Grass, das bebende Gewissen einer ganzen Kohorte ebenso spätgeborener wie selbstgerechter Richter über ihre Eltern, das angebliche Gewissen der Nation, Literaturnobelpreisträger, "Nationaldichter", SPD-Wahlkampfhelfer und Geschichtsinterpretator, jenem Grass fiel nach gut sechzig Jahren ein und auf, daß er als Junge zum Kriegsende in der Waffen-SS gedient hat.
Und es ist schon bemerkenswert, wie dieses damals die halbe Nation erregende Faktum - und vor allen Dingen sein jahrelanges, als heuchlerisch empfundenes Verschweigen! -auf der meterbreiten Schleimspur, die die deutschen Eliten seit Tagen anlässlich des 80. Geburtstages Grass' durchs Land ziehen, einfach wegrutscht und verschwindet.
Der angewandte Trick ist so einfach wie genial: Der Virgang wird auf ein Geständnis oder Einräumen reduziert, die damit zusammenhängende Debatte um Grass' moralische Position angesichts seiner Scharfrichterlichen Urteile über seine Väter ausgeblendet - und schwupps, ist's vorbei. Klassisch etwa Eckard Fuhr, unter dem das Feuilleton der "Welt" in den letzten Jahren einen schönen Linksruck erleben durfte:

"Die Skandalisierung seiner späten Mitteilung, dass er am Ende des Krieges, wie viele seiner Jahrgangsgenossen, zu einer Einheit der Waffen-SS eingezogen worden sei, war der Versuch, Grass als immer noch (über-)mächtige literarische und politische Figur vom Sockel zu stürzen."

Jaaaaa, so ist's recht....
Hübsch auch Thomas Steinfelds Volte in der "Süddeutschen Zeitung":

"Und die Neigung, die Günter Grass zu großen Schlachtengemälden hegt - sei es in Gestalt panoramatischer Bücher wie dem Roman "Das weite Feld" (1995) oder dem Erzählband "Mein Jahrhundert" (1999), sei es in Gestalt großer Debatten wie zuletzt der um seine SS-Mitgliedschaft (die eine Debatte um seine Autobiographie und das Kunstwollen hätte werden sollen) - verdankt sich auch dem Bedürfnis, es möchte mit der großen Kunst endlich einmal gelingen."

Herrlich, das alles einfach so in den Nebensatz zu schieben.
Da loben wir uns doch noch die gute alte Giftspeierin und Mentalzensorin Sigrid Löffler, die, souffliert von einer öffentlich-rechtlichen Nebelkerzenwerferin, im Deutschlandfunk äußert:

Kaess: Frau Löffler, es ist nur ein Jahr her: Der Ärger darum, dass Grass zugegeben hat, bei der Waffen-SS gewesen zu sein. Hat man ihm sein spätes Bekenntnis verziehen?
Löffler:
Ich denke, dass war eine künstlich inszenierte Aufregung. Sie dürfen ja nicht vergessen, dass Grass nie verschwiegen hat, dass er ein fanatischer Flakhelfer gewesen ist. Er hat uns nur verschwiegen, dass er auch bei der Waffen-SS gewesen ist. Aber seine Mitteilungen über seine Vergangenheit waren immer konsistent. Tendenziell hat er uns immer das Richtige gesagt. Er hat uns nie in die Irre geführt. Und die Leute - da möchte ich Klaus Staeck zitieren -, "wer jetzt sagt, dass Günther Grass als moralische Instanz erledigt sei, für den war er im Zweifel sowieso nie eine".

So schreitet es voran, das Zwiebeln der Häute...

Essenskultur heute

Einen kurzen Blick in die schöne neue Welt der modernen Gesellschaft der 68er wirft heute die "Süddeutsche Zeitung":

"Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat herausgefunden, dass bei deutschen Essern zwar das Qualitätsbewusstsein gewachsen ist, gleichzeitig aber mehr gespart wird. 46 Prozent achten beim Einkaufen vor allem auf die Qualität, für 54 Prozent ist allerdings der Preis entscheidend. Der Griff zur Tiefkühlpizza sei auch mit einer sozialen Veränderung im Land zu erklären, erklärt die GfK - mit mehr berufstätigen Frauen, kleineren Haushalten mit weniger Kindern, Zeitmangel und abnehmenden Kochkenntnissen."

Ist doch alles prima - und besser, wenn die Kinder in der staatlichen Krippe gefüttert werden....

Montag, 15. Oktober 2007

Entlarvendes Frauenbild

“Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit – ist doch nicht, zu Hause zu sitzen und die Kinder gross zu ziehen. Sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein…”
Johannes B. Kerner, 10.10.2007

Sonntag, 14. Oktober 2007

Es geht um das individualistische Menschenbild

Der wahre Skandal in der medialen Hinrichtung Eva Hermans bei JBK (Andreas Püttmann seziert das "TV-Tribunal" in der "Tagespost" ebenso minutiös wie brilliant) liegt u.E. in einem Detail, das der "Stern" treffend zusammenfasst:

"Mein Gott, Kerner! Er konfrontierte Herman mit zwei Zitaten, die die Schriftstellerin Thea Dorn in der "taz" verknüpft hatte. Zitat 1: "Die Forderung der heutigen Frauenemanzipation wurde im Namen eines schrankenlosen Individualismus erhoben." Zitat 2: "Das Hohe Lied des Individualismus hat längst seinen verführerischen Klang verloren". Urheber von Zitat 1 ist der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg. Urheberin von Zitat 2 ist Eva Herman. Und was folgt daraus? Gar nichts. Jede Wette, dass Saddam Hussein einige Male in seinem Leben gesagt hat: "Ich muss aufs Klo." George W. Bush hat das sicher auch ein paar Mal gesagt. Also sind sie, folgt man Dorns Analogschlüssen, seelenverwandt. Kerner hätte wissen müssen, dass Analogschlüsse keine Beweisführung sind. Und dass die NS-Frauenideologie nur im Kontext verstanden werden kann: Die Nazis drehten das konservative Frauenbild ins Rassistische."

Das, was Kerner getan hat, war ein Tiefpunkt deutscher Mediengeschichte. Denn er (und die Agitatorin Thea Dorn) haben nicht nur den logisch und inhaltlich unzulässigen Analogieschluss zur Ausmerzung Hermans genutzt. Sie (bzw. seine Redaktionsassistentin, die den Müll aufgeschrieben hat) haben nicht verstanden, daß es seit langem eine veritable Debatte um Individualismus, Kollektivismus und Menschenbild gibt.
Oder geht es genau darum - eben diese Debatte tot zu machen, indem man auf Rosenberg verweist?

Warum Eva Herman niemals in Mügeln Urlaub machen darf

Am 18. Oktober ist es genau zwei Monate her, daß ein Kleinstadt-Fest zu einer wüsten Schlägerei ausartete. Es gab mehrere, zum Teil schwerer Verletzte. An der Schlägerei waren Deutsche und Inder beteiligt. Aus diesem Vorfall wurde für Tage in den Medien die "Hetzjagd von Mügeln" gemacht. Ganz bewusst wurde im nachrichtlichen "Sommerloch" die Assoziation mit pogromähnlichen Übergriffen gesetzt.
Von den polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen hört man, seitdem sie das Bild deutlich geklärt haben, praktisch nichts mehr. Es ist also an der Zeit, einmal zu untersuchen, was genau geblieben ist von den anfänglichen Behauptungen:

1. "Hetzjagd durch die Straßen"
Davon schrieben zahlreiche Medien, u.a. "Bild" und "Die Zeit online", vor allem aber die deutsche Leitnachrichtenagentur "dpa", die damit die Diktion bewusst anheizte.
Tatsache ist: Vom Marktplatz bis zur "Pizzeria Puiccobello" in Mügeln sind es knapp 30 Meter.

2. Der Vorfall hatte einen rechtsextremen Hintergrund.
Dies behaupteten entgegen mehrere Medien, ohne freilich Belege zu präsentieren.
Hingegen notiert die "Süddeutsche" trocken: "Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass ein rechtsextremistisches Motiv nicht Ursache des Gewaltausbruchs war. Auslöser soll eine Rangelei im Festzelt gewesen sein, die eskalierte." Die Polizei sagt Gleiches.

3. Inder verprügelt, weil sie Ausländer sind?
Wie in solchen Bierzelt-Prügelein häufig, ist der Tathergang nicht so klar, wie herbeigereiste Journalisten meinen.
"Wir haben Verletzte indische Staatsbürger und auf der anderen Seite zwei Deutsche mit Stich- oder Schnittverletzungen im Rücken. Jetzt muss man differenzieren: Was sind Notwehrsituationen? Was hat mit Angriff zu tun?", fragt etwa die Staatsanwaltschaft laut "taz".

4. Es sollen 50 Täter gewesen sein.
Laut Polizei waren jedoch 10 bis 15 Personen an dem Vorfall beteiligt.

Und nun?
Hoffen wir, daß Eva Herman niemals in ihrem Leben Urlaub in Mügeln gemacht hat - sie würde es wohl kaum überleben.

Freitag, 12. Oktober 2007

Neun Fehler? Dann her mit dem Nobelpreis!

Schon bemerkenswert: Da stellt vorgestern ein hohes britisches Gericht neun schwere sachliche und interpretatorische Fehler in Al Gores Klima-Lügen-Filmchen "Eine unbequeme Wahrheit" fest und versieht den Film mit Auflagen, bevor er Schülern in Großbritannien gezeigt werden darf - und heute erhält dieser "Michael Moore der Umweltheuchelei" glatt den Friedensnobelpreis!
Und hier die neun Punkte, um die es geht und die der Guardian dokumentiert:

·
The film claimed that low-lying inhabited Pacific atolls "are being inundated because of anthropogenic global warming" - but there was no evidence of any evacuation occurring

· It spoke of global warming "shutting down the ocean conveyor" - the process by which the gulf stream is carried over the north Atlantic to western Europe. The judge said that, according to the Intergovernmental Panel on Climate Change, it was "very unlikely" that the conveyor would shut down in the future, though it might slow down

· Mr Gore had also claimed - by ridiculing the opposite view - that two graphs, one plotting a rise in C02 and the other the rise in temperature over a period of 650,000 years, showed "an exact fit". The judge said although scientists agreed there was a connection, "the two graphs do not establish what Mr Gore asserts"

· Mr Gore said the disappearance of snow on Mt Kilimanjaro was expressly attributable to human-induced climate change. The judge said the consensus was that that could not be established

· The drying up of Lake Chad was used as an example of global warming. The judge said: "It is apparently considered to be more likely to result from ... population increase, over-grazing and regional climate variability"

· Mr Gore ascribed Hurricane Katrina to global warming, but there was "insufficient evidence to show that"

· Mr Gore also referred to a study showing that polar bears were being found that had drowned "swimming long distances to find the ice". The judge said: "The only scientific study that either side before me can find is one which indicates that four polar bears have recently been found drowned because of a storm"

· The film said that coral reefs all over the world were bleaching because of global warming and other factors. The judge said separating the impacts of stresses due to climate change from other stresses, such as over-fishing, and pollution, was difficult

· The film said a sea-level rise of up to 20ft would be caused by melting of either west Antarctica or Greenland in the near future; the judge ruled that this was "distinctly alarmist"

· This article was amended on Friday October 12 2007. A panel in the article above listing the significant errors found by a high court judge in Al Gore's documentary on global warming was labelled The nine points, but contained only eight. The point we omitted was that the film said a sea-level rise of up to 20ft would be caused by melting of either west Antarctica or Greenland in the near future; the judge ruled that this was "distinctly alarmist". The missing point has been added.

Irgendwie schon alles nicht so ganz unwichtig, oder?

Und was machen Bundesumweltminister Sigmar "Knut" Gabriel und der WWF nun mit den 6000 DVDs, die sie im März zur Bearbeitung der Hirne unserer Kinder an deutsche Schulen verteilt haben?

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Herman-Rauswurf ein geplanter Eklat?

Es gab in der Johannes B. Kerner-Sendung vom Mittwoch eine bemerkenswerte Passage. Kurz, bevor Margarethe Schreinemakers (Motto: "Erfolg zwingt nicht zum Nachdenken") ausrastete und den Abbruch der Sendung provozierte, sagte sie (in Minute 49) an Moderator Kerner gewandt:

"Jetzt sitzen wir hier und haben ein Problem. (...) Du gibst ihr jetzt jede Chance dieser Welt, mit einer Engelsgeduld, aber es kommen Dinge, die kann man nicht vertreten, die kann man nicht sagen, und dazu kann man auch nicht ruhig hier sitzen."

JBK gab daraufhin Eva Herman noch einmal Gelegenheit, ihre Thesen zur Forschung frühkindlicher Bindung sowie sozialer Bedingungen für Familien zu erläutern.

Daraufhin sagte Senta Berger (2005 offizielle Wahlkampfhelferin Gerhard Schröders):

"(...) Also ich muss jetzt gehen. Es tut mir wirklich leid, ich kann diese Diskussion nur wirklich ernsthaft führen, da muss ich mich vorbereiten, muss ihre Bücher kennen. Oder aber wir machen, was wir eigentlich auch einmal vorgesehen hatten - ich gehe jetzt gern, ok?"

DAS ist doch mal ehrlich, oder?
Auf jeden Fall verstand Kerner, was gemeint war - und komplimentierte Herman aus der Sendung hinaus.

Sorry..

...aber die Hinschauer mussten mal eine kleine Pause einlegen - die öffentliche Hinrichtung Eva Hermans hatte sie doch ein wenig zu sehr geschafft.
Trost fanden sie nur bei Broder:
"...(Kerner)... brachte eine argumentative Kanone in Stellung, um einen Spatz abzuknallen: Er konfrontierte Eva Herman mit einem Zitat von Alfred Rosenberg, dem Vordenker der Nazis ("Der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts"), über "hemmungslosen Individualismus", einen Begriff, der auch bei Eva Herman vorkommt. Das war so fair, als würde man einen Nichtraucher und Vegetarier zu einem späten Verbündeten von Adolf Hitler erklären. Und da verlor sogar Eva Herman die Contenance. "Ich möchte nicht mehr Stellung nehmen", sagte sie, "es sind auch Autobahnen gebaut worden, und wir fahren heute drauf." Worauf Kerner feststellte: "Autobahn geht nicht!", Senta Berger drohte: "Ich gehe jetzt!", und Margarethe Schreinemakers kreischte: "Das ist unerträglich!"

Mittwoch, 26. September 2007

Rehabilitiert Herman!

Der "Fall Eva Herman" ist in Wahrheit in Medien-Skandal und eine brutale Inszenierung politischer Korrektheit. Inzwischen zeigt sich, daß Frau Herman auf ihrer Pressekonferenz am 6. September in Berlin sicher alles Mögliche gesagt und getan hat - aber sie hat mit keinem einzigen Wort "die Familienpolitik der Nazis gelobt", wie bösartige Kolleginnen ihr unterstellten. Die Meldung ist nichts anderes als eine "Ente", für die der gerne einmal hochjazzende Chefredakteur der "Bild am Sonntag" sich sicher noch wird verantworten müssen.
In Wirklichkeit hat Eva Herman exakt Folgendes gesagt:

“Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen Kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins
Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehenbleiben."

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Dies war NICHTS. Und dies ist wohl auch der Grund, warum keiner der anwesenden rund 30 Journalisten auch nur irgendeine Zeile geschrieben hat, in der Frau Herman Nazi-Nähe unterstellt wurde. Und dies ist ein Kündigungsgrund beim NDR? Dies ist ein Grund in diesem Land, einen Menschen als "Eva Braun" und "Mutterkreuzideologin" zu beschimpfen? Erst der verfälschende, verkürzte Mitschnitt von RTL, verbunden mit der überstürzten Kündigung durch den NDR, eskalierte die ganze Sache.
Ganz offensichtlich handelt es sich um ein Komplott der ärgesten Feindinnen Hermans, die sie seit Jahren persönlich (nicht argumentativ) bekämpfen ob ihres klassischen Welt- und Familienbildes, das einfach keinen Platz mehr haben darf in den Redaktionen, in denen die vertrockneten oftmals freud- und kinderlosen Karrierefrauen ihren Erfolgsfrust abarbeiten dürfen. Man lese mal die einhelligen Haßtiraden von Lisa Erdmann, Thea Dorn, Susanne Lang, Ruth Schneeberger, Mariam Lau, oder Simone Meier.
Es wäre angemessen, wenn NDR, "BamS" und alle anderen Haß-Kommentatorinnen sich entschuldigen und Eva Herman so umgehend rehabilitieren würden.

"spdpa" agitiert gegen Kanther

Um zu verstehen, wie Recht Manfred Kanther hat mit seiner Aussage, er sei Opfer einer "Medienkampagne", lese man die Meldungen der größten und meinungsbildenden "Deutschen Presse Agentur". Deren Schreiber schaffen ein Wunder: Nachdem der Bundesgerichtshof eine erste Verurteilung Kanthers aus dem Jahr 2005 aufgehoben hatte, muss das Gericht nun die Strafe neu bemessen. Die Bewährungsstrafe wurde aufgehoben, mit einer deutlich milderen Strafe ist zu rechnen. Also eigentlich ein Erfolg für Kanther, könnte man meinen.
Daraus macht dpa:
"Kanther wieder wegen Schwarzgeld-Affäre vor Gericht". Er müsse sich "erneut vor Gericht verantworten". Der Prozess werde "neu aufgerollt".
All dies ist bösartig verdreht: Allein das Urteil wird neu bemessen, nichts wird "neu aufgerollt" und "neu zu verantworten" hat Kanther sich überhaupt nicht (eher das Gericht, das die überhöhte Strafe absenken muss, da sein Urteil vom BGH teilweise kassiert wurde).
Die ganz offensichtlich der SPD-Lesart zugeneigte "Nachrichtenagentur" betreibt spin und Volksverdummung auf breitester Front!

Dienstag, 25. September 2007

FAZ bewirbt SPD

Originelle Verlinkung auf "faz.net": Neben dem aktuellen Bericht über die Transrapid-Vereinbarung präsentiert die Zeitung sechs weiterführende Links "Zum Thema" - sie führen zu FAZ-Hintergrundberichten, Übersichten und Kommentaren. Mitten drin jedoch und als "Audio: Stoiber redet zum Transrapid" gekennzeichnet ein direkter Link auf die Seite der SPD-Landtagsfraktion, die die berühmte zusammengestoppelte Rede Stoibers zum Trsnrapid präsentiert.
Stiegler und Maget als FAZ-Fans? Alles ist möglich in diesen Tagen...

Montag, 24. September 2007

Mediale Gleichschaltung konkret

Auf bemerkenswerte Weise nimmt der bundespolitische Korrespondent der Weltwoche, Urs Paul Engeler, den medial gleichgeschalteten mainstream der Medien seines Landes aufs Korn und anschließend auseinander. Absolut lesenswert, da diese Mechnaismen hierzulande ebenso funktionieren. Auszüge:

"Was der tägliche Mainstream ist, möchte ich an einem Beispiel erklären. Fast auf den Tag genau vor 23 Monaten hatte ich einen Auftritt vor PR-Leuten und schlenderte nach Vortrag und Fragerunde an einem Kiosk vorbei. Die Schlagzeilen und Haupttitel, mit denen alle Zeitungen von Blick über Tages-Anzeiger, NZZ, Aargauer Zeitung, Berner Zeitung, Basler Zeitung, St. Galler Tagblatt bis Le Temps und Neue Luzerner Zeitung warben, haben mich derart beeindruckt, dass ich sie mir sofort notiert habe. Sie lauteten:

«Es braucht 50000 Krippenplätze»

«Es fehlen 50000 Krippenplätze»

«50000 Plätze in Krippen fehlen»

«Der Beweis: Es fehlen 50000 Plätze für Kinder»

«Gesucht: 50000 neue Krippenplätze»

«Il manque 50000 places en garderie»

«50000 Kinder ohne Krippenplatz»

«In der Schweiz fehlen 50000 Krippenplätze».

Mich haben zwei Dinge stutzig gemacht: erstens die Zahl von 50000 Krippenplätzen, die einer Zahl von 120000 Kindern entspricht, die angeblich nicht fremdbetreut werden können, obwohl sie sollten. Von meinem Bruder, der Gemeinderat in einer grösseren Thurgauer Gemeinde ist, wusste ich, dass eine Krippe im Hinterthurgau kürzlich hatte schliessen müssen. Grund: Kindermangel. Mir war auch noch eine Zahl von 500 angeblich fehlenden Plätzen in Bern präsent, die ich rasch auf die Schweiz hochrechnete: Nach dieser Rechnung fehlten im ganzen Land allerdings höchstens 25000 bis 30000 Betreuungsplätze.

Zweitens stiess mir die nationale Einfalt der Darstellung ohne jedes Fragezeichen auf: von NZZ über Tagi bis Blick, von St. Gallen bis Genf bis ins Detail die gleiche Litanei: 50000 fehlen, 50000 fehlen, 50000 fehlen...

Zurück in Bern, habe ich mir die Studie beschafft, die alle Medien ohne Ausnahme als neue Bibel der Betreuung gefeiert haben. Angefertigt und präsentiert hat die Untersuchung das (SP-)Beratungsbüro Infras in Zürich, bezahlt hat sie der Steuerzahler.

Ich nehme hier nicht die ganze Studie auseinander, die allein den Zweck verfolgte, die anstehende politische Debatte über die Verlängerung der Bundeshilfen an Krippen in die gewünschten Bahnen zu lenken. Die Rede ist denn auch überall vom «Ausbaubedarf», vom grossen «volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen» und von der Notwendigkeit einer «adäquaten Subventionspraxis». Die ganze wissenschaftliche Untersuchung bestand aus 600 Interviews mit Eltern, die ihre Kinder gerne fremdbetreut gehabt hätten, und einer eindimensional geführten Hochrechnung. Keine Themen waren: die Finanzen, die Kostenbeteiligung der Eltern, die Form der Betreuung. Kurz: Die ganze Nationalfonds-Studie war ein billig angefertigter Wunschkatalog: Gratis-Krippen für alle!

Auch von den Hintergründen der Studie oder möglichen Alternativen stand in keinem der Medienberichte nur ein Nebensätzchen oder nur ein Wörtchen. Und noch schlimmer: Niemand regte sich auf. Nur die Weltwoche, in diesem Falle ich, setzte einen Kontrapunkt, verwies auf den politischen Zweck der Aktion, auf den Missbrauch des Gütezeichens «Nationalfonds», auf die Mängel der Studie, auf die komplett falschen Zahlen etc."

"Migrationshintergrund"

Man kann ja sicher sein: jede Bierzeltprügelei, an der - wie auch immer - Ausländer beteiligt sind, wird umgehend als "ausländerfeindlicher Übergriff" pauschal den Weg in die Medien finden. So entsteht langsam aber sicher ein besonderes Raster der Nachrichtenauswahl: Meldungen mit "Migrationshintergrund" werden skandalisierend hochgejazzt, um das Bild des hässlichen, menschenverachtenden Deutschlands weiter zu pflegen. Selbsthaß als mediales gatekeeping-Kriterium eben...
Gaaaanz anders natürlich, wenn Täter einer beliebigen Straftat einen "Migrationshintergrund" aufzuweisen haben. Dieser ist gefälligst zu verschweigen, zu verschleiern und - wenn er dann doch mal auffliegt - zu vertuschen.
Wie das geht? Hier mal eine kleine Gedankenübung: Was wäre wohl in diesem Lande los, wenn vier junge deutsche Männer ein 13jähriges ausländisches Mädchen über Monate hinweg dutzendfach sexuell mißbraucht und zur Prostitution gezwungen hätten?
Und was war nun tatsächlich los, als jüngst vier junge Männer - mit den medial verschwiegenden Namen Soner K. (23) , Imad Ali N. (20), Emruliah D.(21) und Vural K. (23) -
wegen schweren sexuellen Mißbrauchs in Hildesheim zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden?
Irgendwo mal was Größeres darüber gelesen? Mal über eine Menschenkette gestolpert, Claudia Roth im "ARD-Brennpunkt" bewundert oder U.-K. Heye über No-Go-Areas für deutsche Frauen räsonnieren hören?
Nein?
Na, wird ja seine Gründe haben....

Nützliche Idioten

Als nützlicher Idiot zusammen mit Linksextremisten und Demokratiefeinden auf die Straße zu gehen, ist ja an sich schon eine Leistung. Dies schaffte auch brav ein neu sich formierendes Volksfrontbündnis aus ATTAC, Gewerkschaften, Antifa, ver.di, Linkspartei und wohl auch einigen der letzten Leutheuser-Schnarrenberger-Adepten der FDP am Samstag wieder mal ganz famos. Dass hier die neuen, alten Staatsfeinde gemeinsam dafür demonstrierten, den Rechtsstaat ihnen gegenüber zahnlos zu machen - geschenkt!
Dass aber nahezu kein Journalist den Konnex dieser Gruppen kapierte oder gar beschrieb, zeigt die weitestgehende Verwüstung der Analysefähigkeit dieses Berufsstandes. Nur logo, dass auch unterschlagen wurde, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der 2000-Personen-Demo explizit für die Abschaffung des Antiterrorparagraphen 129a und die sofortige Freilassung dreier mutmaßlicher Linksterroristen der "Militanten Gruppe" demonstrierte.

Mittwoch, 19. September 2007

Ende des Ehegattensplittings: Leyen vollendet SPD-Projekt

BlogKon-Leser ahnen es schon länger, jetzt wird es langsam ruchbar: "Familien"-Ministerin Ursula von der Leyen vollendet ein 30 Jahre altes sozialdemokratisches Projekt und killt das Ehegattensplitting. Viele Ehepaaren müssen so mit höheren Steuern rechnen. «Die Welt» berichtet, von der Leyen wolle den Steuervorteil des Ehegattensplittings kürzen. Dabei solle vor allem der Vorteil für Besserverdienende deutlich verringert, im Gegenzug aber der von Familien mit mehreren Kindern und mittleren Einkommen entlastet werden. Verlierer wären demzufolge Alleinverdiener-Ehen, aber auch viele Familien, in denen Vater und Mutter eine traditionelle Rollenverteilung haben. Entsprechende Vorschläge wolle die Ministerin im Oktober vorstellen, schrieb die Zeitung.
Von der Leyen hatte bereits angekündigt, dass sie das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterentwickeln werde. Dieses solle Familien mit Kindern steuerlich besserstellen als Familien ohne Kinder. Das Blatt schrieb, die Pläne des Familienministeriums sähen vor, Familien mit mehreren Kindern, deren jährliches Einkommen oberhalb von 40 000 Euro liegt, gestaffelt nach der Kinderzahl zu entlasten. Dafür wird eine deutliche Anhebung des steuerlichen Kinderfreibetrags erwogen. Auch hier seien Einschränkungen für Besserverdienende vorgesehen. Bei einem Einkommen von mehr als 70 000 Euro würden nur noch Familien mit drei und mehr Kindern profitieren. Kinderlose Ehepaare und Familien mit hohen Haushaltseinkommen müssten nach der Reform mehr Steuern zahlen. Das sei eine Folge der geplanten Kappung beim Ehegattensplitting, bei dem das gemeinsame Einkommen zu gleichen Teilen auf beide Partner verteilt und dann besteuert wird. Das entlastet Eheleute, deren Einkommen sehr unterschiedlich sind, unabhängig davon, ob sie Kinder haben. Bei allen Maßnahmen gehe es darum, die Berufstätigkeit von Müttern zu fördern, schrieb die Zeitung. «Es wird eine Umverteilung zwischen den Familien geben», sagte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, dem Blatt. Der Ökonom ist Mitglied im «Kompetenzteam», das im Auftrag von der Leyens sämtliche familienbezogenen Leistungen auf den Prüfstand stellt. Hüther sagte, er rechne nicht damit, dass die Reform noch in dieser Legislaturperiode realisiert wird.
Pikant: von der Leyen hat den gesamten Bereich Familienpolitik in ihrem Ministerium zwei alten sozialdemokratischen Kadern überlassen und entsprechend ideologisiert:
Malte Ristau ist als Leiter der Abteilung 2 "Familie, Wohlfahrtspflege, Bürgerschaftliches Engagement", verantwortlich, er skizzierte schon 2002 in der SPD-Wahlkampfzentrale die Politik Gerhard Schröders, unterstützt der Unterabteilungsleiterin Petra Mackroth, zuständig für Familienpolitik - ein Gewächs aus dem SPD-Parteivorstand.

Nachtrag, 13.32h:
"Wir wollen das Ehegattensplitting nicht verändern", sagte ihre Sprecherin Iris Bethge am Mittwoch in Berlin.

Schau'n wir mal...

Dienstag, 18. September 2007

Wohl "übersehen"...

Daß die linke "taz" auf drei opulenten Seiten an 27 Journalisten erinnert, die weltweit "entführt, eingesperrt, erschossen" wurden, ist ehrenhaft. Irritierend ist nur, dass zwei Beispiele aus den USA genannt werden - und kein einziges aus Kuba.
Liegt wohl an der jahrelangen stumpf-doofen Soli-Treue der Altlinken zu dem sterbenden Karibik-Stalinismus Castros...

Montag, 17. September 2007

Blendgranaten sollen Nord-Sozis schützen

Das ist schon bitter: da schmeisst ein einstiger sozialdemokratischer "Hoffnungsträger" namens Ralf Stegner (SPD-Innenminister in Schleswig-Holstein) nach zahlreichen Illoyalitäten einfach hin - und die roten Helferlein in den Medien kommen garnicht nach mit dem Verfälschen der Nachrichten.
Beispiel "Deutschlandfunk"-Nachrichten, 17.9., 20.00h: In Schleswig-Holstein sei die Koalitionskrise "beigelegt". Erst einige Sätze später wird der Rücktritt des Querulanten Stegner auch nur erwähnt.
Niedlich auch die linksliberale "Berliner Zeitung" in ihrer morgigen Ausgabe. Sie schreibt allen Ernstes unter dem Datum 18.9., Ministerpräsident Carstensen fordere den Rücktritt Stegners. In dem ganzen ellenlangen Artikel kein Wort über die tatsächliche Rücktrittsankündigung Stegners, die am Montag frühabends auf allen Agenturen war. Und dass die Freunde vom NDR, dessen Intendant Plog über Jahre hinweg heimlich oberster Aufseher aller SPD-parteieigenen Medien war, die Nachricht so verkauft, ist ja schon fast klar:

Stegner-Rücktritt sichert Große Koalition in Kiel

Danke, Ihr Grundversorger!

An die Kinder gedacht...

Mit der von der Großen Koalition angepeilten Garantie auf einen Krippenplatz entsteht die absurde Situation, dass Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder, Kinder aber nicht die Betreuung durch ihre Eltern einklagen können. Wir leben in einem freien Land. Keiner wird gezwungen, Kinder zu kriegen, doch wenn er sie kriegt, soll er sich um sie kümmern.

Sonntag, 16. September 2007

Nein, hat er eben nicht gesagt.

Daß Joachim Kardinal Meisner überhaupt das Wort "entartet" in den Mund nimmt, ist tatsächlich irritierend und völlig fehl am Platze - gerade, wenn er damit im Zusammenhang mit Kultur spricht. Ihn dafür zu kritisieren, ist legitim.
Dabei hilft es allerdings, sich den genauen Wortlaut einmal anzusehen:

"Vergessen wir nicht, dass es einen unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult gibt. Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte."

Dies und nichts anderes hat der Kardinal gesagt.
Vielen Medien reichte das am Samstag und Sonntag nicht - sie schienen schier zu verzweifeln daran, daß Meisner eben nicht von "entarteter Kunst" gesprochen hatte. Also erfanden sie es einfach, wie "SPON" schreibt vom "Streit über 'entartete Kunst'", die Nichts-Versteher von "BamS" schreiben: "Kölner Kardinal predigt gegen 'entartete' Kunst" und auch "Focus online" fällt auf den spin herein.

Bei allem schwingt die ungeheuerliche Unterstellung mit, der Kardinal könnte in geistiger Nähe zum Nationalsozialismus stehen. Ein ungeheuerlicher, nicht belegter Vorwurf, der Teil der hysterischen Kampagnen "gegen Rechts" ist.

Samstag, 15. September 2007

Öffentlich-Rechtliche färben Grüne schön

Heißa, wie ist das lustig anzusehen, wie derzeit die rot-grünen Redakteursequipen im grundversorgenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk versuchen, den Abstimmungshammer auf dem Grünen-Parteitag in Göttingen umzudeuten bzw. nachrichtlich verschwinden zu lassen.
Erst mal: Um was geht es? Ausnahmsweise wirklich präzise hat dies "SPON" erkannt:
"Entgeisterung machte sich breit, als das Abstimmungsergebnis am frühen Samstagabend bekannt gegeben wurde: Mit 361 zu 264 Stimmen wehrten die Delegierten auf ihrem Afghanistan-Sonderparteitag die Beschlussvorlage ihres eigenen Parteivorstandes ab - und nahmen zugleich den von Zion mitverfassten Gegenantrag an. Der stellt die bisher geltende Beschlusslage der Partei auf den Kopf. Denn die Bundestagsfraktion der Grünen wird darin aufgefordert, bei der kombinierten Abstimmung zum Isaf-Mandat und dem "Tornado"-Einsatz im November "dem Paket NICHT zuzustimmen", also auf keinen Fall mit Ja zu votieren."
Im Klartext: Die Grünen klinken sich aus jeglicher Verantwortung für Afghanistan aus!
Und das wird nun bei den Elektronikern flugs weichgespült - gilt es doch, das Wahlvolk die langsam verblassende "rot-grüne Option" nicht allzu öffentlich sterben zu sehen...
So säuselt "heute" (ZDF) doch tatsächlich, die Delegierten hätten "mit klarer Mehrheit für einen Gegenantrag votiert, der dem Bundeswehreinsatz deutlich kritischer gegenübersteht." In der "tagesschau" heißt es, in dem Antrag der Parteilinken werde den grünen Bundestagsabgeordneten "empfohlen", der Verlängerung des Mandats nicht zuzustimmen - eine glatte Desinformation. Die Grünen selbst berichten folgendermaßen:
"Der Parteitag fordert die Mitglieder der grünen Bundestagsfraktion auf, dieses Verfahren als "der Sachlage unangemessen" zu kritisieren und nicht zuzustimmen."

Freitag, 14. September 2007

Fakten für die Familie

In ihrem tiefsten Innern wissen es ja selbst die postmodernen Apologeten der "patchwork"-Familie und Bekämpfer aller traditionellen Lebensformen: In "klassischen Familien" (Vater - Mutter - Kinder) geht es Kindern einfach besser. Sie sind glücklicher, ausgeglichener, entwickeln sich stabil und sind leistungsfähiger. Der aktuellen Kampagne gegen die traditionelle Familie, ein Mix aus Unterschicht-Reportage und "Zeit"-Haß-Feuilleton, setzen das Familienministerium nichts, die Unionsparteien wenig entgegen.
Deshalb macht es Spaß, eine pralle think tank-Seite in den USA zu besuchen. "Family facts", ein spin-off der von uns sehr geschätzten Heritage Foundation, hat hunderte erstklassiger Quellen, Untersuchungen und Fakten zum Thema Familie gesammelt. Nur ein Beispiel:

The study found that frequent family dinners were associated with lower rates of teen smoking, drinking, and drug use. Compared with teens who frequently had dinner with their families, (five nights or more per week), those who had dinner with their families only two nights per week or less were twice as likely to be involved in substance abuse. They were 2.5 times as likely to smoke cigarettes, more than 1.5 times as likely to drink alcohol, and nearly three times as likely to try marijuana.

Viel Spaß beim Lesen!

Donnerstag, 13. September 2007

Neukölln ist eben nicht Mügeln

Hier ein paar aktuelle Zahlen aus Berlin für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema (Jugend-) Gewalt in Deutschland befassen.
In der aktuellen Polizeistatistik schafft es die politisch korrekt gebürstete Berliner Polizei kaum, die erschütternden Zustände bei der Jugendkriminalität zu verschleiern: Besonders Jugendgangs haben im vergangenen Jahr vor allem die von Ausländern geprägten Bezirke Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg unsicher gemacht. Von 8006 registrierten Vorfällen entfielen 1645, also fast ein Viertel, auf die beiden Brennpunkt-Bezirke. Allein 966 der insgesamt 4751 Tatverdächtigen wurden in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg ermittelt. Insgesamt stiewg die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 621, ein Zuwachs um 8,4 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg um 418 (9,6 Prozent) auf 4751. Der Zuwachs betrifft sämtliche Delikte wie Körperverletzung (8,4 Prozent), Raub (10,6 Prozent) und unbefugten Waffenbesitz (35,2 Prozent), mit Ausnahme der Bedrohung.
Insgesamt wurden zwei Drittel aller Straftaten von "Jugendlichen mit Migrationshintergrund" verübt. Die meisten Tatverdächtigen (insgesamt 966) stammen aus den beiden Zuwanderer-Bezirken. Darunter waren 848 Jungen oder Männer und 118 weibliche Täter. Sie teilen sich folgendermaßen auf: Insgesamt 520 Tatverdächtige hatten einen deutschen Pass; 446 besaßen eine andere Nationalität (unter ihnen 196 Türken). 225 Tatverdächtige waren eingebürgerte Deutsche.

Montag, 10. September 2007

Was sagte Frau Herman genau?

Der "Fall Eva Herman" weist mehrere massive Ungereimtheiten auf:
Am Sonntag morgen lag die "Bild am Sonntag" mit der Behauptung am Kiosk: "Eva Herman lobt Hitlers Familien-Politik", montiert mit Hitler-Bild und Mutterkreuz.
Wer nachlesen will, wie das inkriminierte Zitat genau lautet, findet den dazugehörenden Artikel jedoch nicht mehr bei der "BamS" im Netz! So kann auch niemand mehr rekonstruieren, wie Herman sich zur "Familienpolitik" der Nationalsozialisten geäußert haben soll. Lediglich ein wütender Kommentar ("Eva Braun?") und der Bericht über die stundenschnelle Reaktion des NDR, der sie am Sonntag feuerte, sind noch nachzulesen.
Die "BamS" verbreitet das angebliche Zitat lediglich alleinstehend wie folgt:
„Es war eine grausame Zeit, er war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist eben das, was gut war, das sind Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt – das wurde abgeschafft, es durfte nichts mehr stehen bleiben.“ (Quelle: „RTL-exclusiv“)

Als Quelle wird von BamS jedoch der TV-Sender RTL-exklusiv angegeben. Das Zitat soll einem Mitschnitt einer Buchpräsentation am Donnerstag abend in Berlin entstammen. Wie die „Bild am Sonntag“ auf Anfrage von "FOCUS Online" mitteilte, stammt das Zitat von einem Band, das bei RTL vorliege. Direkt bei dem Privatsender war am Sonntag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Und am heutigen Montag?
Nichts zu lesen, nichts veröffentlicht, selbst auf der RTL-Homepage, wo eine solche spannende Exklusiv-Nachricht samt Beleg doch eigentlich zu lesen sein müsste - nichts!
Sollte es etwa so sein, daß der Mitschnitt die Behauptung, Frau Herman habe die "Familienpolitik Hitlers" unterstützt, garnicht belegt?

Karrieren Prominenter

Bemerkenswertes dokumentiert der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe, in der er über den Prozess gegen die Anführer der linksextremen "RAF"-Terrorbande berichtet. Diese verhöhnten das Gericht systematisch:

Nach endlosem Vorgeplänkel wollte der Vorsitzende Prinzing am 26. Prozesstag mit der Vernehmung zur Person beginnen. Die Angeklagten weigerten sich mitzuspielen.

"Ich will gehen", sagte Ulrike Meinhof.

"Sie haben die Pflicht, als Angeklagte hierzubleiben."

"Ich lass mich doch nicht zwingen, du Arschloch!"

"Frau Meinhof, ich stelle fest, dass Sie mich eben mit Arschloch, mit ,du Arschloch' angesprochen haben."

"Nimmst du das vielleicht mal zur Kenntnis ..."

Nach geheimer Beratung mit seinen Kollegen erklärte Prinzing: "Die Angeklagte wird für den heutigen Verhandlungstag ausgeschlossen, weil sie den Vorsitzenden ,du Arschloch' genannt hat."

Besonders spannend aber ist zu lesen, wie sich die Verteidiger der Terroristen einließen, wie sie agitierten, hetzten und höhnten - und wer sie waren:

Es gab viele solcher Szenen, und sie trugen erbitterte und zugleich kabarettistische Züge. Zuweilen spielten die Wahlverteidiger mit. "Heil Prinzing!", rief Raspes Verteidiger Rupert von Plottnitz dem Vorsitzenden Richter zu. Später war er grüner Justizminister in Hessen.

Otto Schily, Wahlverteidiger von Gudrun Ensslin, stellte Vergleiche zwischen einem möglichen Bombenanschlag auf das Reichssicherheitshauptamt der SS und den Attentaten der RAF auf US-Einrichtungen in Deutschland an:

"Das sind die gleichen Bilder: das jüdische Kind im Ghetto, das mit erhobenen Händen auf SS-Leute zugeht, und die vietnamesischen Kinder, die schreiend, napalmverbrannt dem Fotografen entgegenlaufen nach den Flächenbombardements. Und um diese Frage geht die Beweisaufnahme: ob man solche Mordaktionen dulden oder verschweigen durfte oder ob es gerechtfertigt war, gegen die Mechanismen und gegen die Apparatur, mit der solche Mordaktionen durchgeführt wurden, vorzugehen."

Ist es nicht schön, daß man in diesem Land auch mit rechtsstaatsfeindlichen Haßparolen noch Jahre später Karriere machen kann - solange sie nur im Namen der Weltrevolution ausgespuckt werden?

Sonntag, 9. September 2007

Eine Ausmerzung

Innerhalb von Stunden fielen die Masken und die totalitären Fratzen der politisch korrekten Klasse kamen zum Vorschein. Eva Herman soll, so berichtet - als bisher einzige Quelle - eine Reporterin des "Hamburger Abendblatts" gesagt haben, im Dritten Reich sei "vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler". Dann habe sie hinzugefügt: "Aber einiges auch sehr gut, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter."
Nun wäre es möglich, die Betroffene dazu zu hören, zu recherchieren, was sie wann wie genau gesagt haben mag, gar wie genau derKontext lautete - aber all dies ist egal, eher störend, weil annähernd rechststaatlich. Aber das mediale Meinungsschaffott kennt kein Gehör und kein faires Verfahren, es geht um totale Vernichtung eines Menschen. Der NDR "feuert" Herman, die Meinungsfürher brüllen erschreckend eintönig "Hurra"...
Und es geht natürlich dabei nicht um dieses eine einzige Zitat, sondern um die Person und die Meinung Eva Hermans. Ihre linke "Kollegin" Thea Dorn schreibt es ja ganz unverblümt:

Viel interessanter erscheint mir die Frage, welcher Teufel die Verantwortlichen beim NDR geritten hat, die publizistisch-rhetorischen Umtriebe ihrer Talk- und Quizshow-Moderatorin so geduldig mitanzuschauen. Denn bereits Eva Hermans medial hochgejazzter Bestseller vom letzten Herbst, "Das Eva-Prinzip", hätte genug Anlass geboten, daran zu zweifeln, dass sich seine Autorin noch im ideellen Raum einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegt.

Der Pendo-Verlag, in dem das "Eva-Prinzip" erschienen ist, mag veröffentlichen, was er für veröffentlichenswert hält. Ein öffentlich-rechtlicher Sender wie der NDR sollte sich jedoch ernsthafte Sorgen machen, wenn eins seiner prominentesten "Gesichter" damit beginnt, solche Hasstiraden gegen den neuzeitlichen Individualismus anzustimmen, wie sie sich durch das gesamte "Eva-Prinzip" ziehen.

Genau darum geht es: Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und im gesamten Medienland darf niemand mehr sein, der sich dem "neuzeitlichen Individualismus" auch nur gedanklich entgegenstellt. Er ist die neue Doktrin, unantastbar, Staatsreligion beinahe.
Wer Familie, Mütterlichkeit, Partnerschaft anders ausformuliert als die Hohepriesterinnen der kalten Egomanie, wird ausgemerzt.
Die wahrlich deutsche Geschichte einer Ausmerzung.

Montag, 3. September 2007

MfS und Frauenquote

Rasant geschichtsbewusst schreibt die "taz"-Mitbegründerin Ute Scheub heute über den Einfluss der DDR-Staatssicherheit in den 70er und 80er Jahren in ihrem Blatt. Sie schreibt über die verstorbene Kollegin Brigitte Heinrich , die von 1982 bis 1987 für die Stasi spionierte (Deckname "Beate Schäfer"). Heinrich agierte seit den 70er Jahren im linksterroristischen Umfeld und arbeitete anschließend von 1981 bis 1984 bei der "taz" als Redakteurin:

"Ohne sie hätte es keine Frauenquote in der taz gegeben und ohne die taz-Quote keine bei den Grünen, keine bei der SPD, bei der CDU, vielleicht auch keine Kanzlerin Merkel …"

:-)

Sonntag, 2. September 2007

Linke Gewalt - einfach weggezaubert!

Hm... Was war denn da nur letzte Nacht in Kopenhagen los?

"Sie rissen Steine aus dem Pflaster, setzten Müllcontainer in Brand, schlugen Schaufensterscheiben ein: Genau ein halbes Jahr nach den schweren Krawallen im Kopenhagener Stadtteil Nörrebro haben sich erneut rund tausend Randalierer heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert." ... "Ein Brandsatz explodierte in einem Polizeiauto." ... "Am Samstag hatten teilweise vermummte Jugendlichen Fahrzeuge in Brand gesetzt und Brandsätze sowie Pflastersteine auf Polizisten geschleudert. Zudem wurde eine Schule verwüstet."

Und was erfahren wir vom für Berichterstattung über politische Gewalt doch achso führenden Referenzmedium "Spiegel online" dazu? Daß es "Jugendliche" waren, und daß da irgendwie wohl auch "40 Anhänger aus der Autonomen-Szene festgenommen" worden seien. Nur eines erfahren wir mit keinem Wort: Daß die Hauptstadt einer europäischen Demokratie über Stunden von Linksextremisten gezielt, geplant und international organisiert mit Gewalt überzogen wurde. Wir lesen auch nicht von einer "Hetzjagd auf Polizisten" und schon garnicht erfahren wir, ob vielleicht einige Linke schweigend oder gar böse Dinge rufend daneben gestanden haben (wie es es das ja in einem ostdeutschen Städtchen gegeben haben soll, was eine Welt-Nachricht wurde).

Denn: Linke Gewalt gibt es einfach nicht - zumindest nicht in manchen Medien...