Freitag, 23. Mai 2008

Wie Deutsche immer "krimineller" werden

Die aktuelle Kriminialstatistik weist eine Besonderheit auf, die Innenminister Schäuble so schön umschrieb. Er wies am Donnerstag darauf hin, dass die Zahl der deutschen Tatverdächtigen um 1,4 Prozent auf 1,8 Millionen zunahm, bei ausländischen Verdächtigen ging sie um 2,5 Prozent auf 490 000 zurück. Dies sei auch ein Erfolg verstärkter Integrationsbemühungen.
Dazu weiß die FAZ zu berichten, was kaum woanders natürlich zu lesen ist:

"Eine länderübergreifende Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz, die sich mit der Gewaltkriminalität junger Menschen befasst, forderte daher jüngst in ihrem Abschlussbericht, "die Tatverdächtigendaten um die Herkunftsfaktoren" zu erweitern - bislang werden diese nur in "deutsch" und "nicht-deutsch" unterteilt. Auch sollten mehr Angaben zu Tatort, Tatzeit und Tatwaffen gemacht werden. Gerade zur Gewaltkriminalität sind genaue Aussagen zu den Tatverdächtigen wichtig. Entscheidend ist das besonders bei der Jugendkriminalität, die oft langfristige Tendenzen der Kriminalitätsbelastung begründet; hier spielt die allgemeine Prävention bis hin zur Erziehung im weitesten Sinne eine wichtige Rolle. Daher ist es bedeutsam zu wissen, wo man ansetzen muss. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert schon seit längerer Zeit, in der Kriminalstatistik die Herkunftsländer der Straftäter zu erheben. "Je größer die Zahl der eingebürgerten Deutschen ist, umso größer wird die Zahl der kriminalstatistisch erfassten deutschen Tatverdächtigen", sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Rolf Jäger. Eine genaue Aussage, welche Kriminalität von in Deutschland geborenen deutschen Straftätern ausgehe, könne seit Jahren nicht mehr getroffen werden. "Jede Tat, die einem eingebürgerten Deutschen zugerechnet wird, wird damit der Gesamtgruppe der Deutschen zugerechnet." Die Folge sei, dass "hier geborene Deutsche in einem viel höheren Maße kriminalisiert werden, als sie kriminell sind". Um möglichst vergleichbare Daten zu erhalten, sollten demnach in Kriminalstatistiken und auch in Einwohnermelde- und Ausländerdateien differenzierte Informationen zu Herkunft und Staatsangehörigkeit abgebildet werden. Nur auf diese Weise sei es möglich, festzustellen, "ob Menschen aus anderen Herkunftsregionen in bestimmten Deliktsbereichen besonders auffällig sind". Überdies könne man dann auch Vorurteile der Bevölkerung aus dem Weg räumen, dass Ausländer für das Gros der Kriminalität verantwortlich seien."
(FAZ, 23. Mai 2008, S. 10)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Betreuungsgeld: "Wir vertrauen Eltern einfach"

"Wahlfreiheit und die Anerkennung häuslicher Betreuung und Erziehung sind in Finnland in einer Weise verwirklicht, wie wir uns das für Deutschland nur wünschen können." Das ist das Fazit des sozialpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Michael Panse, der mit dem Landtagsbildungsausschuss in Finnland war. Den Eltern werde Vertrauen entgegengebracht.

Panse hält es für "bemerkenswert", dass Finnland mit einem ausgebauten Betreuungsgeldsystem und vergleichsweise niedrigen Besuchsquoten in den Kindertagesstätten dennoch zu den Pisa-Siegern gehört. "An der These, dass nur durch den möglichst frühen Kita-Besuch Bildungs- und Lebenschancen gesichert werden, kann also offensichtlich etwas nicht stimmen", sagte Panse.

In Finnland erhalten in den ersten drei Lebensjahren Eltern ein Betreuungsgeld von mindestens 294,28 Euro monatlich, das durch Geschwisterboni und am Vorverdienst orientierten Zuschlägen steigerbar ist. Ein reduzierter Satz wird bis zur Einschulung mit sieben gezahlt. "Die Summen entsprechen etwa der kommunalen Fördersumme für einen Kita-Platz und werden nur an Eltern gezahlt, die auf häusliche Erziehung setzen", erläutert Panse. Im Bildungsministerium sei dies ausdrücklich als "Belohnung für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen", bezeichnet worden.

Die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Finnischen Reichstag, Raija Vahasalo (Sammlungspartei) habe erklärt, dass das Betreuungsgeld in der Grundausstattung vom Staat bezahlt werde. Es sei aber zu niedrig. Deshalb zahlten die Kommunen künftig eigene Zuschläge, um die häusliche Betreuung für Kinder unter sechs Jahren attraktiver zu machen. Die Ganztagsbetreuungsquote schwanke in Finnland zwischen 1,4 Prozent im 1. und 73 Prozent im 6. Lebensjahr. Die Vorschule im letzten Jahr vor der Einschulung nutzten 96 Prozent der Kinder.

Panse zufolge beeinträchtige das finnische Modell weder Kinder noch Mütter in ihren Entwicklungschancen. 47 Prozent der Berufstätigen seien Frauen. Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und erziehen, würden gesellschaftlich nicht diskreditiert. "Das wünsche ich mir auch für Deutschland. Der wichtigste Satz, den ich in Finnland gehört habe, lautet: Wir vertrauen unseren Eltern einfach", hob Panse hervor.

(Thüringische Landeszeitung, 18.5.2008)

Freitag, 9. Mai 2008

Antisemitismus? Es kommt eben drauf an...

Man stelle sich einmal vor, zwei Neonazis (31 und 27 jahre alt) griffen drei jüdische Schüler an, beleidigten sie, hetzten gar ihren Rottweiler auf sie. Was wäre dann wohl los in diesem Land?
1. Alle würden davon erfahren, weil über einen solchen besonders miesen, menschenverachtenden und anstisemitischen Übergriff jede deutsche Zeitung schreiben würde.
2. Die beiden würden in den Knast wandern - und wenn nicht, wäre die Empörung zu Recht groß.

Nun, es ist passiert, wenngleich mit einem kleinen Unterschied im Detail:
Drei Schüler der jüdischen Oberschule in Berlin wurden am 16. Januar von zwei Jugendlichen auf das Übelste beschimpft, mit Hunden bedroht. Ein Zeuge berichtete damals:

"Und als sie erstaunt nachgefragt hätten, was er eigentlich wolle, seien Worte wie "Judenschweine" und "Drecksjuden" gefallen. Im Rahmen des eskalierenden Streits sei ihm Stefan W. mit seinen beiden wild bellenden Hunden gefährlich nahe gekommen. "Er hat dabei auch noch "fass!' und "schnapp ihn!' gerufen. Daraufhin sei Ruslan G. in ein Bäckereigeschäft geflohen. Dass auch noch "Heil Hitler" gerufen worden sei, hatte der Schüler "nicht selber gehört. Aber ein Freund hat es mir erzählt.""

Aber falls die drei angegriffenen nun Genugtuung erhoffen sollten, haben sie Pech. Denn die Angreifer waren keine "Nazis", sondern obdachlose Jugendliche, dem Auftreten nach sogar eher (linke) Punks. Und so gab's für den einen Täter sieben Monate Bewährung, für den anderen Freispruch. "Das Gericht sah keinen rechten Hintergrund", schreibt die "Bild" eifrig, spricht verzweifelt von "Nazi-Punks" und merkt nicht, wie sie alles selbst entlarvt.
Dabei gibt es im Strafrecht die Kategorie "links" oder "rechts" nicht. Aber es gibt die Frage, wie die Öffentlichkeit auf solche Gewalt reagiert - und ob sie schweigt, wenn "die Falschen" zuschlagen...

Montag, 5. Mai 2008

Wundern sich nun 96 Prozent?

Bei ihrer Domptur der politischen Klasse ist die linke mediale Klasse einen großen Schritt weitergekommen: Heute hat Peter Krause, designierter Kulturminister von Thüringen, erklärt, er trete nicht zur Wahl an. In den letzten sieben Tagen war er einer massiven Kampagne ausgesetzt gewesen, weil er vor zehn Jahren einmal für vier Monate Redakteur der "Jungen Freiheit" war. Vor einigen Tagen zündeten mutmaßliche Linksextreme sein Privatauto an.
Was war ihm vorzuwerfen, im Land der "Freunde der Meinungsfreiheit" (siehe "Spiegel", Abb. rechts)?
Nichts.
Man fand keine "umstrittenen" Texte, keine Hetzparolen, vier Monate sind ja auch eine allzu kurze Zeit, nicht wahr... Noch nicht einmal die Zeitung selbst wurde als extremistisch oder radikal verfemt, sondern nur als "rechts" oder "rechtslastig".
Wie heuchelte doch die "Frankfurter Rudnschau" gekonnt:

"Eine kursorische Lektüre zeigt reichlich schwurbelige Gesinnungsaufsätze. Sie fallen in der Tat unter das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, das Krause für sichreklamiert. Ein Bewerbungsschreiben ausgerechnet für das Amt des Ministers, der für Universitäten und Schulen zuständig ist, sind sie aber nicht.

Und, immerhin gnädigst:

"Ein Berufsverbot, wie
Krause es als Journalist zu DDR-Zeiten erdulden musste, gehört nicht in eine Demokratie."

Und hier liegt der Kern des Skandals: Es genügt in diesem Land bereits, vor zehn Jahren einmal für vier Monate bei einer "rechten" Zeitung gearbeitet zu haben, damit man nicht Minister werden darf.
Wie gesagt - nur dann. Wenn man als Linker Polizisten verprügelt oder RAF-Terroristen verteidigt hat, dann ist das schon ok mit dem Ministeramt, gern auch im Bundeskabinett.

Schön, daß in der Union wieder keiner kapiert hat, um was es geht...
"Rechts von Heiner Geißler beginnt der Faschismus" - diese inoffizielle Lehre legt sich wie Mehltau übers Land.

Montag, 28. April 2008

Filz in Berlin

Wirklich Tolles weiß die "Berliner Zeitung" heute (jaaanz weit hinten im Lokalteil, S.22) aus dem Vergabeverfahren für die Kampagne des Berliner Senats "Be Berlin" zu berichten.
Demnach hat der Senat Jochen Pläcking als "Berater" dazu geholt, als es darum ging, über die Kampagne zu entscheiden.
Und dann ging es so:

"Pläcking, der auch an der Berliner Universität der Künste über Markenkonzepte lehrt, hatte laut Senatssprecher Richard Meng eine 'Vorsortierung' der eingereichten Bewerbungen vorgenommen; außerdem ist seine 'kleinundpläcking markenberatung GmbH' als Strategie-Berater an der Kampagnenentwicklung beteiligt. Pläcking ist allerdings auch Aufsichtsrat der Agentur 'Fünfwerken Design AG' aus Berlin, einem der späteren Sieger: Den Zuschlag fürs Gesamtkonzept erhielt die Berliner Agentur Embassy, die Ausschreibung fürs Kommunikationsdesign gewann die Fünfwerken Design AG."

Ähem, Moment mal: Es gewinnt eine Ausschreibung eine Agentur, deren Aufsichtsrat die Sortierung in der Ausschreibung vornimmt?
Das ist ja praktisch.

Sonntag, 27. April 2008

Wie die "FR" Leser wirbt...

Bemerkenswertes Geschichtsverständnis bei der linken "Frankfurter Rundschau". Wer Leser wirbt, erhält derzeit als Prämie den Nachdruck eines Plakats des "Sozialistischen Deutschen Studentenbundes" (SDS). Zur Erinnerung: das war mit der linksextremste Teil der '68er-Bewegung. Der SDS war anti-westlich, anti-demokratisch und anti-israelisch (und so links, daß sich die SPD schon Anfang der 60er Jahre von ihm distanziert hatte) - und er rannte allen Ernstes unter den Porträts von Marx, Engels und Lenin durch deutsche Städte (natürlich nur in der Bundesrepublik...)
Wieviele Menschen wohl im letzten Jahrhundert unter der blutroten Fahne mit den drei Gesichtern gefoltert, gequält, entmündigt und ermordet worden? heute ist diese Ikonographie etwa noch bei Ortsgruppen der DDR-seligen DKP zu finden.
Auf die Opfer der kommunistischen Diktaturen spuckt die "Frankfurter Rundschau" heute nochmals kräftig, indem sie die Täterbilder renoviert.

Samstag, 26. April 2008

BND, der "Spiegel" und die Bams

Einen netten Einblick in die "Recherche"-Kultur mancher Journalisten bietet der aktuelle "BND-Skandal". Im Kern geht es dabei darum, daß der BND 2006 die eMail-Korrespondenz des afgahnischen Wirtschaftsministeriums angezapft und dabei auch Mails einer deutschen Journalistin abgefangen und gespeichert hat - glasklar rechtswidrig. Und BND-Präsident Ernst Uhrlau hat es wohl nur seinem Herrschaftswissen (er war bis 2005 Geheimdienstkoordinator im rot-grünen Kanzleramt) und seinem SPD-Parteibuch zu verdanken, daß seine monatelange Vetruschung des Falls nicht ihn, sondern drei seiner Beamten den Job kostete.
Und nun regt sich der Spiegel in seinem neuesten Heft ganz heftig auf: "Nach Informationen des SPIEGEL" war die eMail-Überwachung "umfangreicher als bislang bekannt. Nicht nur das persönliche E-Mail-Konto von Handelsminister Farhang wurde ausgespäht - sondern auch das gesamte Computernetzwerk des Industrieministeriums."
Na, so eine neue Erkenntnis aber auch. Da haben die Spiegel-"Rechercheure" ganz sicher am Donnerstag Abend, 24.4., das "heute journal" geschaut, so etwa um 21.19h. Denn schon da erläuterte ZDF-Geheimdienstexperte Elmar Theveßen wortwörtlich:

"Minister Farhang ist zunächst natürlich einmal empört. Allerdings muss man klar sagen: Hier wurde nicht seine persönliche eMail-Adresse ausgespäht, sondern die seines Ministeriums. Das gehört nach dem BND-Gesetz tatsächlich sogar zum Auftrag eines Geheimdienstes."

(Und, schwupps, fertig war die Spiegel-Story...)
Nach unseren Informationen hatte das Ministerium eine eMail-Adresse mit diversen ungesicherten Unteraccounts, so daß alle Mails unterschiedlos erfasst wurden.

Und deshalb ist es so grunddumm, wenn die - wie immer ahnungslose - "BamS" nun hechelt:

"Affäre weitet sich aus - Bespitzelte BND auch afghanisches Ministerium?"

Ja - aber es war andersherum, Herr Strunz.

Integrierte Wörter

Zu wirklich bemerkenswerten Höhenflügen setzt die Multikultifraktion der deutschen Linken an, wenn es darum geht, dem Volk einen steigenden Ausländeranteil bzw. steigende Einbürgerung bei oftmals fehlender Integration schmackhaft zu machen. Da die Skepsis gegenüber der Migrationsideologie immer mehr steigt, wurde nun ein "Wort mit Migrationshintergrund" gesucht. Damit war natürlich nicht der Straßenslang aus Neukölln gemeint, sondern allen Ernstes Wörter, die im Laufe der letzten hunderte oder gar tausende von Jahren Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. Gewonne hat das aus dem Ungarischen eingewanderte "Tollpatsch", Platz zwei belegte die deutsch-tamilische Verbindung "Currywurst" und Nummer drei wurde der aus dem Griechischen entlehnte "Engel".
Hier sieht man schon die Verblendungsabsicht: Alle drei Wörter "mit Migrationshintergrund" haben nämlich genau das gemacht, was zu viele Einwanderer und Ausländer eben nicht machen: sich assimiliert und in die deutsche Sprache eingefügt. Genau dieser Zusammenhang wird verschwiegen.
Nicht alles, was ein Vergleich ist, muss eben hinken.

Wie's geht

Wie es in diesem Land um die Gedankenfreiheit Konservativer bestellt ist, macht gerade wieder einmal "Spiegel online" vor. "Rechtslastiger Redakteur soll Kulturminister werden", empört sich die Zeitgeistschleuder.
Hm. Oh je, was ist da nur passiert?
Peter Krause, CDU-Vorsitzender von Weimar, hat vor zehn Jahren maximal ein halbes Jahr für die "Junge Freiheit" als Redakteur gearbeitet.
Oh Schreck.
Klar, daß so einer nie wieder einen Job bekommen darf und im Politikbetrieb schon garnicht. "Rechtslastig", das ist ja fast so schlimm... wie linkslastig?
In einem Land, in dem ehemalige Terroristenanwälte (Schily, von Plottnitz) und Polizistenverprügler oder PLO-Solidaritätler (Fischer) Minister werden und Zöglinge der DDR-Journalistenkaderschule Leipzig Karriere machen dürfen (Illner u.a.) - nein, in einem solchen Land darf einer, der mal für sechs Monate in einem Blatt die falsche Meinung gehabt haben könnte natürlich nie, nie, nie wieder was werden.
Hoffentlich kapiert die Union, daß es hier erneut darum geht, ihre gesellschaftlichen Räume eng zu machen und Debatten zu verhindern - und Althaus bleibt stark.

Freitag, 18. April 2008

Zefirelli über die Kulturhegemonie der Linken

Während die deutschen Mainstream-Medien so tun, als hätten die italienischen Wähler nicht mehr alle Tassen im Schrank, weist der Regisseur Franco Zefirelli einfach mal auf einige Grundwahrheiten hin:

"Italien hat in diesen Tagen einen gewaltigen Schritt nach vorn getan. Wir waren, so dass man sich dafür schämen musste, hinter dem Rest der Welt zurückgeblieben. Dieses war das einzige Land, in dem es drei kleine Parteien mit Hammer und Sichel gab - dem Symbol der Sowjetunion und des alten Kommunismus. Die Mauer in Berlin ist gefallen, und in Italien träumten einige weiterhin vom alten Kommunismus. Dieser kleine Teil der Linken bestimmte das Handeln der Regierungen mit politischen Maximalforderungen. Ich erkenne an, dass Walter Veltroni mit dieser schrecklichen Maskerade Schluss gemacht hat. Er hat sie in einer mutigen Operation vollständig zerstört."

Und konfrontiert mit einem Zitat des Lieblinsgagitators der deutschen Linken, Antonio Gramsci ("kulturelle Hegemonie"), sagt Zefirelli:

"Dieses Schurkenstück! Das hat mit dem Apparat der Sowjetunion begonnen. Dann folgte in den 30er Jahren der spanische Bürgerkrieg. Leute wie Picasso, sagten, du bist nicht fortschrittlich, wenn du nicht Kommunist bist. In diesem Kulturkrieg mussten wir alle Kommunisten sein, wenn wir Karriere machen wollten. Ich bin ein Opfer dieser Anbiederung an das kommunistische Ideal von Gramsci gewesen. Sie können sich vorstellen, dass ich mit ihm nicht einverstanden bin. Gramsci sollte man vergessen. Von Gramsci ist dieses Laster ausgegangen, das darin besteht, jemanden nur dann wertzuschätzen, wenn er sich zur kulturellen Linken hin ausrichtet."

Mittwoch, 16. April 2008

Nazi Nannen, KZ-Insasse Löwenthal

Bemerkenswertes in der "Süddeutschen". Dort räumt der edel-linke Feuilletonist Willi Winkler eher beiläufig in einem großen Stück über Systemverstrickungen deutscher Journalisten mit einer alten Lebenslüge der westdeutschen Linken auf.
Er erinnert lakonisch daran, daß manche Ikone linksaufklärerischer Provenienz nicht immer so makellos glänzte - und zugleich mancher, der als "Rechter" verteufelt wurde, nur zu detailliert erlitten hatte, was etwa der Nationalsozialismus anrichtete:

"Während der junge Nannen 1943 beim Münchner Bruckmann-Verlag arbeitete und Briefe ordnungsgemäß mit "Heil Hitler!" versah, oder unter der Rezension einer nationalsozialistischen Kunstausstellung verstand, dass "der Führer aus unserer innersten Mitte gleichsam als Verdichtung unseres ganzen Volkes wunderhaft heraufgestiegen" sei, saßen (Gerhard) Löwenthal und sein Vater auf Wunsch eben dieses Führers im Konzentrationslager Sachsenhausen."

Eine späte, viel zu späte Entschuldigung an den langjährigen jüdischen Moderator des "ZDF-Magazins "Gerhard Löwenthal, der bis zuletzt von der Stasi und der westdeutschenLinken gemeinsam bekämpft wurde, nur weil er kein Linker war.
Aber Nannen, der Übervater des linken Leib- und Magen-Blattes "Stern", Chefpropagandist gegen Springer und Strauß, für DDR und Abtreibung, der war schon Klasse, nicht wahr?

Sonntag, 13. April 2008

Linke huldigen Massenmördern

Wie viele Menschen dürften wohl unter der Roten Fahne des Kommunismus ermordet worden sein? Zurückhaltend gehen wir mal von 60-80 Millionen aus. Wie viele Menschen hat Mao Tse Tung auf dem Gewissen? Gehen wir mal von mehreren Millionen aus.
Und was fällt der Linken heute ein, zum 40. Jahrestag des Anschlags auf Rudi Dutschke? Gaaaanz lustig zieht sie unter Roter Fahne und die Mao-"Bibel" zitierend vor das Springer-Hochhaus.
Ach, wenn es doch nur nicht so ärmlich, so geschichtsblind, so moralisch verkommen wäre - man könne sich mit ihnen ja sogar noch auseinandersetzen.
Aber so?
Na, vielleicht machen sächsischen Nazis ja bald noch mal eine kleine "lustige" SA-Schau zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung - vielleicht kapiert die Öffentlichkeit ja dann, wo Spaß aufhört und Diktaturverehrung beginnt.

Donnerstag, 10. April 2008

Linke immer gewalttätiger

Das Bundesinnenministerium hat im Jahr 2007 weniger rechtsextremistische Straftaten verzeichnet als im Jahr zuvor. Hingegen nahm die linke Gewalt stark zu. Bei den linksextremistischen Straftaten gab es einen deutlichen Zuwachs um 9,4 Prozent auf 5.866. Bei den Gewaltdelikten wurde eine Zunahme um 3,1 Prozent auf 1.247 registriert.

Nach einem Höchststand 2006 hat die Zahl rechtsextremistischer Straftaten im vergangenen Jahr wieder leicht abgenommen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Bundesinnenministeriums wurden 17.607 Fälle registriert und damit 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Gewalttaten ging sogar um 5,5 Prozent auf 1.054 zurück. Die Gesamtzahl der rechtsextremen Straftaten ist mit der Linksextremer nicht vergleichbarm, da für Rechtsextrenme eigene Propagandadelikte gelten, die für Linksextreme nicht bestehen. Vergleichbar ist insofern im Wesentlichen die Zahl der Gewalttaten.

Die Zahl der politisch motivierten Delikte von Ausländern blieb trotz eines Zuwachses um 30,5 Prozent mit 902 vergleichsweise niedrig. Insgesamt sank die Zahl politisch motivierter Straftaten 2007 damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 28.538. Die Gesamtzahl der Gewalttaten stieg dagegen erneut um 0,8 Prozent auf 2.541.

Trotz des Rückgangs im vergangenen Jahr wollte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht von einer Trendwende sprechen. Den starken Anstieg bei den linksextremistischen Straftaten auf den höchsten Stand seit 2001 führte der CDU-Politiker auf politische Großereignisse in Deutschland wie den G-8-Gipfel in Heiligendamm oder den ASEM-Gipfel in Hamburg zurück.

Und, wo haben wir das übliche Antifa-Bild verstörenden Fakten dieser Tage lesen können?

Wann beginnt nun der "Kampf aller Demokraten" auch gegen Linksextreme?

Mittwoch, 9. April 2008

"Weltgedächtnis" zensiert?

Eigenmtlich eine gute Idee: Wie geht Google mit kontroversen "bürgerlichen" Themen um? Und zwar nicht nur beim Indexieren und Auffindbar-Machen von Seiten, sondern auch bei der Vergabe sogenannter "adverts", also bezahlter Anzeigen, die präzise dem eingegebenen Suchbegriff entsprechen.
In Großbritannien ist jetzt der christlichen Organisation "The Christian Institute" von Google eine Pro-life-Anzeige versagt worden. Begründung seitens der Suchmaschine:

"Google policy does not permit the advertisement of websites that contain 'abortion and religion-related content'."

Das ist schon bemerkenswert: Werbung nahezu jeder Randgruppe, Perversität oder Marktnische ist auf Google zu finden - aber sobald es um Abtreibung oder Religion geht, schaut die schöne neue Internet-Welt flink weg. Zensur via Exklusion, sozusagen.
Spannend wäre es übrigens, mal zu prüfen, ob die Behauptung von "The Christian Institute" stimmt, daß Werbung der radikalen Abtreibungslobby-Gruppe Mary Stopes auf Google sehr wohl zu finden sei...

Samstag, 29. März 2008

Anti-Familien-Propaganda enttarnt

Mit unübersehbarer Wucht rollt derzeit erneut die "Kinder-brauchen-keine-Mütter-sondern- Krippen-damit-es-der-Wirtschaft-besser-geht"-Kampagne brutalstmöglich über unser Land hinweg. Jüngstes Beispiel: jene "Brigitte"-Studie, nach der sich junge Frauen eigentlich garnichts anderes mehr vorstellen können außer Karriere und Kohle - und dann, ja, vielleicht, auch noch Kinder, am besten aber alles gleichwertig und gleichzeitig.
Nett, daß derweil das Familien-Netzwerk (zwar verspätet, wie für konservative Organisationen üblich, aber immerhin) reagiert hat. Es bezeichnet die "Studie" des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Sozialforschungsinstituts Infas über Lebensvorstellungen junger Frauen als „Volksverdummung“. Im Auftrag der Zeitschrift „Brigitte“ waren über 1.000 Frauen zwischen 17 und 19 sowie zwischen 27 und 29 Jahren zu ihren Lebenszielen befragt worden.
Bei der Präsentation der Studie wurde besonders darauf abgehoben, dass sich Frauen finanzielle Unabhängigkeit noch stärker wünschten als einen festen Lebenspartner. Außerdem strebten sie Führungspositionen an und fordern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Nach Ansicht der Vorsitzenden des Familiennetzwerkes, der Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer (Hollern bei Stade), trägt die Untersuchung stark manipulative Züge. So hätten nur rund 23 Prozent der befragten Frauen überhaupt Kinder, lediglich acht Prozent mehr als ein Kind.
„Die Lebensrealität von Frauen mit Kindern, aber auch das Glück von Vollzeitmüttern ist in der Befragung ausgeblendet worden - und man kann sich auch denken, warum“, sagt sie. Eine vom Familiennetzwerk in Auftrag gegebene IPSOS-Umfrage vom vergangenen Jahr hat ergeben, dass 72 Prozent der Frauen in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes gerne vollzeitlich als Mütter arbeiten würden, wenn sie dafür finanziell entschädigt würden. „Die große Mehrheit der Befragten in der 'Brigitte'-Studie hat schlicht keine Ahnung, was es heißt, mit Kindern zu leben. Daraus ist ihnen auch kein Vorwurf zu machen - den Fragestellern allerdings schon“, ist die Ärztin überzeugt.
Das Familiennetzwerk weist darauf hin, dass laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums viele junge Frauen ihr Bild vom Muttersein und Familienleben aus den Seifenopern des Fernsehens bezögen. Dort komme die klassische Familie mit verheirateten Eltern mehrerer Kinder praktisch nicht mehr vor. Dafür würden die Alltagsprobleme berufstätiger Mütter eines Kleinkindes bagatellisiert.
Nach Ansicht Steuers ist es nicht akzeptabel, dass sich die Zeitschrift „Brigitte“ mit Umfragen dieser Art zum Propaganda-Instrument der Wirtschaft macht, die gut ausgebildete Frauen um jeden Preis so schnell wie möglich in den Erwerbsprozess zurückholen will, auch wenn sie dabei die seelische Gesundheit ihrer Kinder und von sich selbst gefährden.

Freitag, 28. März 2008

"Fitna" macht Islamismus konkret

Derzeit versuchen hiesige Medien verzweifelt, durch den Hinweis darauf, daß der Filmautor "Rechtspopulist" sei, das Interesse an dem Film "Fitna" zu zerstreuen. Den Gipfel schießt mal wieder "Spiegel online" ab, das in einem seitenlangen Stück gegen den Film agitieren lässt - und dem Leser vollends vorenthält, daß Geert Wilders Film den Terror eben nicht allein in Bildern, sondern in Koran-Suren und vor allem in Redemitschnitten islamistischer Prediger dokumentiert.
Sei's drum, die Zeiten der linksliberalen Lufthoheiten sind eh vorbei. Im Internet haben in den ersten drei Stunden drei Millionen Menschen auf den Film zugegriffen, jeder kann ihn nun selbst ansehen.
Vielleicht wird man dann - wie wir - das Urteil von Nils Minkmar teilen:

"Es ist schon eine ziemliche Packung, die dem Zuschauer zugemutet wird. Es ist ein direkter Sprung ins Gesicht all jener, die die Probleme leugnen oder auf die lange Bank schieben wollen. Es ist aber kein rassistischer oder blasphemischer Film. Viele moderate Muslime, die selbst die Opfer der Fanatiker sind, werden ihn mit ebensolchem Entsetzen sehen wie säkulare oder christliche Zuschauer. Nur Verdränger haben ein Problem damit, so einen Film zu zeigen.
Es ist kein ausgewogener Bericht, keine faire Dokumentation, aber auch kein Aufruf zum Hass, sondern der Entsetzensschrei eines Mannes, der von Al Qaida mit einem Todesurteil belegt wurde und seit Jahren in ständiger Furcht um sein Leben sein muss und - obwohl er nie zur Gewalt aufgerufen hat und nie gewalttätig war - rund um die Uhr von Leibwächtern beschützt wird.
„Fitna“ handelt eigentlich vom Hass, nicht von Religion, und nicht von Arabern oder Türken, sondern von Mördern und ihren Anhängern. Über die Frage, wie man ihnen das Handwerk legen könnte, wie die Hassprediger ausgegrenzt werden, sagt Fitna nichts aus. Aber er provoziert gerade die europäischen Muslime, die, wie auch der islamkritische Schriftsteller Leon de Winter jüngst im Spiegel schrieb, eine große Verantwortung tragen und eine große Chance darstellen, sich zu diesen allesamt nachprüfbaren und wahren skandalösen Äußerungen und Taten im Namen des Koran zu verhalten."

Der eigentliche Skandal wäre es aber, wenn unsere politically correct-geschwächte Gesellschaft in vorauseilendem Kotau vor den Ilsamisten diesen Film wegschweigen, wegzensieren würde.

Dann hätten die Migrationsideologen endgültig über den freien Westen gesiegt.

Samstag, 22. März 2008

Kulturkampf konkret

Laut aufjaulen werden die Vorkämpfer des links"liberalen" Milieus, wenn sich vom 30. April bis zum 4. Mai tausende junger, zumeist evangelischer, Christen zum "Christival" treffen. Die planen dort Unerhörtes: beten, Singen und nenenbei gesellschaftliche Fragen behandeln. So etwas darf natürlich nicht sein, also wird im Vorfeld fleißig gehetzt. Nachdem Grünen-MdB und Schwulenaktivist Volker Beck bereits eine Veranstaltung zum Thema Homosexualität erfolgreich weggebissen hat, bläst nun ein „Antisexistisches Bündnis“ zum Angriff auf das Christentreffen. Der Eröffnungsabend am 30. April kann möglicherweise nur unter Polizeischutz stattfinden. Gegenwärtig gebe es entsprechende Gespräche mit der Polizei, sagte Christival-Pressesprecher Stephan Volke (Marburg) gegenüber idea. Die Veranstalter befürchteten massive Störungen durch das „Antisexistische Bündnis“, das zu einer „Antisexistischen (Walpurgis) Demo“ zum Christival-Start aufruft. „Wir wollen Widerstand und Protest organisieren, weil dort in modernem Gewand (mit viel Popkultur) extrem konservative und rechte Weltbilder verbreitet werden, die gekennzeichnet sind von einer wortgetreuen Bibelinterpretation, Homophobie und Sexismus“, heißt es in einem Flugblatt des linksextremen Bündnisses.
Unterdessen hat sich die EKD vor das Christival gestellt. Der Präsident des Kirchenamtes, Hermann Barth (Hannover), schrieb an den Christival-Vorsitzenden, Roland Werner (Marburg): „Wir nehmen das Christival und dessen Vorsitzenden vor den ungerechtfertigten und masslosen Angriffen in Schutz.“ Die EKD teile zwar nicht „die sehr weit gehenden Vorstellungen der Seminaranbieter über die Therapiebedürftigkeit von Homosexualität und ihre Zugänglichkeit für Therapie“. Allerdings könne die EKD „die Verunglimpfung der Kreise“, die die Überzeugungen der Anbieter des Seminars teilten, nicht unwidersprochen lassen.
In der Kleinen Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen vom Januar würden diese Kreise pauschal als „religiöse Fundamentalisten“ hingestellt. „Eine solche Herabsetzung lässt sich in gar keiner Weise rechtfertigen“, so Barth. Die Besorgnis sei begründet, dass die „diffamierenden Angriffe auf das Seminarangebot das Christival insgesamt treffen sollten“. Das seit 1976 in Abständen von fünf bis sechs Jahren veranstaltete Christival erwartet in Bremen zwischen 15.000 und 20.000 Teilnehmer. Rund 13.000 haben sich bisher angemeldet.

Dienstag, 18. März 2008

Medienstrategie der Kommunisten konkret

Einen bemerkenswerten Einblick in die verlogene Medienstrategie der LINKEN/SED/PDS gewährt die frühere FDJ-Zeitung "junge welt". Dort erklärt Manfred Sohn, einer der beiden Fraktzionsvorsitzenden der Linkspartei im niedersächsischen Landtag, was bei der "panorama"-Interview seiner Gesinnungsfreundin Christel Wegner (DKP) schief gelaufen sein könnte. Wegner hatte aus ihrem Herzen keine Mördergrube gemacht und sehr offen über ihre Haltung zu MfS und DDR-Diktatur gesprochen ;-)
Sohn kritisiert nun Wegner in der Druckausgabe der "jungen welt" wie folgt:

"In dem Interview hätte sich die Abgedordnete wenigstens - wie es jeder von uns tut, wenn er vor bürgerliche Journalisten tritt - auf die im Wahlprogramm niedergelegten Aufgaben der Liste im Landtag konzentrieren können."
("junge welt", 10. März 2008, S. 11)

Ein bemerkenswertes Eingeständnis von "Zwiedenk", gepaart mit Manipulationsinteresse gegenüber der "bürgerlichen Presse" - die doof genug ist, das Gerede 1:1 abzubilden. Sohns Fehler, Einblick in diese Strategie zu geben, haben inzwischen wohl auch seine Freunde gemerkt. In der "jw"-online-Ausgabe, die gar die "Langfassung" des Textes dokumentiert, heißt es nur noch:

"Sie hätte sich konzentrieren können auf die im Wahlprogramm niedergelegten Aufgaben der Liste im Landtag. "

So funktioniert Geschichtsklitterung, auch wenn es nur um die letzte Woche geht. Das "Wahrheitsministerium" arbeitet rund um die Uhr...

Sonntag, 16. März 2008

Nichts Linkes in der DDR...

Fleißig und heftigst wird an den linken Geschichtslegenden weitergebastelt. Neueste Baustelle: Der real existierende Sozialismus war garnicht "links", war auch nicht "Sozialismus" - ein ganz wichtiger Schachzug, um die dutzende Millionen von Opfern aus der eigenen Hagiographie ausblenden zu können. Und so lesen wir in der "Süddeutsche Zeitung" vom14. März 2008:

"Genauer gesagt, gab es in der ehemaligen DDR überhaupt keine Linke und auch keine linke Traditionsbildung, weil solches gleichbedeutend mit Abweichlertum war - oder wie es der DDR-Flüchtling Rudi Dutschke einmal ausdrückte: 'Man konnte in der DDR alles sein, nur nicht links.'"

Dann war die DDR, ihre kommunistischen und sozialistischen MfSler, Grenzschützen, Mauermörder, Kinderumerzieher, Denunzianten, Prag '68-Besetzer, Schülerrückgratverbieger, Gefängniswärter und Systemschmarotzer wahrscheinlich eher... faschistisch? Dann hätte der Kampf gegen Rechts ja endlich einen neuen, überlagernden Sinn....

Freitag, 14. März 2008

Grüner kritisiert Inzest-Urteil

Der Grünen-Rechtsexperte Jerzy Montag hat das Inzest-Urteil des Bundesverfassungsgerichts kritisiert. Es sei eine vertane Chance, sagte er am Donnerstag dem Münchner Radiosender «Antenne Bayern». Das Strafrecht sei nicht zum Schutz von Moralvorstellungen da. Es sei außerdem absurd, eine Regel aus dem 19. Jahrhundert ins 21. zu übertragen, schließlich gebe es heute Möglichkeiten der Verhütung. Dennoch werde auch Geschlechtsverkehr bestraft, der nicht zu Kindern führe, kritisierte Montag. Die Argumentation der Verfassungsrichter laufe kreuz und quer durcheinander. Auch menschlich sei es nicht nicht nachvollziehbar, warum zwei erwachsene, sich liebende Menschen keinen Sex miteinander haben dürften, sagte der Grünen-Politiker. «Das Urteil überzeugt menschlich und rechtlich nicht», fügte er hinzu.

Donnerstag, 13. März 2008

Will Beck Rot-Rot im Bund?

Bemerkenswertes weiß die "Berliner Zeitung" aus der Fraktionssitzung der SPD im Bundestag zu berichten:

"Insgesamt habe sich der Eindruck sogar noch verstärkt, dass Beck trotz gegenteiliger Beteuerungen eine Kooperation mit der Linkspartei im Bundestag nach der Wahl 2009 nicht mehr ausschließt. Mehrere Abgeordnete sagten, Beck habe sich vor der Fraktion in diesem Punkt unklar ausgedrückt. Einerseits habe er von dem "strategischen Ziel" gesprochen, der SPD die Option einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei schaffen zu wollen. Andererseits habe Beck darauf verwiesen, dass er diese Möglichkeit nicht nutzen werde. Dennoch solle die SPD in den kommenden Monaten eine "Öffnung nach links diskutieren", zitierte ein Fraktionsmitglied den Parteichef. Dieser Satz habe sich nicht eindeutig nur auf mögliche Kooperationen zwischen SPD und Linkspartei in den Ländern bezogen.Für Irritationen sorgte Beck auch mit einer Entschuldigung bei Franz Müntefering. Er hätte auf dessen Rat hören sollen, sprach Beck den anwesenden Ex-Vizekanzler in der Sitzung direkt an. "Franz" habe mit seiner Position recht gehabt, allen Landesverbänden freie Hand im Umgang mit der Linken zu geben. "Meine Entscheidung war falsch", sagte Beck zu seiner anfänglichen Festlegung, jede Kooperation mit den Linken im Westen auszuschließen. Zahlreiche Teilnehmer der Sitzung werteten dieses Eingeständnis jedoch als Taktik. Beck versuche einen "Kronzeugen" für seinen Linksschwenk zu finden, hieß es. Dass er die Abbitte bei Müntefering ehrlich oder gar herzlich gemeint haben könnte, wurde allenthalben bezweifelt."

Dienstag, 11. März 2008

Nachrichten ohne Religion und Kirchen - und nun?

In den Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens ist der ohnehin geringe Anteil von Religion und Kirche noch weiter gesunken. Auf diese Themen entfiel im vorigen Jahr ein Prozent der Berichterstattung in der Tagesschau (ARD/20-Uhr-Ausgabe), der heute-Sendung (ZDF/19 Uhr), RTL aktuell (18.45 Uhr), SAT.1 News (18.30 Uhr) sowie Tagesthemen und heute-journal. Im Jahr 2006 waren es noch 1,2 Prozent. Das geht aus dem InfoMonitor 2007 hervor, den die Fachzeitschrift Media Perspektiven (Frankfurt am Main) jetzt veröffentlicht hat. Von den insgesamt knapp 738 Sendestunden dieser Nachrichtenprogramme widmeten sich etwas mehr als sieben Themen aus Religion und Kirche (2006: knapp neun Stunden). Den meisten Platz räumten ihnen nach wie vor die öffentlich-rechtlichen Anstalten ein. An der Spitze lag die Tagesschau mit einem Anteil von 1,6 Prozent, gefolgt von „heute“ mit 1,3, den Tagesthemen (1,1) und dem heute-journal (1). Mit Abstand folgten RTL-aktuell und SAT.1 News mit jeweils 0,4 Prozent.
Gemessen an der Bevölkerung Deutschlands von 82,5 Millionen Bürgern stellen die Kirchenmitglieder einen viel größeren Anteil, nämlich 64,3 Prozent.

Im vorigen Jahr schaffte es nur ein kirchliches Ereignis in einem Monat unter die ersten zehn Themen der Nachrichtensendungen: Weihnachten erreichte im Dezember Rang 2. Hier lagen in Umkehrung des allgemeinen Trends die Privatsender vorn. RTL aktuell widmete dem Fest 75 Minuten und SAT.1 News 54 Minuten; in beiden Programmen bedeutete das Rang 1. Danach folgten „heute“ mit 30 Minuten (Rang zwei), die Tagesthemen mit 25 Minuten (Rang 3), die Tagesschau mit 11 Minuten (Rang sechs) und das heute-journal mit 7 Minuten (Rang 14). Insgesamt widmeten die Hauptnachrichtensendungen des vergangenen Dezembers dem Thema Weihnachten 202 Minuten (drei Stunden, 22 Minuten). Aus der Statistik geht nicht hervor, wie weit die religiöse Bedeutung des Fests der Geburt Christi eine Rolle spielte.

Diese Zahlen dürften jene Bischöfe stärken, die sich seit langem aus der babylonischen Gefangenschaft der Kirchen im öffentlich-rechtlichen System befreien und einen eigenen Fernsehkanal gründen wollen. Denn mit dem Erpressungsargument der linkskatholischen Medienmacher, Kirchen kämen im öffentlich-rechtlichen (noch) weniger vor, wenn diese etwas eigenes machten, ist wohl angesichts der oben dokumentierten Zahlen niemand mehr zu schrecken.

Wenn auch nur zwei Prozent der 48 Millionen Christen einmal in der Woche im neuen Fernsehkanal zuschaut, bedeutet dies fast eine Million Zuschauer.

Wo sind die 3000 West-IMs geblieben?

Eine neue Studie eines der führenden Forscher der BStU, die am Donnerstag erscheint, dokumentiert, daß im Herbst 1989 in der Bundesrepublik Deutschland 3000 Inoffizielle Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit aktiv waren. 1999 glaubte man noch, von 1553 Bundesbürgern ausgehen zu können.
Nun sollte sich unser Land doch mal auf die Suche machen nach jenen, die für die kommunistische Weltrevolution Freunde, Bekannte, Kollegen und ihr Vaterland verraten haben. Wo man suchen muss, ist auch ziemlich eindeutig. IMs im Westen wurden ausdrücklich aufgrund ihrer "Überzeugung" gesucht und angeworben, also aufgrund ihrer Affinität zu den sozialistischen Ländern. In der Richtlinie 2/79 wird die "ideologische Anforderung" an Agenten im "Operationsgebiet" so umschrieben:

"Progressive politische Überzeugungen erfassen alle politischen Auffassungen und Haltungen, in denen prinzipiell oder teilweise die Politik, Institutionen oder Repräsentanten des jeweiligen kapitalistischen Staates abgelehnt werden. In dieser Ablehnung kann gleichzeitig eine prinzipielle oder teilweise Übereinstimmung mit der Politik der sozialistischen Staatengemeinschaft zum Ausdruck kommen. Progressive politische Überzeugungen reichen von festen weltanschaulichen marxistisch-leninistischen Positionen bis zu Positionen des bürgerlichen Humanismus und können auch Bestrebungen zur gesellschaftlichen Wiedergutmachung einschließen. Sie müssen ihrem Wesen nach antiimperialistisch sein. Die weitgehende Übereinstimmung von gesellschaftlichen und persönlichen Interessen ist für die Effektivität und Stabilität der Zusammenarbeit besonders wertvoll."

Ob man sich nicht vielleicht manchen Juso- Grünen - und Linken-Lebenslauf noch einmal genauer anschauen sollte?

Montag, 10. März 2008

"Marktprinzip aufheben"

Gute Idee des "Tagesspiegel", in diesen Tagen mal bei Franziska Drohse vorbeizuschauen. Wir erinnern uns: das ist jene Juso-Vorsitzende, die seelenruhig an prominenter Stelle bei de r linksextremen "Roten Hilfe" mitwerkelte - und somit biographisch schonmal vormachte, was wohl Zukunft der gsamten SPD sein dürfte. Und von eben dieser Frau Drohsel lesen wir nun ein erhellendes Interview, in dem es u.a. heißt:

"Wodurch würde sich eine Gesellschaft des „demokratischen Sozialismus“ von der heutigen unterscheiden?
Dem SPD-Grundsatzprogramm zufolge leben die Menschen im demokratischen Sozialismus in Freiheit, Gleichheit und Solidarität zusammen.
Und weiter?
Für uns Jusos ist im demokratischen Sozialismus das kapitalistische System nicht mehr das vorherrschende.
Die Marktwirtschaft in ihrer jetzigen Form würde abgeschafft?
Grundsätzlich würde das natürlich schon bedeuten, dass man das Marktprinzip als gesellschaftsstrukturierendes Element aufhebt.
Und dann?
Es wäre dann so, dass auch die Wirtschaft nach demokratischen Prinzipien geführt würde, also aufgrund von Mehrheitsentscheidungen. Das heißt ja nicht, dass es keine Konkurrenz um die besten Ideen geben kann.
Sie meinen das ganz ernst, oder?
Natürlich. Wir brauchen eine andere Ordnung. Und ich glaube, dass Gesellschaft anders organisiert werden kann. Dieses System ist von Menschen gemacht und kann auch von Menschen wieder geändert werden. Es ist nicht zwangsläufig so, dass man im Kapitalismus lebt. Dieser Kapitalismus produziert massive Ungerechtigkeit, er schafft Armut und Verelendung in Deutschland und weltweit. Deshalb brauchen wir eine Alternative."

Nun wollen wir mal nicht aufgeregt sein - Vertreter des "staatsmonopolistischen Kapitalismus" hab es in der SPD auch früher schon. Die werden dann drei Jahrzehnte später Bundeskanzler und praktizieren ihre Ideologie danach im Dienste lupenreiner demokratischer Staatsunternehmen.

Die Freunde der Freunde der SPD

Auf dem Gründungsparteitag der "Linken", dem neuen politischen Partner der SPD auf Länderebene, durfte Gregor Gysi am 16. Juni 2007 folgende Gastdelegationen, insgesamt Kommunisten und Extremisten aus aller Welt, begrüssen:

"Die Awami-Liga aus Bangladesh, die Une Autre Guche aus Belgien, die Belorussische Partei der Kommunisten, die Bewegung für den Sozialismus aus Bolivien, die Partei der Werktätigen Brasilien, die Kommunistische Partei von Brasilien, die Grüne Partei Bulgariens, die Kommunistische Partei Chiles, die Kommunistische Partei Chinas, die Rot-Grüne Einheitsliste Dänemarks, die Sozialistische Volkspartei Dänemarks, die Partei der Europäischen Linken mit weiteren Mitgliedern neben ihrem Vorsitzenden, der Linksbund aus Finnland, die Kommunistische Partei Finnlands, die Französische Kommunistische Partei, die Kommunistisch-Revolutionäre Liga Frankreichs, die Assoziation für eine soziale Republik aus Frankreich, die Sozialistische Partei Frankreichs, und die Ko-Direktorin von "Regards" aus Frankreichs, SYNASPISMOS aus Griechenland, die Kommunistische Partei Griechenlands, die Kommunistische Bewegung für Soziales und Ökologie aus Griechenland, die Kommunistische Partei Britanniens, die Gruppe für sozialistisches Handeln in der Labour-Partei, die Revolutionäre Einheit Guatemalas, die Kommunistische Partei Indiens, PAPERNAS, die Einheitspartei für die nationale Befreiung Indonesiens, die Tudeh-Partei aus Iran,,die Volksfedayan aus Iran, die Irakische Kommunistische Partei, Sinn Féin aus Irland, die Links-Grüne Allianz aus Island, die Kommunistische Partei Israels, die Meretz-Yachad aus Israel, Rifondazione Communista aus Italien, die Partei der Italienischen Kommunisten, den Gewerkschaftsbund Italiens, die Japanische Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei Kubas, die Libanesische Kommunistische Partei, Déi Lénk aus Luxemburg, die Partei der Demokratischen Revolution aus Mexiko, die Sozialistische Partei aus den Niederlanden, die Sozialistische Linkspartei aus Norwegen, die Kommunistische Partei Österreichs, die Palästinensische Volkspartei, die Polnische Sozialistische Partei, die Polnische Sozialdemokratie, die Sozialistische Jugend Polens, den Linksblock aus Portugal, die Kommunistische Partei Portugals, die Kommunistische Partei der Russischen Föderation, die Linkspartei aus Schweden, die Partei der Unabhängigkeit und Arbeit aus Senegal, die Kommunistische Partei der Slowakei, die Kommunistische Partei Spaniens, die Vereinte Linke aus Spanien, die Vereinte Alternative Linke aus Katalonien in Spanien, die Kommunistischer Partei Kataloniens, den Afrikanischen Nationalkongress aus Südafrika, die Südafrikanische Kommunistische Partei, die Syrische Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens aus der Tschechischen Republik, die Partei des Demokratischen Sozialismus aus der Tschechischen Republik, die DTP aus der Türkei, die Kommunistische Partei der Ukraine,,Frente Amplio aus Uruguay, Vertreter des Korrespondenzkomitees für Demokratie und Sozialismus aus den Vereinten Staaten von Amerika, die Kommunistische Partei Vietnams, Polisario aus Westsahara und AKEL aus Zypern."

Damit dürfte so ziemlich jedes kommunistisch-diktatorische System bzw. deren Protagonisten vertreten gewesen sein - nach unserer Zählung fehlte nur Nordkorea.

Papst-Mord "überlegenswert"?

Bemerkenswertes liest man im aktuellen Interview des Schauspielers Heiner Lauterbach in "TV today":

"Persönlich weiß ich, dass man kein Menschenleben gegen ein anderes abwägen darf. Doch wenn man nun bedenkt, dass er durch den Tod eines einzigen Menschen, dessen Dogmen recht fragwürdig sind, eventuell tausende andere Menschen retten kann, dann ist das schon überlegenswert."

Und ein solcher Mann zählt zu den offiziellen Unterstützern der CDU (etwa im Wahlkampf 2005).

Nachtrag 13.3., 11.10h:

Heiner Lauterbach hat eine Erklärung zu dem Vorfall veröffentlicht:

"In den oben genannten Zeitungen (TV-Today, Bild) werde ich in etwa zitiert, dass ich einen Anschlag auf den Papst für überlegenswert halte. Es ist traurig genug, dass ich hierzu überhaupt Stellung nehmen muss, aber ich tue es trotzdem. Ich halte einen Anschlag auf den Papst, wie auch auf jeden anderen Menschen auf der Welt für alles andere als überlegenswert. Ich bin selbst bei mehrfach verurteilten Massenmördern ein strikter Gegner der Todesstrafe und vertrete seit ich denken kann die These, dass kein Mensch auf der Welt das Recht hat, einem anderen das Leben zu nehmen. Wenn ich persönlich so absolut gegen die Kirche wäre, hätte ich kaum in ihr geheiratet und meine beiden jüngsten Kinder in ihr taufen lassen.

Meine Überlegungen zu diesem Thema bezogen sich ausschließlich auf die von mir dargestellte Figur des Rami Hamdan, dem der Interviewer Schießwütigkeit vorwerfen wollte. Um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern und damit auch die unseres Autors, habe ich verschiedene mögliche Beweggründe dieses Mannes in den Raum gestellt. Das dies absolut nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun hat, habe ich, mit dem auch abgedruckten Satz: „Persönlich weiß ich, dass man kein Menschenleben mit einem anderen abwägen darf", untermauert.
Leider musste ich während meiner Arbeit und auch Nachbearbeitung an diesem Film immer wieder feststellen, dass es Journalisten gibt, die nur darauf gelauert haben, dass ich mich in irgendeiner Form despektierlich über die Kirche äußern würde, um dann auf meine Kosten für Verkaufs fördernden Wirbel zu sorgen. Obwohl ich sehr darum bemüht war, dass zu vermeiden und den Glauben meiner Mitmenschen nicht zu verletzen, scheint es ihnen wieder einmal gelungen zu sein. Das tut mir leid und ich möchte mich, wenn ich mir auch keiner Schuld bewusst bin, entschuldigen, wenn ich in diesem Zusammenhang missverständlich wiedergegeben wurde."

Sonntag, 9. März 2008

Von der Freiheit einer Abgeordneten

Das entwürdigende Gezerre um die Haltung der freien und frei gewählten Abgeordneten Dagmar Metzger (SPD) geht in eine neue Runde: Auch ihr möglicher Nachrücker sagte jetzt der "FR", er habe "Bauchschmerzen" bei einer Wahl Ypsilantis als Ministerpräsidentin mit den Stimmen der Linksextremisten von der Linken.
Was nur zweierlei zeigt:
1. Es gibt viele Menschen mit Rückgrat in der SPD.
2. Leider schweigen davon zu viele - in der Landtagsfraktion wären sicher viele froh, wenn sie nicht der Parteiräson folgen müssten.
Wie heißt es doch in Artikel 95 der hessischen Landesverfassung:

"Kein Mitglied des hessischen oder eines anderen deutschen Landtags darf zu irgendeiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seiner Abgeordnetentätigkeit getanen Äußerungen gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden."

Kurt Beck wird diese von ihm allein zu verantwortende Krise so schnell nicht mehr los.

Freitag, 7. März 2008

Wie Ypsilantis Partner von der DDR bezahlt wurden

Ein klassisches Beispiel der Geschichtsklitterung durch die Linke ist derzeit in Hessen zu beobachten. Nicht nur, daß die SPD mit ihren einstigen Feinden und Verfolgern von KPDDKPSEDPDSLINKER ins Duldungsbett steigen will. Die DKPisten von einst, inzwischen geadelt zu Mehrheitsbeschaffern für sozialdemokratische Möchtegern-Ministerpräsidentinnen, strickt fleißig an ihrer Vergangenheit.
Nachdem Roland Koch den Kommunisten Willi van Ooyen, seit 1976 hessischer Landesgeschäftsführer und seit 1984 hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer der linksextremen "Deutschen Friedensunion" (DFU) und heute Linke-Fraktionschef in Wiesbaden, so treffend als "von der DDR bezahlten Politagenten in Westdeutschland" bezeichnet hat, fingert diese herrliche Legenden zutage:

"Ich war einer der Geschäftsführer der Deutschen Friedensunion. Meine Aufgabe war immer, Politik zu machen und Menschen zu mobilisieren, für Geldflüsse war ich nicht zuständig. Wir haben überall gesammelt und alles genommen, was uns angeboten wurde. Bei mir ist nie jemand mit Geld aus der DDR oder Moskau angekommen. Wir hatten aber regelmäßig alle zwei Jahre die Steuerfahndung im Haus, da hätte das auffallen müssen.
WELT ONLINE: Waren Sie ein DDR-Politagent?
Nein, das war ich nicht. Ich habe mich immer gegen Krieg und für soziale Gerechtigkeit eingesetzt, gegen Spitzel und Spitzelwesen und dafür, Mauern einzureißen. Natürlich gab es aber auch Kontakte in die DDR. Wir hatten viele Delegationen in der Bildungspolitik, ich fand vieles im DDR-Schulsystem ganz spannend – unabhängig von der ideologischen Position. Sicher gab es auch eine ideologische Nähe, es ging schon darum, wie man eine sozialistische Gesellschaft entwickeln kann. Es gab aber auch immer sehr kritische Positionen."

Nun, erhat offenbar vergessen, daß die DFU eine Nachfolgeorganisation der 1956 verbotenen Kommunistischen Partei war. Längst ist bekannt, dass der "Friedenskampf" Teil kommunistischer Bündnisstrategie war und etwa DFU, "Krefelder Initiative" und "Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit" (KOFAZ) laut SED- und Stasi-Akten materiell, personell und ideologisch eng mit der DDR und der Sowjetunion verknüpft waren. Und , oh Wunder: Kaum war die DDR weg, hatte auch van Ooyens DFU kein Geld mehr. Und neuere Forschungen dokumentieren:

"Im Parteiarchiv der SED fanden sich Unterlagen, nach denen die Deutsche Friedensunion (DFU), die die Unterschriftensammlung unter den "Krefelder Appell" organisiert hatte, von der DDR mit jährlich knapp fünf Millionen DM finanziert wurde."

Na, dann regiert mal schön!

Mittwoch, 5. März 2008

Türkische Propaganda zu "Ludwigshafen"

Nun, da eindeutig klar ist, daß der tragische Brand von Ludwigshafen nicht auf Brandstiftung zurücvkzuführen ist, dokumentiert "Die Welt" eine bemerkenswerte Reaktion in der türkischen Szene in Deutschland:

"Erstaunlicherweise hat es für viele Türken in Deutschland überhaupt keinen Unterschied gemacht, dass man in Ludwigshafen keinen Anhalt für eine fremdenfeindliche Tat gefunden hat. „Nach den Brandanschlägen muss es eine Neuausrichtung der Politik geben“, lautete der Titel einer Veranstaltung der Türkischen Gemeinde Deutschlands vor ein paar Tagen.

Seit Ludwigshafen habe es 17 Brände in Häusern gegeben, die von Türken bewohnt werden, sagte der Vorsitzende der TGD, Kenan Kolat. Diese Brände hätten zu großer Unruhe in der türkischen Community geführt. „Wir brauchen mehr Nestwärme“, erklärte der Politiker, dessen Organisation allerdings nur etwa 2000 Menschen vertreten soll. Bundesweit gibt es täglich etwa 500 Brände. Nur eines der 17 Feuer ging nachweislich auf Brandstiftung zurück."

Bliebe nur zu ergänzen, daß SPD-Mitglied Kolat seit Jahren gern gesehener "Dialogpartner" aller möglichen "Islamkonferenzen" und Interviewpartner der Medien ist.

Die SPD und der UNICEF-Skandal

Seltsame Verknüpfungen tun sich nun im UNICEF-Spendenskandal auf: Ganz offenbar agierte der Büroleiter von Heide Simonis, Matthias Beigel, unter UNICEF-Briefkopf. Dies berichtet der "Stern" in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Illustrierte erwähnt allerdings nicht ausdrücklich, daß Beigel nicht etwa Simonis' Büroleiter bei Unicef, sondern ihr persönlicher Büroleiter in Kiel ist. Beigel ist auch auf der offiziellen Homepage heide-simonis.de als Ansprechpartner genannt. Die Seite wird von der SPD Schleswig-Holstein betrieben, als Kontaktadresse ist die SPD-Landesgeschäftsstelle (Kleiner Kuhberg 28-30, 24103 Kiel) mit entsprechender Telefon-Durchwahl angegeben.
Ein SPD-Mitarbeiter weist UNICEF-Mitarbeiter an, andere UNICEF-Mitarbeiter auszuforschen?
Starke Geschichte.

Montag, 3. März 2008

Über die ostdeutsche Kunst des kommunikativen Beschweigens

Eine starke Analyse der Kommunikationsmechanismen auf dem Gebiet der früheren DDR, aufgehängt an den Reaktionen auf die Äußerungen von Ministerpräsident Böhmer zu Kindstötungen, hat heute WELT online veröffentlicht. Dort schreibt Alexander Wendt unter anderem:

"Der Komplex besteht aus drei Teilen: Den Kadern der PDS, den DDR-geschulten Redakteuren der einstigen SED-Bezirksblätter und der ostdeutschen Rundfunkanstalten, und den Lehrern. Er besteht aus denen, die die Wirklichkeitswahrnehmung definieren. Sie sind meist noch jung, Mitte vierzig, sie entstammen einem in der DDR politisch geformten Milieu, sie sprechen eine kodifizierte Sprache, die eine Erkennung untereinander leicht macht. Sie bilden die ostdeutsche Elite, die Zugang zu Rednerpulten besitzt, zu Computern der Zeitungen und zu Mikrofonen. Sie regieren überall mit – auch in den anderen Parteien in Ostdeutschland, die sich bei heiklen Debattten an diesem Komplex ausrichten wie zu seligen Zeiten der „Nationalen Front“.
Und vor allem beherrscht diese Elite die Kunst des kommunikativen Beschweigens, zementiert in Sprachregelungen und Sprachverboten, die niemand ohne exemplarische Bestrafung bricht. Und eine dieser Regelungen lautet: Die hohe Zahl der Kindermorde im Osten darf nichts, nichts, nichts mit der DDR zu tun haben. Nichts mit der Abtreibungspraxis, nichts mit der Säkularisierung, nichts mit dem Diskussionsverbot in der DDR (das ja offenbar bis heute fortwirkt). Genau so, wie der ostdeutsche Alltagshass gegen die winzige Gruppe von Ausländern nie, niemals, unter keinen Umständen aus der DDR herrühren darf. An beidem darf nur die Arbeitslosigkeit schuld sein, also der Kapitalismus, also der Westen."

Samstag, 1. März 2008

Wie man bei "Goethe" über die deutsche Sprache denkt...

Verwunderung löst die traditionell linksgewirkte Goethe-Präsidentin Jutta Limbach mit ihrer Forderung aus, Kinder sollten statt deutschsprachiger Fernsehsendungen besser fremdsprachige mit deutschen Untertiteln sehen. Limbach, die eigentlich nicht für die Förderung von Englisch im Inland, sondern für die Förderung von Deutsch im Ausland zuständig ist, sagte am 28. Februar der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Deutsche Untertitelungen fremdsprachiger und auch deutschsprachiger Kinder-Sendungen sind sinnvoll. Sehgewohnheiten ändern sich beständig. Das Fernsehen könnte aktiv daran mitwirken, indem es attraktive fremdsprachige Kinderfilme mit deutschen Untertiteln präsentiert.“
Zweifel an ihrer Befähigung als Präsidentin des Goethe-Instituts hatte Limbach bereits vor wenigen Tagen hervorgerufen, als sie gegenüber dem Deutschlandfunk forderte, jeder solle eine Zweitsprache „adoptieren“ und so intensiv lernen wie seine Muttersprache. Sie selbst sei
jedoch bereits zu alt dafür. Schon früher hatte Limbach mit ihrer Forderung „Englisch ist ein Muß!“ für Kopfschütteln gesorgt. Ob der Kurswechsel des aus Steuergeldern finanzierten Goethe-Instituts, weg von der Werbung für die deutsche Sprache, hin zur Werbung für Englisch und andere Sprachen, mit der Bundesregierung abgesprochen ist, erscheint zweifelhaft. Die "Deutsche Sprachwelt" fordert Klaus-Dieter Lehmann, der am 1. April als
Goethe-Präsident nachfolgt, auf, sich von den Äußerungen Limbachs zu distanzieren und das Goethe-Institut wieder auf seine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Das Goethe-Institut sei nicht die Außenstelle des „British Council“.

Sonntag, 24. Februar 2008

DDR tötete jedes dritte Ungeborene

Dass ausgerechnet die hunderttausendfache Kindstötung im Mutterleib ("Abtreibung") eine der linken "Errungenschaften" der "DDR" gewesen ist, mag meinen, wer sich die Zahlen anschaut:
1986 wurden in der "DDR" 85.725, 1987 82.682 und 1988 80.840 Ungeborene getötet. Zum Vergleich: In jenen Jahren wurden jährlich knapp unter 200.000 Kinder geboren. Das heißt: Etwa 30% der Schwangerschaften wurden in der DDR abgetrieben!
Und diesen bemerkenswerten Standard hält glücklicherweise das wiedervereinigte Deutschland nicht: Hier wurden "offiziell" in den vergangenen Jahren durchschnittlich etwa 125.000 ungeborene Kinder getötet, jedoch rund 650.000 geboren. Dies entspricht einer Rate von 16 Prozent.

DDR-Ideologie und Ungeborene

Endlich hat es ein Politiker mal gewagt, das kollektive Schweigen angesichts gehäufter Babymorde in Mitteldeutschland zu brechen.

Die ungleich höhere Zahl von Kindstötungen sei eine Folge des in der DDR seit 1972 erlaubten Schwangerschaftsabbruchs bis zur 12. Woche. „Die Frauen entschieden, ohne sich auch nur einmal erklären zu müssen“, sagte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, dem FOCUS. Diese Mentalität wirke bis heute nach. Die Kindstötung von Neugeborenen sei offenbar für manche Frauen „ein Mittel der Familienplanung“. Böhmer leitete früher als Gynäkologe die Entbindungsstation eines Krankenhauses. Der CDU-Politiker machte für die Häufung von Fällen und das Phänomen des Wegschauens jedoch auch die aus DDR-Zeiten übernommene „Fixierung auf den Staat“ verantwortlich, die zur Aufgabe von individueller Verantwortung geführt habe. Die Politik müsse sich mit mehr Kontrollen um chronische Verwahrlosung in Familien kümmern. Das Kabinett in Magdeburg werde im Frühjahr ein Kinderschutzgesetz verabschieden, das die Errichtung einer zentralen Früherkennungsstelle vorsieht.

Böhmer spricht etwas Zentrales an: Die kommunistische Diktatur bestand eben nicht nur aus Mauer, Stasi und Stacheldraht, sondern basierte auch auf einer menschenverachtenden Ideologie. Und insofern diese Ideologie die "Befreiung der Frau" propagierte, hatte sie große Berührungspunkte mit dem westdeutschen Feminismus der 70er - einig war man sich vor allem darin, daß ungeborene Kinder kein Lebensrecht haben und getötet werden dürften. Die "DDR" setzte jene Fristenlösung um, für die die westdeutsche Linke seit 1970 kämpft.
Deshalb tut ihnen die Innenansicht eines ostdeutschen Gynäkologen (also eines Menschen, der offenbar weiß, wovon er spricht) so weh.
Nun schauen wir uns mal die PC-Welle an, die über Herrn Böhmer herniedergehen wird. Und wie seine "Parteifreunde" von der CDU feige schweigen werden...

ARD lügt SPD-Krise klein

Was die SPD an der ihr nahestehenden ARD-aktuell-Redaktion ("tagesschau", "tagesthemen") hat, konnte man am Samstag abend beobachten. Dort hieß es in dem Aufmacher-Beitrag über die heftige, seit Tagen andauernde Debatte um eine Kooperation der SPD mit der SEDPDSLINKEN doch glatt:

"Durchweg schweigsam heute die SPD. Landauf, landab will kein Genosse das Verhältnis zur Linkspartei kommentieren."

Eine glatte Lüge zur Verschleierung des kaum noch verdeckten Aufstands weiter Parteiteile gegen Parteichef Kurt Beck (diese Lüge wird übrigens noch systematisch verschleiert durch den Titel, den der Beitrag in seiner online-Fassung von der ARD erhielt: "Weiterhin Streit in der SPD über Umgang mit der Linkspartei").
Genau darum ging es den ganzen Tag, und jeder Bürger konnte es selbst besser wissen:

So meldete die Nachrichtenagentur Reuters gegen 15.00h:

Konservative SPD-Politiker wie Vizeparteichef Peer Steinbrück reagierten alarmiert. Steinbrück warnte Beck vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. Auch nach der Wahl gelte, was Beck und Hessens SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti vor der Wahl gesagt hätten, sagte Steinbrück der "Bild am Sonntag": "Sie haben beide deutlich gemacht, dass sie auch nicht billigend in Kauf nehmen wollen, dass Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin gewählt wird. Die SPD darf und wird hier nicht ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen."

Und die "Rheinische Post" wusste bereits vormittags online zu berichten:

Dagegen warnte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises der SPD, Klaas Hübner, vor einer Wahl Ypsilantis mit Stimmen der Linken. "Ich gehe fest davon aus, dass das Wort gilt, das Andrea Ypsilanti selber und auch Kurt Beck immer gegeben haben: Die SPD wird keine wie auch immer geartete Kooperation mit den Linken eingehen", sagte Hübner.

Nichts davon in der "tagesschau", statt desssen die Behauptung des Gegenteils. Die ARD verfälscht in den Hauptnachrichten die Nachrichtenlage.

Freitag, 22. Februar 2008

Die Bischöfe und der Zeitgeist

Daß das nicht sehr interessierte Publikum derzeit einen massiven Richtungsstreit in der katholischen Kirche in Deutschland verpasst, wird von Tag zu Tag deutlicher. Nach dem Verlust der einseiutigen libertären Deutungshoheit über "das" 2. Vatikanum, nach dem kaum zu überhörenden Zähenknirschen nach der Wahl des im eigenen Land als persona non grata abgehandelten Joseph Ratzinger zum Papst und der weltweiten (Wieder-)entdeckung seiner Theologie und Rehabilitation seiner Kirchenpolitik, verteidigt das Milieu seine letzte Bastion. Es ist eine ihre Autorität längst nicht mehr wahrnehmende, den modischen Strömungen angepasste, weitgehend rückgratfreie und das Wort "Mission" als Affront auffassende Bischofskonferenz. Diese durfte geschwind einen Lehmann-Nachfolger wählen, der gleich zu Beginn seiner Amtszeit im ersten großen Interview einen Nebenkriegschauplatz beackerte, die Zölibatsfrage (von Erzbischof Zollitsch gibt es übrigens auch andere, sehr überzeugende Texte!).
bemerkenswert ist, daß nun der Sprecher eines Bischofs ganz offen über die Zusammenhänge spricht: Dirk Hermann Voß, der Öffentlichkeitsreferent vom Augsburger Bischof Walter Mixa, hat in der jüngsten Ausgabe der Katholischen Sonntagszeitung schwere Kritik an Kardinal Lehmann geübt wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Wörtlich sagte Voß:

"Die 'Ära Lehmann' war nicht selten durch Staatsnähe, Anlehnung an den Zeitgeist und eine stets spürbare Distanz zum römischen Zentrum der katholischen Kirche geprägt: Eine Position, die vielen in jüngster Zeit neu ernannten Bischöfen zunehmend nicht mehr zeitgemäß erscheint."

Der Rücktritt von Kardinal Lehmann ist Voß zufolge "nicht ohne taktisches Kalkül" so erfolgt, dass sein Gefolgsmann Zollitsch und nicht der neue Münchner Erzbischof Reinhard Marx von der Bischofskonferenz gewählt wurde.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Links-Block konkret

Es war am 18.Januar, als Roland Kochs hessische CDU dieses Plakat im Wahlkampf kleben ließ - und auf den einhelligen Aufschrei des linksliberalen Milieus und das "Bah Pfui!" der konservativen Angsthasen stieß.

Fünf Wochen später ist es genau so.

Samstag, 16. Februar 2008

SED/DKP: Dichtung und Klarheit

Herrliches Tohuwabohu beim linksextremistischen Medienliebling SED-PDS-LINKE: Eine ihrer Landtagsabgeordneten aus Niedersachsen, dem verfassungsfeindlichen DKP-Sumpf entstiegen, hat doch glatt offen ausgesprochen, was tausende Parteimitglieder bis 1989 entweder selbst praktiziert oder oder seit 1989 zumindest verdeckt ebenso gesehen haben:

"Der Bau der Mauer war in jedem Fall eine Maßnahme, um sozusagen zu verhindern, dass weiterhin Westdeutsche in die DDR konnten."

Und über den Staatssicherheitsdienst:

"Ich denke (...), wenn man eine neue Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muss, dass andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen wieder aufweichen."

Niedlich die Aufregung der enttarnten Linksextremisten. Und Gregor Gysi hat eine ganz originelle Erklärung parat:

"Ich sage Ihnen aber noch was, das werden Sie sich vielleicht nicht trauen zu veröffentlichen." (...) Ich bin wirklich kein Verfolgungstheoretiker. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine DKP-Politikerin einfach so dumm ist, kurz vor der Hamburg-Wahl ein solches Fernseh-Interview zu geben, wohl wissend, dass sie uns damit schaden wird. Das heißt, sie wollte uns schaden. Und das sieht doch sehr komisch und eher nach Verfassungsschutz aus."

Vielleicht waren ja SED und DDR überhaupt nur eine Erfindung des Verfassungsschutzes, um die segensreiche Geschichte des Kommunismus zu diskreditieren?

Linksreaktionärer Rollback unter Zollitsch?

Wer die Krise des verfassten Katholizismus in Deutschland erfassen will, durfte heute neue Erfahrungen einsammeln. Der neu gewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, signalisiert die konsequente Fortführung des Kurses der verdunstenden "Lehmann-Kirche". Bisher sind zwar nur spärliche Vorab-Zeilen aus dem Spiegel-Interview vom Montag erhältlich. Aber allein diese zeigen schon, wohin die Reise geht: Wenige Tage nach seinem Amtsantritt fällt Zollitsch nichts Besseres ein, als die Ehelosigkeit von priestern als "theologisch nicht notwendig" zu bezeichnen.
Wichtig ist, was man von ihm (bisher zumindest) nichts liest: Über Evangelisierung, über Mission, das Verhältnis zur säkularisierten Gesellschaft. Dumpf reiht er sich ein in den Zeitgeist- und Zentralkomitee-Mahlstrom abgelegter Äußerungen. In diesem Kontext ist auch Zollitschs Äußerung zu lesen:

"Es ist sicher so, dass ich nun, da ich mit Lehmann sehr gut verbunden bin und auch den Dienst kenne, sicher der Mann bin, der für die Kontinuität steht, um das weiterzuführen, was Kardinal Lehmann in diesen 20 Jahren aufgebaut hat. Wir sind theologisch uns sehr nahe. Uns beiden ist das große Anliegen gemeinsam, das, was im Zweiten Vatikanischen Konzil unserer Kirche aufgebrochen ist, das auch weiterzuführen und immer mehr Gestalt werden zu lassen."


Es könnte sein, daß diese Wahl, getragen von den eher linkskatholischen Weihbischöfen, der Lebenskraft der Kirche in Deutschland über Jahre hinaus einen schweren Schlag versetzt. Und wenn sie dann so breit und hoch von Politik und Gesellschaft gelobt wird, wie die Ära Lehmann, dann wissen wir: das juste milieu dankt es ihr, daß sie ihm nicht gefährlich werden kann oder will.

Mittwoch, 13. Februar 2008

EXKLUSIV: Was Erdogan wirklich sagte

Alle reden von Erdogans Rede in der Kölner Sportarena - aber zumeist nur über den einen Satz, den er zur "Assimilation" sagte.
Wir haben eine Übersetzung der Mitschrift besorgt - und wollen unseren Lesern doch andere, bemerkenswerte Passagen dieser Rede nicht vorenthalten:

Zum Brandunglück in Ludwigshafen sagte der türkische Ministerpräsident:

"Wir haben auch zum Ausdruck gebracht, dass wir diese Sache weiterhin verfolgen werden. Unser Wunsch ist der Folgende: Nicht nur unsere Staatsbürger hier, sondern auch unsere Staatsbürger in der Türkei, die diese Entwicklung aus nächster Nähe verfolgen, mögen Ruhe finden. Doch glaube ich, dass auch die deutsche Regierung und das deutsche Volk ebenso beunruhigt sind. Die Aufklärung ist auch erforderlich, damit auch sie Ruhe finden können. Möge Gott geben, dass solche bitteren Bilder die letzten gewesen sind. Möge Gott geben, dass wir nicht noch einmal solchen Schmerz erdulden müssen."

Die vollständige Passage über Integration und Assimilation lautet:

"Sie haben nunmehr seit 47 Jahren mit Ihrer Arbeit, mit Ihrem Bemühen dazu beigetragen, dass Deutschland vorankommt, dass Deutschland in Europa und in der Welt zu einem mächtigen Land wird. Sie haben hier einerseits gearbeitet, andererseits aber haben Sie sich bemüht, Ihre Identität, Ihre Kultur, Ihre Traditionen zu bewahren. Ihre Augen und Ihre Ohren waren immer auf die Türkei gerichtet. Die Tatsache, dass Sie seit 47 Jahren Ihre Sprache, Ihren Glauben, Ihre Werte, Ihre Kultur bewahrt haben, vor allem aber, dass Sie sich gegenseitig stets unterstützt haben, diese Tatsache liegt jenseits aller Anerkennung. Ich verstehe die Sensibilität, die Sie gegenüber Assimilation zeigen, sehr gut. Niemand kann von Ihnen erwarten, Assimilation zu tolerieren. Niemand kann von Ihnen erwarten, dass Sie sich einer Assimilation unterwerfen. Denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Sie sollten sich dessen bewusst sein."

Und dann rief er die in Deutschland lebenden Türken dazu auf, im Interesse der Türkei politisch zu agieren:

"Warum sollten wir nicht in Deutschland, in den Niederlanden, in Belgien, in den anderen Ländern Europas auch Bürgermeister haben? Warum sollten wir keine Vetreter und Gruppen in den politischen Parteien haben? Warum sollten wir in dem deutschen Parlament, in dem EU Parlament nicht noch mehr Vertreter haben? Warum sollten unsere Ansichten bei der Formulierung der Sozialpolitik der Länder, in denen wir leben, nicht zur Kenntnis genommen werden? Schauen Sie sich die amerikanischen Wahlen an. Achten Sie darauf, wie die Menschen aus unterschiedlichen Ländern im Prozeß der Wahlen und nach den Wahlen bei der Formulierung der Politik Einfluß ausüben. (...) Manche Gemeinschaften sind in der Lage, auch wenn sie nur aus einer Handvoll Menschen bestehen, basierend auf Ihrem intensiv betriebenen Lobbyismus, die Politik eines jeden Landes, in dem sie sich befinden, zu beeinflussen. Sie können Druck ausüben, um Beschlüsse der Parlamente in den jeweiligen Ländern zu erwirken. Warum sollten wir nicht Lobbyismus betreiben, um unsere Interessen zu schützen?"

Frau Integrationsministerin, übernehmen Sie!

Montag, 11. Februar 2008

Borromäus verjagt Ferkel

Heute hat der Borromäusverein auf die massive Berichterstattung über seine Medienempfehlung für das und Vertrieb des atheistischen Kinderbuches im Netz reagiert. Als wir soeben angesichts massiver Berichterstattung auf kath.net noch einmal flink bei "borro.de" vorbeisurften, hatte sich dort einiges geändert. Dort ist nun auf der Einstiegsseite eine "Borromäus-Rezension" zu lesen, verbunden mit dem Hinweis: "

"Das Bilderbuch "Wo bitte geht´s zu Gott?" ist eine schlecht gemachte Verunglimpfung der drei monotheistischen Religionen. Mehr zu diesem bei uns nicht lieferbaren Buch in unserer ausführlichen Buchbesprechung."

Und die ist dann hier zu lesen - und eindeutig und klar ablehnend.

Wobei es exakterweise, wenn wir den screenshot von Sonntag (siehe Bild) ernst nehmen, doch eigentlich heißen müsste "...bei uns nicht mehr lieferbaren und erst heute rezensierten und bis heute als Medienempfehlung präsentierten Buch", oder?

Sonntag, 10. Februar 2008

Erdogan erklärt "Verbrechen"

Nur wenige Medien melden die zentrale Passage der Rede des türksichen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln:

"Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit",

sagte er dembnnach vor etwa 16.000 überwiegend türkischen Zuhörern, die aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden angereist waren.

"Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren."

Es sei zwar wichtig, Deutsch zu lernen, aber die türkische Sprache dürfe darüber nicht vernachlässigt werden. Die Türken stünden in Europa vor der Herausforderung, ihre Identität und ihre Kultur zu bewahren.
Unklar ließ Erdogan, wer das "Verbrechen" der Assimilierung an wem eigentlich verübt. Die Deutschen an den assimilierten Türken? Die jungen, assimilierten Türkinnen an ihren alten Eltern? Oder all jene Türlen, die sich der deutschen Umgebungskultur angleichen wollen?
Ist seine Mahnung vor dem "verbrechen Assimilation" nicht eher ein Aufruf zur Desintegration?
Egal, von unseren zuständigen Integrationsbeauftragten und -experten wird dies sicher wieder alles beredt beschwiegen werden.

Samstag, 9. Februar 2008

Borromäusverein empfiehlt und verkauft atheistisches Kinderbuch

Eine der zentralen Fragen der verfassten Lehmann'schen katholischen Staatskirche in Deutschland lautet: Wie doof müssen Katholiken eigentlich sein, um ihre eigene Abschaffung jubelnd zu befördern?
Der von 15 Diözesen getragene katholische Borromäusverein, "seit 1845" damit befasst,"gute Medien auszuwählen, kirchlichen Einrichtungen zu liefern und für deren Mitarbeiter/innen Bildungsangebote durchzuführen", hat dieser Tage eine neue Liste mit "Medienempfehlungen" veröffentlicht. Und darauf ist allen Ernstes das seit Oktober 2007 erhältliche Religionshasser- Kinderbuch "Wo bitte gehts zu Gott?, fragte das kleine Ferkel " von den aktiven Atheisten und Kirchenfeinden Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke aufgeführt. Hinter dem Buch, in dem die drei monotheistischen Religionen wüst beschimpft und u.a. Katholiken wegen ihres Eucharistieverständnisses als Menschenfresser dargestellt werden, steht übrigens die kämpferisch-atheistische Giordano-Bruno-Stiftung, deren Vorstand Autor Schmidt-Salomon auch ist.
Die "Medienempfehlung" durch den Borromäusverein ist aus mehreren Gründen skandalös:

- Das Buch ist seit Oktober 2007 auf dem Markt - bis heute aber haben die hauptberuflichen "katholischen" Bücherbegutachter keine Stellungnahme zu dem Band verfasst. Vielmehr bezeichnen sie es nur müde als ...

"als "Dawkins für Kinder" angepriesen, vom Bundesfamilienministerium scharf kritisiert und als jugendgefährdend eingestuft, die Wellen schlagen hoch um das Bilderbuch".

Und versprechen nur lapidar:

"Eine Borromäus-Rezension folgt in Kürze."

- Wieso wird ein solches Buch ins katholische Milieu hineinkommuniziert, ohne es zumindest kritisch zu kommentieren?
- Wieso verkauft der Borromäusverein das Buch auch noch übers Internet?
Die Aufgabenteilung zwischen linkslaikalem katholischen Milieu und kämpferischen Atheisten ist frappierend. Wie lange es wohl dauert, bis Bischöfe hier einschreiten oder wenigstens mündige katholische Laien sich wehren?


Wirkliche Diskriminierung

Zur Entscheidung des SWR, angesichts des Brandunglücks in Ludwigshafen den Tatort „Schatten der Angst“ abzusetzen, schreibt der Medienjournalist Hajo Schumacher:

"Die Entschlossenheit, mit der sich Justiz und Regierung der Türkei jegliche Einmischung im Fall Marco verbaten, mit der nun türkische Sonderermittler zum Brandhaus nach Ludwigshafen entsandt wurden, dieses unabhängige Selbstbewusstsein dürfen auch ARD und Beck an den Tag legen und konstatieren: Die Brandopfer und der Tatort haben nichts miteinander zu tun und deswegen senden wir. Wirkliche Diskriminierung ist es, die Opfer, den Krimi, den Ehrenmord, Fakten und Fiktion
zusammenzurühren und daraus eine angstgetriebene politische Überkorrektheit zu zelebrieren."
(in: "V.i.S.d.P." 8/2008)

Eva Herman siegt gegen dpa und ZDF

Nun wird es spannend für die Kampagnenhetzer und Faktenverdreher in den Medien. Am Freitag abend wurde bekannt, daß Eva Herman einen wichtigen Sieg gegen die Nachrichtenagentur dpa errungen hat. Diese - im wesentlichen von rot-grünen Redakteuren und ihren Zeitgeistknechten dominiert - darf in ihrer Berichterstattung künftig nicht mehr behaupten, Herman habe in der Talkshow Johannes B. Kerner am 9. Oktober 2007 gesagt, „wenn man nicht über Familienwerte der Nazis reden dürfe, könne man auch nicht über die Autobahnen sprechen, die damals gebaut wurden“, teilte Herman mit.
Vor dem Kölner Landgericht erkannte die marktführende Agentur einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung an.
Aus Sicht des Kölner Landgerichts habe dpa eine verkürzte Darstellung verbreitet, die Herman nicht akzeptieren müsse. Während der Show war Herman von Moderator Kerner vor die Tür gesetzt worden.
Das ZDF hat sich nach einer Abmahnung von Hermans Anwälten verpflichtet, einen Teil des Jahresrückblicks 2007, in denen Herman ebenfalls verkürzte und den Sinn verändernde Aussagen zugeschrieben werden, nicht mehr zu verbreiten oder verbreiten zu lassen. Nach dem Sieg der Fernsehmoderatorin gegen die größte deutsche Nachrichtenagentur könnten bald weitere Medien zur Rechenschaft gezogen werden. Herman: „Es wurde Zeit, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Das war erst der Anfang. Nun geht es weiter.“

Und nun dürfen wir mal wetten, wie breit und wie fair und wie umfangreich diese Korrekturen Monate später in welchen Medien und wo nachzulesen sind.

Auf dem Rückzug

Der Kampf um unsere kulturelle, politische und religiöse Identität ist in die nächste Phase eingetreten. Innerhalb weniger Tage darf der fassungslose Bürger zur Kenntnis nehmen, daß...

- ... der Primas der anglikanischen Staatskirche Elemente der Scharia als geltendes britisches Recht befördert. Auch wenn es sich dabei ausdrücklich nicht um strafrechtliche Aspekte handeln soll - wieso sollen Muslime nicht unter allen Aspekten dem hiesigen Recht unterliegen? Aber eine "Kirche", die längst ihr Amts- und Sukzessionsverständnis aufgegeben hat und als Anhängsel einer libertären "Zivilgesellschaft" vorsich hin workshoppelt, kann wohl nicht anders. Mal gespannt, wann der erste Toleranzbeauftragte hierzulande das Thema aufgreift. Daß "Allah nicht ins Grundgesetz" passt, haben bisher nur wenige gewagt zu formulieren.

- ... ein tragischer Hausbrand nicht nur in der türkischen Öffentlichkeit zum Pogrom umgedeutet wird, sondern offizielle Stellen meinen, der Polizei Einäugigkeit untertsellen zu müssen bis hin zu der rückgratfreien Reaktion deutscher Dienststellen, türkische Ermittler mit hinzuzuziehen - also der Präventiv-Kotau vor einer denkbaren Unterstellung.

- ...der türkische Ministerpräisdent Erdogan seine Kolonisierungspolitik hierzulande fröhlich fortsetzen darf und sich nicht scheut, angesichts der Toten von Ludwigshafen allen Ernstes den Auf- und Ausbau türkscihsprachiger Schulen zu fordern. Das ist nur konsequent, bezahlt sein Religionsministerium doch schon seit Jahren über die staatseigene DITIB und ihre türkischen Imame hunderte türkischer Moscheen, die allesamt dafür sorgen, daß türkische Immigranten niemals in unserem Land ankommen. Dafür wird DITIB unsererseits damit belohnt, daß sie in alle nur denkbaren "Integrationsräte" und -Gremien gehievt werden - und stolz mit den obersten Spitzen der eigentlich doch deutschen Mehrheitsbevölkerung ihre Kolonisierung besprechen dürfen.

Wie schreibt Henrik Broder doch so treffend:

"Der Vorschlag des Erzbischofs von Canterbury zeugt nicht nur von einer ungeheuerlichen Naivität, er zeigt auch, wie weit die Idee der präventiven Kapitulation vor einem unlösbaren Problem vorangekommen ist. Da ein Teil der Migranten nicht willens oder nicht in der Lage ist, die Regeln der Gesellschaft anzunehmen, soll die Gesellschaft die Regeln der Migranten übernehmen. So kann 'Integration' auch definiert werden - als ein Auftrag an die Mehrheit, sich der Minderheit anzupassen."

Montag, 4. Februar 2008

Seltsames bei KPMG und Unicef

Lassen wir mal beiseite, wie und in welchem Ausmaß die Zeit ihres Lebens maßlos überschätzte SPD-Funktionärin Heide Simonis bei Unicef Deutschland alles richtig gemacht hat. Nehmen wir nur mal ein Detail aus der gerade erneut hochkochenden Unicef-Affäre (über die im Übrigen außer der Frankfurter Rundschau bis vor wenigen Tagen nahezu kein Medium berichten wollte!).
So zitiert "Spiegel online" aus dem KPMG.Prüfbericht (der hier auch in Auszügen veröffentlicht ist):

"Umbau der Bundesgeschäftsstelle von Unicef in Köln: (...) Auch hätten die von Garlichs zur Verfügung gestellten Unterlagen zu seinem Privathaus "keine Hinweise auf eine Vorteilsnahme" ergeben."

Seltsam, daß KPMG von "Vorteilsnahme" spricht. Dieses Wort gibt es nicht, es ist die klassische - falsche - Verballhornung der "Vorteilsannahme" (§ 331 StGB). Journalisten verbiegen dieses Wort immer wieder gern zur "Vorteilsnahme", hört sich ja auch toll und wichtig an.
Aber KPMG-Prüfer wissen genau, wie der Straftatbestand exakt heißt. Da gibt es nur drei Möglichkeiten:

1. KPMG-Prüfer haben keine Ahnung von einem der wichtigsten Korruptionsparagraphen Deutschlands. Wovon dann?
2. KPMG testiert das Nicht-Vorhandensein eines "strafbaren" Sachverhalts, den das Gesetz nicht kennt. Warum?
3. KPMG hat den Text nicht selbst geschrieben bzw. sich von externen Formulierungen leiten lassen. Von wem?

Sollte man da nicht mal nachschauen?

SPD will Geld von Eltern verfüttern

Daß die Sozialdemokraten ihren Kampf um die Lufthoheit über den Kinderbetten (Olaf scholz) noch längst nicht aufgegeben haben, zeigt ihr jüngster Versuchsballon: Die SPD erwägt eine Kürzung der steuerlichen Kinderfreibeträge und will stattdessen mehr Geld etwa in Schulspeisungen stecken. Der Chef der zuständigen SPD-Arbeitsgruppe, der niedersächsische Fraktionsvorsitzende Wolfgang Jüttner, sagte der «Financial Times Deutschland»:

«Wir lassen prüfen, ob es verfassungsrechtlich möglich ist, die Freibeträge für Betreuungsleistungen zu modifizieren.»

Die SPD wolle einen Rechtsexperten mit der Prüfung beauftragen. Die Kinderfreibeträge seien nicht mehr zeitgemäß, da die Eltern durch den Ausbau der Kinderbetreuung die Eltern weniger beansprucht würden, sagte Jüttner. Vom Kinderfreibetrag profitieren eher Besserverdienende. Ab einem bestimmten Einkommen begünstigt er mehr als das Kindergeld.
Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, sagte der gleichen Zeitung, eine Kindergelderhöhung sei Politik mit der Gießkanne. In der Regierungskoalition plädiert derzeit Familienministerin Ursula von der Leyen für eine Erhöhung des Kindergeldes, trifft damit auf den Widerstand von Finanzminister Peer Steinbrück.
Nur mal als rechtliche Info:
Der steuerliche Kinderfreibetrag und das monatliche Kindergeld sind gesetzlich eng miteinander verbunden. Wie bei Erwachsenen derjenige Einkommensteil, der ihrem Existenzminimum entspricht, nicht besteuert werden darf und durch den Grundfreibetrag steuerfrei gestellt wird, muss elterliches Einkommen auch in der Höhe des Mindestbedarfs eines Kindes steuerfrei gestellt werden. Dazu gibt es den steuerlichen Kinderfreibetrag, dessen Höhe von zurzeit 5.808 Euro jährlich dem Mindestbedarf eines Kindes an Unterhalt, Erziehung, Betreuung und Ausbildung entspricht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag, Carl-Ludwig Thiele, sagte, die Kürzung der steuerlichen Kinderfreibeträge sei für die Politik nicht disponibel. «Das Bundesverfassungsgericht hat unmissverständlich klargestellt, dass jeder Bürger ein Anrecht darauf hat, das Existenzminimum für sich und seine Kinder aus unversteuertem Einkommen bestreiten zu können. Das ist keine Wohltat des Staates, sondern ein Verfassungsanspruch der Bürger.»