Montag, 14. Juli 2008

Ökodiktatur kostet richtig Geld

Die Verdummung des ökowahnsinnigen Volkes geht weiter, auch wenn sie in den letzten Monaten angesichts explodierender Eenrgiepreise ein wenig ins Stocken geraten ist. Der zentrale Trick, der ja nur bei uns Deutschen funktioniert, geht so: Weltklima "in Gefahr" (wer sagt das eigentlich?), kann "nur" durch Maßnahme A oder B oder C "gerettet" werden (wer sagt das eigentlich?), A, B oder C kosten aber leider zig Milliarden (wer zahlt das eigentlich?) - also knallen wir Ökosteuern, Windkraftsubventionierungen, Abgaschecks, Energiepässe, all den ganzen staatsinterventionistischen rot-grünen Weltverbesserungsmüll auf die Schultern der privaten Haushalte.
DER ÖKO-STAAT WIRDS SCHON RICHTEN...
Und dann lesen wir plötzlich das hier:

"Die Klimaschutz-Maßnahmen von Bundesregierung und EU-Kommission werden den Strompreis in Deutschland in den kommenden Jahren noch einmal drastisch in die Höhe treiben. Allein die Kosten für den Emissionshandel werden ab dem Jahre 2012 auf mindestens neun Mrd. Euro pro Jahr steigen. Laut einer Studie von RWE Power müssen die Privat-Haushalte ab 2013 Mehrausgaben von rund 500 Euro jährlich verkraften."

Wieso darf sowas denn noch gedruckt werden? Könnte man das nicht als umweltfeindliches Publikationsverhalten brandmarken, Papier rationieren, den Journalisten mal zum "Gespräch" bitten...?
Seien wir sicher: Kommt alles noch!

Um dann nur noch solche ökofaschistischen Artikelchen zu veröffentlichen wie diesen, unter der Überschrift: "Wie eisbärfreundlich wohnen Sie?" - eine moderne Abart des "Kauft nicht bei...!"

Mal was Anderes zum Gelöbnis

Zum Verständnis der garnicht so skurillen Posse um das Bundeswehrgelöbnis vor dem Reichstagsgebäude bättern wir mal flink in unserem Gedächtnis:

,,Wer öffentliche Gelöbnisse veranstaltet, muss sich selbst über Rechtsradikale und Neonazis in der Armee und in der Gesellschaft nicht wundern."

(Jürgen Trittin, 1998)

Mit einer solchen öffentlichen Erklärung konnte man immerhin drei Monate später noch Bundesminister unter Gerhard Schröder werden. Es ist eben der strukturelle Mangel an Skandalisierungsfähigkeit, der die Bürgerlichen den Linken die Freiräume lässt.

Samstag, 12. Juli 2008

Auf leisen Sohlen...

Der britischen "Times" entnehmen wir, daß der multikulturelle Irrsinn in Großbritannien neue Dimensionen erreicht: Dort bekommen jetzt Drogenspürhunde Socken angezogen, falls sie in Gebäuden von Muslimen eingesetzt werden - um deren religiöse Gefühle zu schützen, Hunde sollen im Islam als unrein gelten.
Wann schließt also die letzte Schnitzelbude in Neukölln, weil derem Speisekarte die Gefühle der täglich daran vorbeilaufenden...?

"Die wirklichen Probleme haben keine Lösung, sondern Geschichte."
(Nicolas Gomez Dávila)

Wie Familien ausgebeutet werden

Richtig gut entwickelt sich das Familiennetzwerk. Heute haben die ein sensationalles Tool online gestellt, den "Familiengeldrechner".
Dort kann jeder ausrechnen, wie es um seine Familie finanziell stehen würde, würden Familienleistungen fair berechnet und die verfassungsmäß0gen Vorgaben erfüllt.
Man sollte diesen Rechner möglichst vielen Politikern zur Verfügung stellen!

Freitag, 11. Juli 2008

Wie man zum "jugendlichen Heißsporn" wird...

Berlins linksgestrickter Innensenator Ehrhart Körting ist sich ganz sicher, daß es so ein richtig großes PKK-Gewalt-Problem in Deutschland bzw. in Berlin (wo immerhin 1000 PKK-Sympatisanten aktiv sind, bundesweit sind es 11.500) nicht gibt. Hören wir doch mal in sein heutiges Interview im Deutschlandfunk hinein:

"...es hat einzelne Vorgänge gegeben. Es hat auch hier in Berlin vor einigen Jahren kurdische Jugendliche gegeben, die eine Reihe von Autoreifen auf die Straße gerollt und aus Protest angezündet haben. Aber Bilder von wirklich gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Körperverletzung, mit ernsthaften Bedrohungen befürchte ich im Moment nicht."

Nee, schon klar.

"Diejenigen, die hier in Deutschland leben, auch diejenigen, die eine gewisse Sympathie für Forderungen der PKK haben, die Gewalttätigkeiten doch ganz, ganz überwiegend ablehnen. Es handelt sich bei uns, wenn wir heute irgendwelche Aktivitäten haben, eher um jugendliche Heißsporne - und zwar um eine überschaubare Zahl jugendlicher Heißsporne - und nicht um die große Menge. Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die hier leben, sich eingerichtet haben und nicht diesen Status, den sie hier haben, verlieren wollen."

Nonchalant verdunkelt er hier die Brutalität gerade der "Jugendbrigaden" der PKK. So könnte er sich etwa daran erinnern, daß das Landgericht Ulm im September 2007 vier PKK-Sympatisanten wegen versuchten siebenfachen Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung zu Haft zwischen sieben Jahren und vier Jahren und drei Monaten verurteilte. Drei der Angeklagten wurden nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Man stelle sich einmal vor, irgendwo in Deutschland würden einige Dutzend Rechtsextremer Autoreifen anzünden, Straßen blockieren, Polizisten angehen, Brände legen und Morde versuchen - und ein Innenminister würde sie als "Heißsporne" (also in etwa Draufgänger, Hansdampf oder Haudegen)verniedlichen.

Er wäre - völlig zu recht - sein Amt innerhalb weniger Stunden los.

Rechte Gegenöffentlichkeit

Den Erfolg des konservativen Radio-Anchorman Rush Limbaugh analysiert Matthias Rüb treffend:

"Warum sind die konservativen Radio-Talker in den Vereinigten Staaten - Limbaugh ist seit fast zwanzig Jahren auf Sendung - so erfolgreich, während das linke Talk-Radio „Air America“ kläglich scheiterte und 2006 nach zweieinhalb Jahren Konkurs anmelden musste? Wichtigster Grund dürfte das Bewusstsein der loyalen Zuhörerschaft von Limbaugh, Sean Hannity, Martin Savage, Glenn Beck und anderer konservativer Radio-Talker sein, dass ihre Sichtweise in den Mainstream-Medien im Rundfunk und Fernsehen nicht vorkommt oder unterrepräsentiert ist.Auf den knisternden Mittelwellesendern haben sie ein Refugium gefunden, wo sie nicht mit der üblichen Herablassung der linken Leitmedien traktiert werden, die ihre patriotischeren Landsleute der unteren Einkommensklassen als „white trash“ betrachten. "
(FAZ, 11. Juli 2008)

Dienstag, 8. Juli 2008

Zweifelhafte Armuts-Statistik

Präzise und abschließend schreibt P. Plickert in der FAZ zum Modethema "Armut":

"In der zuweilen hysterisch geführten Armutsdebatte wird mit fragwürdigen Studien und Statistiken gearbeitet. Nicht nur, dass die Daten veraltet sind. Schon die Methode der Armutsmessung ist zweifelhaft.
Was soll man nun von der jüngsten Studie über die Europäische Union halten, die dasselbe Armutsrisiko von 19 Prozent für Rumänien wie für Großbritannien behauptet? Noch schlechter steht es angeblich in Italien und in Spanien, wo jeweils 20 Prozent der Bevölkerung „armutsgefährdet“ sind, in Bulgarien hingegen nur 14 Prozent. Warum wandern dann so viele Rumänen und Bulgaren nach England oder Spanien, wenn sie dort ebenso viel oder gar mehr Armut erwartet?
Im Elfenbeinturm der Statistiker interessieren solche Fragen nicht. Da wird stur mit Durchschnitten und „relativer Armut“ gerechnet. Wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens hat, der gilt als armutsgefährdet. Es geht nicht um die absolute Höhe der Einkommen, sondern um die Verteilung.
So betrachtet hätte die DDR, in der fast alle gleich arm waren, mit einer niedrigen Armenquote glänzen können. Umgekehrt gilt: Dynamische Marktwirtschaften produzieren zwar mehr Ungleichheit, aber auch mehr Chancen."

Montag, 7. Juli 2008

Bundesversammlung überflüssig !?

Die für den 23. Mai 2009 angesetzte Bundesversammlung, in der der Bundespräsident gewählt werden soll, ist ganz offenbar überflüssig. Denn SPD-Kandidatin gesine Schwan weiß schon zehn Monate vorher, wer in Schloß Bellevue einzieht - nämlich sie!
Im Deutschlandfunk sprach sie mehrfach von sich selbst als "zukünftiger Bundespräsidentin" - eine unglaubliche Anmaßung, eigentlich rational kaum zu erklären.
Genauso wenig wie das dröhnende Schweigen der deutschen Medien dazu...

Sonntag, 6. Juli 2008

"Toleranz gegenüber Sharia ja, Respekt nein"

"There are some aspects of sharia, or Muslim practice, or whatever combination of the two is in operation – such as making girls wear veils or have less value as witnesses, to say nothing about the sharia attitude to apostasy – which I do not respect at all. But while it does not disrupt any British customs and traditions, I think it should be tolerated.

One of the greatest things about this country is its dedication to tolerance, personally, socially and above all in law. Tolerance, however, is not the same as respect. Owing to this great and unusual tradition of tolerance, contracts in this country can be made under the rules of gypsy bonfire jumping, or wiccan incantations or the secret covenants of the ferret fancy, and that is and should be tolerated within the law. But respected?

I feel that this constant demand for respect makes a great many people privately very resentful. Why should respect be extracted from us, for any and every religion, or any and every culture? It amounts to a statutory requirement of hypocrisy.

Besides, we know that from respect it is only a short step to encouragement, to inclusion, accommodation and adaptation – to unwanted change from within. We’ve seen this happening in various ways; to give just one instance, some Muslim men with multiple wives under sharia are being paid welfare benefits for all of them, as wives, in accordance with specific guidelines from the Department for Work and Pensions, even though polygamy is against the law in this country.

What’s astonishing is the way that so many useful idiots in the mainstream culture are so quick to make unnecessary and often unwanted accommodations – allowances that most Muslims would not want or expect – to what they falsely imagine are Muslim sensibilities, as with dropping Nativity plays and children’s stories about pigs."

Minnette Marin, Times online

Montag, 30. Juni 2008

Europas Schuld an Mugabes Überleben

"Europas postkoloniale Schuldkomplexe verschafften den Machtapparaten der unabhängigen Staaten Afrikas und ihnen Führern einen nahezu unbegrenzten moralischen Kredit. Diesen moralischen Kredit weigert sich Europa zu kündigen. Kritik an den afrikanischen Freiheitshelden von ANC, Zanu-PF, Swapo oder Frelimo ist politisch nicht korrekt. Diese komfortable Lage nutzen sie regelmäßig, um ihren Genossen Robert Mugabe gegen Kritik von außen abzuschirmen. Schlüsselfigur bei der Unterstützung Mugabes im Kampf gegen das eigene Volk ist Thabo Mbeki. Mugabe ist finanziell und energieseitig existenziell auf Südafrika angewiesen. Mbeki könnte die Krise Simbabwes binnen Wochen beenden. Stattdessen hält er den Westen seit Jahren mit einer Beschwichtigungstaktik hin, die er "stille Diplomatie" nennt: Während er dem Westen glauben macht, er wolle Mugabe und die Opposition zu einer Verständigung über die Zukunft des Landes bewegen, organisiert er den Widerstand der afrikanischen Führer gegen jeden Versuch der Weltgemeinschaft, die Simbabwe-Krise überhaupt zu thematisieren."
Arnold Vaatz, in: "Die Welt", 28. Juni 2008

Freitag, 27. Juni 2008

SPD randaliert wegen Rudeln

Nee, ist schon klar - am derzeitigen Erscheinungsbild der SPD und ihres Vorsitzenden sind " die Medien" schuld. So dröhnt es nun aus einigen, sehr wenigen - ja, ganu - Medien. Gerne hören wir Wolfgang Thierse zu, der eine bemerkenswerte Sicht der Dinge kundtut. Er spricht vom "'Rudeljournalismus'", "unter Anführung parteiischer Medien, die mit der SPD nichts, jedenfalls keine Sympathie verbindet".
Das wäre einen Gedanken wert: Wie sehen denn eigentlich die für Thierse idealen Medien aus, die mit der SPD "etwas verbindet"? Gehören die ihr dann (teilweise), wie etwa die "Frankfurter Rundschau"?
Das hilft auch nichts - selbst die ätzt heute:
"Die zweite Reihe hat den wichtigsten Gegner der SPD entdeckt: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und Fraktionsvize Ludwig Stiegler schimpfen auf die Medien. Die Nummer Eins nähert sich derweil der wichtigsten Wahrheit: Kurt Beck wird nicht Kanzlerkandidat."

Montag, 23. Juni 2008

Bevölkerungsaustausch in Berlin

Hey, das liest sich ja super, was der "Tagesspiegel" da, ungetrübt von jeglicher redaktioneller Recherche, verbreitet: "Geburtenüberschuss in Berlin im Jahr 2007". Seltsam nur, daß man nicht erfährt, wer da wen geboren hat und wer da verstorben ist...
Schauen wir doch mal auf die Zahlen der letzten Jahre:
1991 lebten 3.433.695 Menschen in Berlin, 2005 waren es 3.387.828, Ende 2007, so die letzte Meldung, 3.416.300. Im Klartext: es sind kaum mehr geworden, eher gleich viele geblieben.
Nicht gleich geblieben ist jedoch der Ausländeranteil in der Stadt:
1991 lebten in Berlin 315.578, im Jahr 2005 454.545 und Ende 2007 477.000 Ausländer in der Stadt. Die Zahl ist also in 17 Jahren um rund 62.000 Personen gestiegen, ein Anstieg um fast 20% Prozent. Und dies, obwohl bereits tausende Ausländer nach rot-grün forcierter Einbürgerung aus der Statistik verschwanden und nun - statistisch nicht mehr wahrnehmbar- als "Deutsche mit Migrationshintergrund" hier leben.
Der Anteil der Ausländer an der Berliner Bevölkerung beträgt demnach übrigens bei rund 14 Prozent. Der nun gefeierte "Überschuss an Geburten" dürfte ebenso überproportional von ihnen kommen wie der massive Wegzug von 114950 Menschen eher aus der finanzstarken Mittelklasse stammen dürfte, die das Umland bevölkern.

Sonntag, 22. Juni 2008

ARD zensiert sich selbst

Ok, ok - daß die fett gebührengefütterte linke ARD-Tagesthemen so wenig von Deutschland verstehen, daß sie Tom Buhrow eine falsche "Nationalfalgge" unterjubeln, mag einen kaum noch wundern. Aber daß die Meinungsmacher aus Hamburg ganz, ganz geschwind ihre eigene tolle, niegelnagelneue "Mediathek" dahingehend blankputzen, daß die inkriminierte Zwischenmoderation mit dem falschen Insert komplett herausgeschnitten wird - daß hat schon "Wahrheitsministeriums"-Qualität.
Ob jetzt die tollen, superkritischen "Rechercheure" um Thomas Leif zur Hochform auflaufen dürfen?

Freitag, 20. Juni 2008

Zur "Familienministerin"

"Nie zuvor in der Bundesrepublik war Familienpolitik so ökonomistisch, so sozialtechnokratisch wie in der Ära von der Leyen. Statt in Wirtschaft und Bevölkerung mehr Verständnis für Familien einzuwerben, will von der Leyen Familien nur effizienter machen. Kein Vorgänger hat der Normalfamilie - die schon mit zwei Kindern und eineinhalb Jobs oft an die Grenze der Belastbarkeit stößt - ständig ein solches Gefühl der Minderwertigkeit vermittelt."
Dorothea Siems, "Die Welt", 19. Juni 2008

Montag, 16. Juni 2008

68er Geschichtsverdreher und ihre Opfer

Kalt und böse wickelt die 68er-Garde die Opfer ihrer geistigen Diktatur ab - heute zu besichtigen in der "Süddeutschen Zeitung", in der ein Porträt über Gesine Schwan zu lesen ist. Schwan und ihr damaliger Ehemann widersetzten sich 1968ff. dem linken Wahn an der Freien Universität - und dürfen nun folgendes lesen:

Elmar Altvater wird bald 80 Jahre alt, aber er erinnert sich noch gut an die Zeit, als das Dozentenpaar Schwan am Otto-Suhr-Institut in eine Schlacht gerät. "Alexander Schwan war ein ziemlich harter Brocken”, sagt er. "Er war gezeichnet durch die Studentenrevolte.” Altvater gehört in den Siebzigern zur "Sozialistischen Assistentenzelle” und lehrt marxistische Theorie. Alexander Schwan, ein sozialdemokratischer Reformer, lehnt die Marx-Gläubigkeit und die Radikalität der APO ab – und geht in die CDU.

Studenten beschimpfen ihn jetzt als "Konterrevolutionär”, einmal stürmen sie ein Seminar, werfen Tomaten und drohen, ihn aus dem Fenster zu werfen. Das treibt diesen ohnehin "vergnatzten Menschen” endgültig in den Grabenkrieg, erzählt Peter Grottian, der auch zu den linken Professoren gehört. "Und sie saß mit ihm im Schützengraben.”

Ja, ja, so war das nach lesart der 68er-Epigonen: Da hat doch dieser dumme Schwan die verbale und körperliche Gewalt einfach nicht verarbeitet und wurde dann ein wenig seltsam im Kopf.
Es ist einfach nur widerlich.

Freitag, 13. Juni 2008

Auf der Qualitätsinsel

Soeben, 17.30h, ist im ZDF in der Sendung "hallo deutschland" ein Report über die Hausfrau Nicole K. zu sehen, die ein "erfolgreiches" Telefonsexunternehmen betreibt. Gesendet wird dies alles komplett mit Mitschnitten ihres Produkts ("... ich spreize meine Beine...") - und der Nachricht, daß sie künftig auch noch ein Buch über ihre Erfahrungen verkauft.
Ganz sicher ein prima Beispiel für öffentlich-rechtliches Qualitätsfernsehen als "Insel der Qualität", von der Kurt Beck so gerne spricht.
Und dies wohl auch deshalb, weil exakt das gleiche Thema mit der gleichen Protagonistin kurz zuvor auf RTL zu sehen war, auf der Nachbarinsel, sozusagen.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Jedes 6. Ungeborene getötet

Im ersten Quartal 2008 wurden 164.000 lebend geborene Kinder registriert, das sind 1,1 Prozent weniger als im ersten Quartal 2007, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte; im Vergleichszeitraum stiegen die Sterbefälle um 5,3 Prozent auf 230.000. Somit wurden 66.000 weniger Kinder geboren als Menschen starben.
Einen Tag zuvor hatte das Amt mitgeteilt,
daß im gleichen Quartal 30.600 Abtreibungen gemeldet wurden. Nimmt man diese - aus guten Gründen anzuzweifelnde - Zahl ernst, wurde im ersten Quartal 2008 fast jedes sechste ungeborene Kind getötet.
Und "Bundesfamilienministerin" von der Leyen behauptete am Mittwoch, die Geburtenrate steige. Das zeigten die Daten für die ersten beiden Monate des Jahres, wonach es einen Zuwachs von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gebe. Von der Leyen führte dies auch auf ihre
Familienpolitik zurück, die den Schwerpunkt auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lege. Zu den massenhaften Abtreibungen in einem der wohlhabensten Länder der Erde sagte sie nichts - sie wurde aber auch von keinem Journalisten danach gefragt.

Montag, 2. Juni 2008

Ciao, Guevara

Wir wollen mal den ansonsten ja eher unoriginell-konventionell daherkommenden RCDS feiern, der eine originelle Kampagne gegen die gedankenlose Ikonisierung des kommunistischen Diktators und Mörders Ernesto "Che" Guevara ins Leben gerufen hat. Das originelle Plakat zählt an der Stelle des Gesichts einfach mal die wichtigsten Brutalitäten und Verbrechen Guevaras auf, die er im Namen der "höheren Sache" Kommunismus verbrochen hat.
Hier in hoher Qualität herunterzuladen.

Langeweile 2.0 ohne Konservative?

Hm, irgendwie niedlich und ehrenhaft, wie spreeblick.com verzweifelt darum ersucht, konservative Blogger mögen sich doch bitte im Internet beteiligen.
Das kleine Problem ist nur:
1) Sie tun es bereits.
2) Werden sie dabei erwischt, gibt's böse Haue - allein für die Dreistigkeit, eine eigene, differierende Meinung zu haben.
3) Und "idealerweise" geht dann die Netz-Jagd los, Name, Anschrift werden publiziert, es folgt der Hausbesuch der Antifa und googlemäßige Vernichtung der Suchmaschinenexistenz.
Aber immerhin haben 118 Leute dazu was gepostet.
Toll.

Ein deutscher Diplomat

Na, ehrliches Lob giesst die "tageszeitung" heute über den deutschen Botschafter in Kenia, Walter Johannes Lindner, aus. Während Botschafter "unwichtig geworden" seien und nur auf Empfängen und Golfplätzen abhängen würden, stieß dem Autor Botschafter Lindner (offiziell: "mit Zuständigkeiten auch für Somalia, Burundi und die Seychellen", diente Außenminister Joseph Fischer u.a. von 2002 bis 2005, etwa beim pressesprechermäßigen Werfen von Nebelkerzen in der Visa-Affäre) als positive Erscheinung ins Auge:

"Umso erstaunter war ich, als ich vor kurzem dem deutschen Botschafter in Kenia begegnete. Der Mann hatte einen Dreitagebart, die Haare waren zum Pferdeschwanz zusammengebunden, und er trug ein weißes T-Shirt. Erst dachte ich, der Typ sei ein abgebrannter Tourist, der bei der Botschaft um einen kleinen Kredit bettelt, um seine Heimreise bezahlen zu können. Als Peter Lindner, so hieß der Mann, sich vorstellte und dann auch noch seine Elektrogitarre auspackte und im Botschaftsgarten ein Rockkonzert gab, brach in mir eine kleine Welt zusammen, und ich dachte: Vielleicht ist der "Auswärtige Dienst" doch noch zu retten."

Wann wohl Lindners Dienstherr Steinmeier im T-Shirt (oder joschka-haften Turnschuhen?) die nächste UNO-Konferenz besucht?
Am egomanen Kleidungswesen der 68er soll eben die Welt genesen. Hauptsache, Deutschland ist korrekt und glaubwürdig vertreten in der Welt...

Sonntag, 1. Juni 2008

Was würde wohl Nannen zu Burma sagen?

Das ist fast schon ein Klassiker: die oberste Journalistin und Gewissenshüterin der Nation, Alice Schwarzer, plädiert im FAZ-Feuilleton für Verständnis für die burmesische Junta, die ihrer von Naturkatastrophen geschlagenen Bevölkerung seit Wochen dringend benötigte Nothilfe vorenthält.
Da erläutert die Henri-Nannen-Journalistenpreis-Jurorin ganz locker von ihrem Kölner Schreibtisch aus etwa die brutale Pressezensur:

"Meist habe ich morgens das „Light of Myanmar“ ergattert, die staatliche Tageszeitung. Weniger, um mich zu informieren, mehr, um mich zu amüsieren. Denn das offizielle Organ der verknöcherten postmaoistischen Militärregierung zeigt am liebsten Secretary One oder Secretary Two oder Secretary Three auf der Titelseite beim Gutestun, manchmal auch stellvertretend die Gattinnen. Und auf der letzten Seite stehen die immerselben zehn sozialistischen Weisheiten, ganz im Stil der einst von vielen Achtundsechzigern so geliebten Mao-Bibel."

Ja, hihi, fast so spannend wie einst Berlin-Dahlem, nicht wahr?

"Wenn also Myanmar nach der Naturkatastrophe jetzt nicht auch noch Opfer einer politischen Katastrophe werden soll, misstrauen nicht nur die Generäle zu Recht „der Großmut und dem Pflichtgefühl der internationalen Gemeinschaft“, wie sie ironisch erklärten. Sie verbitten sich die politische Instrumentalisierung der humanitären Hilfe und müssen - da haben sie gar keine Wahl - auf ihre asiatischen Nachbarn bauen (auch wenn die wiederum ihre eigenen Begehrlichkeiten haben)."

Ja, so ist das mit den "kleineren Übeln", von denen Schwarzer, die das Land mehrfach bereist hat, so nonchalant spricht. Wird den Menschen in Nordkorea und Kuba ganz sicher auch helfen, dieser spezifische deutsche, zynische Internationalismus, der Menschenrechte ganz genau einzuteilen weiß in Gut und Böse (und schon angesichts der kommunistischen Verbrechen stumm blieb, stumm über Jahrzehnte hinweg).
Oder, um es mit Matthias Matussek zu sagen, der auf "Spiegel online" Schwarzer eine heftige Erwiderung entgegenschleudert:

"Ich finde, liebe Kollegin, Sie sollten wenigstens die Würde besitzen und nach dieser Entgleisung aus der Jury des Henri-Nannen-Preises ausscheiden. Schon, um ihn nicht für diejenigen zu beschädigen, die ihn künftig erhalten sollen - für ihre investigativen Leistungen oder den Mut oder die Objektivität und all das, was künftige Festredner zu solchen Anlässen rühmen.
Oder wollen Sie warten, bis irgendeiner sich weigert, ihn aus Ihrer Hand anzunehmen?"

Mittwoch, 28. Mai 2008

Gysi, der Stasi-Zuträger

So viele Worte um die Rolle Gregor Gysis im Dienste von MfS, SED und DDR.
Dabei genügt es, den Untersuchungsbericht des Immunitätsausschusses zu diesem Menschen zu lesen.
Die Bundestagsdrucksache 13/10893 liest sich wie ein alptraumhafter Krimi. Aber es ist der elendige kommunistische Alltag.

Montag, 26. Mai 2008

Springers Heuchelei

Ja, ausnahmsweise teilen wir mal eine moralisch begründete Einschätzung der "BILD"-Zeitung: der durch besondere Brutalität seiner Texte auffallende Rapper Sido verbreitet auch unserer Meinung nach "obszöne Texte", ist ein zuweilen kiffender "Skandalrapper", der zu jenen gehört, "die unsere Kinder versauen".
Da hat "BILD" schon Recht.
Aber warum nur...
...verschenkte "BILD" dann 100 Freikarten für seine Konzerte in Hamburg und Berlin?
...und lässt ihn heute eine seitenhohe Sido-Anzeige auf bild.de schalten?

Ach, der Freitag...

Wer sich bereits von der Hetze gegen die rechtsdemokratische, konservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" erholt und gesehen hat, wie jeglicher Debattenraum für Bürgerliche klein gehalten wird in Deutschland, der lese dann mal, wie locker-flockig die FAZ die Übernahme der linken Wochenzeitung "Freitag" durch Jakob Augstein reportiert.
Da werden, sehr beiläufig, stupende Details bekannt: Etwa, daß das Blatt 14000 Exemplare Auflage und keine Werbung habe. Oder, daß es 1990

"... hervorgegangen ist (...) aus der Fusion der westdeutschen „Volkszeitung“ und des ostdeutschen „Sonntag“. Die „Volkszeitung“ wiederum war erst kurz zuvor aus dem DKP-Blatt „Deutsche Volkszeitung“ erwachsen, der „Sonntag“ hingegen war das Blatt des DDR-Kulturbundes.


Es handelt sich also um nichts anderes als ideologisches SED-/DKP-Sondervermögen ;-)
Wir erfahren auch, daß Holger Schmale zur "bisherigen Eigentümergruppe" gehört - nicht mitgeteilt wird, daß Schmale Leiter des Bundesbüros der "Berliner Zeitung" und im Hauptberuf einer der wichtigsten Meinungsmacher des Landes ist.

Vollends verschwiegen wird dem bürgerlichen FAZ-Leser - vielleicht aus Unkenntnis ? -, für welche Inhalte der "Freitag" so wöchentlich einsteht. Dort liest man flammende Verteidigungen der burmesischen Militärjunta, verbietet der katholischen Kirche den Mund in Sachen Lebensschutz, empfiehlt der Linkspartei, die in dem Blatt eine überproportionale Rolle spielt, einen eigenen Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl aufzustellen und hält die Bundeswehr eher für eine "Interventionsarmee".
Na, ist doch ok. Es lebe die Meinungsfreiheit.
Für alle!

Sonntag, 25. Mai 2008

"Spiegel online" unterdrückt(e) Schwan-Kritik

Seit gut 24 Stunden ist nun die bemerkenswerte Geschichte der "Wirtschaftswoche" auf dem Markt, wonach Gesine Schwan (nach SPD-Willen wohl doch immerhin die nächste Bundespräsidentin?) und ihr Mann Peter Eigen zumindest doch starkem Erklärungsdruck ausgesetzt sind, weil sie auf fragwürdige Weise als Berater mit dem Pharmaunternehmen "ratiopharm" anbandelten. Alle großen online-Portale griffen derweil die Geschichte auf, man kann es hier, hier, hier oder auch hier lesen.
Nur nicht in "Spiegel online".
Schon seltsam, oder? Immerhin stehen die flinken Agende-Setter von der Elbe doch schon hechelnd auf den Türmen, wenn es um kleinste Details in der deutschen Provinz geht...
Aber wohl auch nur dann, wenn es "gegen rechts" geht...

Nachtrag, 16.45h:
Und schwupps, steht die Geschichte online, als Aufmacher an zweiter Stelle.
Respekt, doch die Glaubwürdigkeits-Kurve noch gekriegt (oder lediglich Schichtwechsel im Praktikantinnen-Team?)

Freitag, 23. Mai 2008

Wie Deutsche immer "krimineller" werden

Die aktuelle Kriminialstatistik weist eine Besonderheit auf, die Innenminister Schäuble so schön umschrieb. Er wies am Donnerstag darauf hin, dass die Zahl der deutschen Tatverdächtigen um 1,4 Prozent auf 1,8 Millionen zunahm, bei ausländischen Verdächtigen ging sie um 2,5 Prozent auf 490 000 zurück. Dies sei auch ein Erfolg verstärkter Integrationsbemühungen.
Dazu weiß die FAZ zu berichten, was kaum woanders natürlich zu lesen ist:

"Eine länderübergreifende Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz, die sich mit der Gewaltkriminalität junger Menschen befasst, forderte daher jüngst in ihrem Abschlussbericht, "die Tatverdächtigendaten um die Herkunftsfaktoren" zu erweitern - bislang werden diese nur in "deutsch" und "nicht-deutsch" unterteilt. Auch sollten mehr Angaben zu Tatort, Tatzeit und Tatwaffen gemacht werden. Gerade zur Gewaltkriminalität sind genaue Aussagen zu den Tatverdächtigen wichtig. Entscheidend ist das besonders bei der Jugendkriminalität, die oft langfristige Tendenzen der Kriminalitätsbelastung begründet; hier spielt die allgemeine Prävention bis hin zur Erziehung im weitesten Sinne eine wichtige Rolle. Daher ist es bedeutsam zu wissen, wo man ansetzen muss. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert schon seit längerer Zeit, in der Kriminalstatistik die Herkunftsländer der Straftäter zu erheben. "Je größer die Zahl der eingebürgerten Deutschen ist, umso größer wird die Zahl der kriminalstatistisch erfassten deutschen Tatverdächtigen", sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Rolf Jäger. Eine genaue Aussage, welche Kriminalität von in Deutschland geborenen deutschen Straftätern ausgehe, könne seit Jahren nicht mehr getroffen werden. "Jede Tat, die einem eingebürgerten Deutschen zugerechnet wird, wird damit der Gesamtgruppe der Deutschen zugerechnet." Die Folge sei, dass "hier geborene Deutsche in einem viel höheren Maße kriminalisiert werden, als sie kriminell sind". Um möglichst vergleichbare Daten zu erhalten, sollten demnach in Kriminalstatistiken und auch in Einwohnermelde- und Ausländerdateien differenzierte Informationen zu Herkunft und Staatsangehörigkeit abgebildet werden. Nur auf diese Weise sei es möglich, festzustellen, "ob Menschen aus anderen Herkunftsregionen in bestimmten Deliktsbereichen besonders auffällig sind". Überdies könne man dann auch Vorurteile der Bevölkerung aus dem Weg räumen, dass Ausländer für das Gros der Kriminalität verantwortlich seien."
(FAZ, 23. Mai 2008, S. 10)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Betreuungsgeld: "Wir vertrauen Eltern einfach"

"Wahlfreiheit und die Anerkennung häuslicher Betreuung und Erziehung sind in Finnland in einer Weise verwirklicht, wie wir uns das für Deutschland nur wünschen können." Das ist das Fazit des sozialpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Michael Panse, der mit dem Landtagsbildungsausschuss in Finnland war. Den Eltern werde Vertrauen entgegengebracht.

Panse hält es für "bemerkenswert", dass Finnland mit einem ausgebauten Betreuungsgeldsystem und vergleichsweise niedrigen Besuchsquoten in den Kindertagesstätten dennoch zu den Pisa-Siegern gehört. "An der These, dass nur durch den möglichst frühen Kita-Besuch Bildungs- und Lebenschancen gesichert werden, kann also offensichtlich etwas nicht stimmen", sagte Panse.

In Finnland erhalten in den ersten drei Lebensjahren Eltern ein Betreuungsgeld von mindestens 294,28 Euro monatlich, das durch Geschwisterboni und am Vorverdienst orientierten Zuschlägen steigerbar ist. Ein reduzierter Satz wird bis zur Einschulung mit sieben gezahlt. "Die Summen entsprechen etwa der kommunalen Fördersumme für einen Kita-Platz und werden nur an Eltern gezahlt, die auf häusliche Erziehung setzen", erläutert Panse. Im Bildungsministerium sei dies ausdrücklich als "Belohnung für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen", bezeichnet worden.

Die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Finnischen Reichstag, Raija Vahasalo (Sammlungspartei) habe erklärt, dass das Betreuungsgeld in der Grundausstattung vom Staat bezahlt werde. Es sei aber zu niedrig. Deshalb zahlten die Kommunen künftig eigene Zuschläge, um die häusliche Betreuung für Kinder unter sechs Jahren attraktiver zu machen. Die Ganztagsbetreuungsquote schwanke in Finnland zwischen 1,4 Prozent im 1. und 73 Prozent im 6. Lebensjahr. Die Vorschule im letzten Jahr vor der Einschulung nutzten 96 Prozent der Kinder.

Panse zufolge beeinträchtige das finnische Modell weder Kinder noch Mütter in ihren Entwicklungschancen. 47 Prozent der Berufstätigen seien Frauen. Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und erziehen, würden gesellschaftlich nicht diskreditiert. "Das wünsche ich mir auch für Deutschland. Der wichtigste Satz, den ich in Finnland gehört habe, lautet: Wir vertrauen unseren Eltern einfach", hob Panse hervor.

(Thüringische Landeszeitung, 18.5.2008)

Freitag, 9. Mai 2008

Antisemitismus? Es kommt eben drauf an...

Man stelle sich einmal vor, zwei Neonazis (31 und 27 jahre alt) griffen drei jüdische Schüler an, beleidigten sie, hetzten gar ihren Rottweiler auf sie. Was wäre dann wohl los in diesem Land?
1. Alle würden davon erfahren, weil über einen solchen besonders miesen, menschenverachtenden und anstisemitischen Übergriff jede deutsche Zeitung schreiben würde.
2. Die beiden würden in den Knast wandern - und wenn nicht, wäre die Empörung zu Recht groß.

Nun, es ist passiert, wenngleich mit einem kleinen Unterschied im Detail:
Drei Schüler der jüdischen Oberschule in Berlin wurden am 16. Januar von zwei Jugendlichen auf das Übelste beschimpft, mit Hunden bedroht. Ein Zeuge berichtete damals:

"Und als sie erstaunt nachgefragt hätten, was er eigentlich wolle, seien Worte wie "Judenschweine" und "Drecksjuden" gefallen. Im Rahmen des eskalierenden Streits sei ihm Stefan W. mit seinen beiden wild bellenden Hunden gefährlich nahe gekommen. "Er hat dabei auch noch "fass!' und "schnapp ihn!' gerufen. Daraufhin sei Ruslan G. in ein Bäckereigeschäft geflohen. Dass auch noch "Heil Hitler" gerufen worden sei, hatte der Schüler "nicht selber gehört. Aber ein Freund hat es mir erzählt.""

Aber falls die drei angegriffenen nun Genugtuung erhoffen sollten, haben sie Pech. Denn die Angreifer waren keine "Nazis", sondern obdachlose Jugendliche, dem Auftreten nach sogar eher (linke) Punks. Und so gab's für den einen Täter sieben Monate Bewährung, für den anderen Freispruch. "Das Gericht sah keinen rechten Hintergrund", schreibt die "Bild" eifrig, spricht verzweifelt von "Nazi-Punks" und merkt nicht, wie sie alles selbst entlarvt.
Dabei gibt es im Strafrecht die Kategorie "links" oder "rechts" nicht. Aber es gibt die Frage, wie die Öffentlichkeit auf solche Gewalt reagiert - und ob sie schweigt, wenn "die Falschen" zuschlagen...

Montag, 5. Mai 2008

Wundern sich nun 96 Prozent?

Bei ihrer Domptur der politischen Klasse ist die linke mediale Klasse einen großen Schritt weitergekommen: Heute hat Peter Krause, designierter Kulturminister von Thüringen, erklärt, er trete nicht zur Wahl an. In den letzten sieben Tagen war er einer massiven Kampagne ausgesetzt gewesen, weil er vor zehn Jahren einmal für vier Monate Redakteur der "Jungen Freiheit" war. Vor einigen Tagen zündeten mutmaßliche Linksextreme sein Privatauto an.
Was war ihm vorzuwerfen, im Land der "Freunde der Meinungsfreiheit" (siehe "Spiegel", Abb. rechts)?
Nichts.
Man fand keine "umstrittenen" Texte, keine Hetzparolen, vier Monate sind ja auch eine allzu kurze Zeit, nicht wahr... Noch nicht einmal die Zeitung selbst wurde als extremistisch oder radikal verfemt, sondern nur als "rechts" oder "rechtslastig".
Wie heuchelte doch die "Frankfurter Rudnschau" gekonnt:

"Eine kursorische Lektüre zeigt reichlich schwurbelige Gesinnungsaufsätze. Sie fallen in der Tat unter das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, das Krause für sichreklamiert. Ein Bewerbungsschreiben ausgerechnet für das Amt des Ministers, der für Universitäten und Schulen zuständig ist, sind sie aber nicht.

Und, immerhin gnädigst:

"Ein Berufsverbot, wie
Krause es als Journalist zu DDR-Zeiten erdulden musste, gehört nicht in eine Demokratie."

Und hier liegt der Kern des Skandals: Es genügt in diesem Land bereits, vor zehn Jahren einmal für vier Monate bei einer "rechten" Zeitung gearbeitet zu haben, damit man nicht Minister werden darf.
Wie gesagt - nur dann. Wenn man als Linker Polizisten verprügelt oder RAF-Terroristen verteidigt hat, dann ist das schon ok mit dem Ministeramt, gern auch im Bundeskabinett.

Schön, daß in der Union wieder keiner kapiert hat, um was es geht...
"Rechts von Heiner Geißler beginnt der Faschismus" - diese inoffizielle Lehre legt sich wie Mehltau übers Land.

Montag, 28. April 2008

Filz in Berlin

Wirklich Tolles weiß die "Berliner Zeitung" heute (jaaanz weit hinten im Lokalteil, S.22) aus dem Vergabeverfahren für die Kampagne des Berliner Senats "Be Berlin" zu berichten.
Demnach hat der Senat Jochen Pläcking als "Berater" dazu geholt, als es darum ging, über die Kampagne zu entscheiden.
Und dann ging es so:

"Pläcking, der auch an der Berliner Universität der Künste über Markenkonzepte lehrt, hatte laut Senatssprecher Richard Meng eine 'Vorsortierung' der eingereichten Bewerbungen vorgenommen; außerdem ist seine 'kleinundpläcking markenberatung GmbH' als Strategie-Berater an der Kampagnenentwicklung beteiligt. Pläcking ist allerdings auch Aufsichtsrat der Agentur 'Fünfwerken Design AG' aus Berlin, einem der späteren Sieger: Den Zuschlag fürs Gesamtkonzept erhielt die Berliner Agentur Embassy, die Ausschreibung fürs Kommunikationsdesign gewann die Fünfwerken Design AG."

Ähem, Moment mal: Es gewinnt eine Ausschreibung eine Agentur, deren Aufsichtsrat die Sortierung in der Ausschreibung vornimmt?
Das ist ja praktisch.

Sonntag, 27. April 2008

Wie die "FR" Leser wirbt...

Bemerkenswertes Geschichtsverständnis bei der linken "Frankfurter Rundschau". Wer Leser wirbt, erhält derzeit als Prämie den Nachdruck eines Plakats des "Sozialistischen Deutschen Studentenbundes" (SDS). Zur Erinnerung: das war mit der linksextremste Teil der '68er-Bewegung. Der SDS war anti-westlich, anti-demokratisch und anti-israelisch (und so links, daß sich die SPD schon Anfang der 60er Jahre von ihm distanziert hatte) - und er rannte allen Ernstes unter den Porträts von Marx, Engels und Lenin durch deutsche Städte (natürlich nur in der Bundesrepublik...)
Wieviele Menschen wohl im letzten Jahrhundert unter der blutroten Fahne mit den drei Gesichtern gefoltert, gequält, entmündigt und ermordet worden? heute ist diese Ikonographie etwa noch bei Ortsgruppen der DDR-seligen DKP zu finden.
Auf die Opfer der kommunistischen Diktaturen spuckt die "Frankfurter Rundschau" heute nochmals kräftig, indem sie die Täterbilder renoviert.

Samstag, 26. April 2008

BND, der "Spiegel" und die Bams

Einen netten Einblick in die "Recherche"-Kultur mancher Journalisten bietet der aktuelle "BND-Skandal". Im Kern geht es dabei darum, daß der BND 2006 die eMail-Korrespondenz des afgahnischen Wirtschaftsministeriums angezapft und dabei auch Mails einer deutschen Journalistin abgefangen und gespeichert hat - glasklar rechtswidrig. Und BND-Präsident Ernst Uhrlau hat es wohl nur seinem Herrschaftswissen (er war bis 2005 Geheimdienstkoordinator im rot-grünen Kanzleramt) und seinem SPD-Parteibuch zu verdanken, daß seine monatelange Vetruschung des Falls nicht ihn, sondern drei seiner Beamten den Job kostete.
Und nun regt sich der Spiegel in seinem neuesten Heft ganz heftig auf: "Nach Informationen des SPIEGEL" war die eMail-Überwachung "umfangreicher als bislang bekannt. Nicht nur das persönliche E-Mail-Konto von Handelsminister Farhang wurde ausgespäht - sondern auch das gesamte Computernetzwerk des Industrieministeriums."
Na, so eine neue Erkenntnis aber auch. Da haben die Spiegel-"Rechercheure" ganz sicher am Donnerstag Abend, 24.4., das "heute journal" geschaut, so etwa um 21.19h. Denn schon da erläuterte ZDF-Geheimdienstexperte Elmar Theveßen wortwörtlich:

"Minister Farhang ist zunächst natürlich einmal empört. Allerdings muss man klar sagen: Hier wurde nicht seine persönliche eMail-Adresse ausgespäht, sondern die seines Ministeriums. Das gehört nach dem BND-Gesetz tatsächlich sogar zum Auftrag eines Geheimdienstes."

(Und, schwupps, fertig war die Spiegel-Story...)
Nach unseren Informationen hatte das Ministerium eine eMail-Adresse mit diversen ungesicherten Unteraccounts, so daß alle Mails unterschiedlos erfasst wurden.

Und deshalb ist es so grunddumm, wenn die - wie immer ahnungslose - "BamS" nun hechelt:

"Affäre weitet sich aus - Bespitzelte BND auch afghanisches Ministerium?"

Ja - aber es war andersherum, Herr Strunz.

Integrierte Wörter

Zu wirklich bemerkenswerten Höhenflügen setzt die Multikultifraktion der deutschen Linken an, wenn es darum geht, dem Volk einen steigenden Ausländeranteil bzw. steigende Einbürgerung bei oftmals fehlender Integration schmackhaft zu machen. Da die Skepsis gegenüber der Migrationsideologie immer mehr steigt, wurde nun ein "Wort mit Migrationshintergrund" gesucht. Damit war natürlich nicht der Straßenslang aus Neukölln gemeint, sondern allen Ernstes Wörter, die im Laufe der letzten hunderte oder gar tausende von Jahren Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. Gewonne hat das aus dem Ungarischen eingewanderte "Tollpatsch", Platz zwei belegte die deutsch-tamilische Verbindung "Currywurst" und Nummer drei wurde der aus dem Griechischen entlehnte "Engel".
Hier sieht man schon die Verblendungsabsicht: Alle drei Wörter "mit Migrationshintergrund" haben nämlich genau das gemacht, was zu viele Einwanderer und Ausländer eben nicht machen: sich assimiliert und in die deutsche Sprache eingefügt. Genau dieser Zusammenhang wird verschwiegen.
Nicht alles, was ein Vergleich ist, muss eben hinken.

Wie's geht

Wie es in diesem Land um die Gedankenfreiheit Konservativer bestellt ist, macht gerade wieder einmal "Spiegel online" vor. "Rechtslastiger Redakteur soll Kulturminister werden", empört sich die Zeitgeistschleuder.
Hm. Oh je, was ist da nur passiert?
Peter Krause, CDU-Vorsitzender von Weimar, hat vor zehn Jahren maximal ein halbes Jahr für die "Junge Freiheit" als Redakteur gearbeitet.
Oh Schreck.
Klar, daß so einer nie wieder einen Job bekommen darf und im Politikbetrieb schon garnicht. "Rechtslastig", das ist ja fast so schlimm... wie linkslastig?
In einem Land, in dem ehemalige Terroristenanwälte (Schily, von Plottnitz) und Polizistenverprügler oder PLO-Solidaritätler (Fischer) Minister werden und Zöglinge der DDR-Journalistenkaderschule Leipzig Karriere machen dürfen (Illner u.a.) - nein, in einem solchen Land darf einer, der mal für sechs Monate in einem Blatt die falsche Meinung gehabt haben könnte natürlich nie, nie, nie wieder was werden.
Hoffentlich kapiert die Union, daß es hier erneut darum geht, ihre gesellschaftlichen Räume eng zu machen und Debatten zu verhindern - und Althaus bleibt stark.

Freitag, 18. April 2008

Zefirelli über die Kulturhegemonie der Linken

Während die deutschen Mainstream-Medien so tun, als hätten die italienischen Wähler nicht mehr alle Tassen im Schrank, weist der Regisseur Franco Zefirelli einfach mal auf einige Grundwahrheiten hin:

"Italien hat in diesen Tagen einen gewaltigen Schritt nach vorn getan. Wir waren, so dass man sich dafür schämen musste, hinter dem Rest der Welt zurückgeblieben. Dieses war das einzige Land, in dem es drei kleine Parteien mit Hammer und Sichel gab - dem Symbol der Sowjetunion und des alten Kommunismus. Die Mauer in Berlin ist gefallen, und in Italien träumten einige weiterhin vom alten Kommunismus. Dieser kleine Teil der Linken bestimmte das Handeln der Regierungen mit politischen Maximalforderungen. Ich erkenne an, dass Walter Veltroni mit dieser schrecklichen Maskerade Schluss gemacht hat. Er hat sie in einer mutigen Operation vollständig zerstört."

Und konfrontiert mit einem Zitat des Lieblinsgagitators der deutschen Linken, Antonio Gramsci ("kulturelle Hegemonie"), sagt Zefirelli:

"Dieses Schurkenstück! Das hat mit dem Apparat der Sowjetunion begonnen. Dann folgte in den 30er Jahren der spanische Bürgerkrieg. Leute wie Picasso, sagten, du bist nicht fortschrittlich, wenn du nicht Kommunist bist. In diesem Kulturkrieg mussten wir alle Kommunisten sein, wenn wir Karriere machen wollten. Ich bin ein Opfer dieser Anbiederung an das kommunistische Ideal von Gramsci gewesen. Sie können sich vorstellen, dass ich mit ihm nicht einverstanden bin. Gramsci sollte man vergessen. Von Gramsci ist dieses Laster ausgegangen, das darin besteht, jemanden nur dann wertzuschätzen, wenn er sich zur kulturellen Linken hin ausrichtet."

Mittwoch, 16. April 2008

Nazi Nannen, KZ-Insasse Löwenthal

Bemerkenswertes in der "Süddeutschen". Dort räumt der edel-linke Feuilletonist Willi Winkler eher beiläufig in einem großen Stück über Systemverstrickungen deutscher Journalisten mit einer alten Lebenslüge der westdeutschen Linken auf.
Er erinnert lakonisch daran, daß manche Ikone linksaufklärerischer Provenienz nicht immer so makellos glänzte - und zugleich mancher, der als "Rechter" verteufelt wurde, nur zu detailliert erlitten hatte, was etwa der Nationalsozialismus anrichtete:

"Während der junge Nannen 1943 beim Münchner Bruckmann-Verlag arbeitete und Briefe ordnungsgemäß mit "Heil Hitler!" versah, oder unter der Rezension einer nationalsozialistischen Kunstausstellung verstand, dass "der Führer aus unserer innersten Mitte gleichsam als Verdichtung unseres ganzen Volkes wunderhaft heraufgestiegen" sei, saßen (Gerhard) Löwenthal und sein Vater auf Wunsch eben dieses Führers im Konzentrationslager Sachsenhausen."

Eine späte, viel zu späte Entschuldigung an den langjährigen jüdischen Moderator des "ZDF-Magazins "Gerhard Löwenthal, der bis zuletzt von der Stasi und der westdeutschenLinken gemeinsam bekämpft wurde, nur weil er kein Linker war.
Aber Nannen, der Übervater des linken Leib- und Magen-Blattes "Stern", Chefpropagandist gegen Springer und Strauß, für DDR und Abtreibung, der war schon Klasse, nicht wahr?

Sonntag, 13. April 2008

Linke huldigen Massenmördern

Wie viele Menschen dürften wohl unter der Roten Fahne des Kommunismus ermordet worden sein? Zurückhaltend gehen wir mal von 60-80 Millionen aus. Wie viele Menschen hat Mao Tse Tung auf dem Gewissen? Gehen wir mal von mehreren Millionen aus.
Und was fällt der Linken heute ein, zum 40. Jahrestag des Anschlags auf Rudi Dutschke? Gaaaanz lustig zieht sie unter Roter Fahne und die Mao-"Bibel" zitierend vor das Springer-Hochhaus.
Ach, wenn es doch nur nicht so ärmlich, so geschichtsblind, so moralisch verkommen wäre - man könne sich mit ihnen ja sogar noch auseinandersetzen.
Aber so?
Na, vielleicht machen sächsischen Nazis ja bald noch mal eine kleine "lustige" SA-Schau zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung - vielleicht kapiert die Öffentlichkeit ja dann, wo Spaß aufhört und Diktaturverehrung beginnt.

Donnerstag, 10. April 2008

Linke immer gewalttätiger

Das Bundesinnenministerium hat im Jahr 2007 weniger rechtsextremistische Straftaten verzeichnet als im Jahr zuvor. Hingegen nahm die linke Gewalt stark zu. Bei den linksextremistischen Straftaten gab es einen deutlichen Zuwachs um 9,4 Prozent auf 5.866. Bei den Gewaltdelikten wurde eine Zunahme um 3,1 Prozent auf 1.247 registriert.

Nach einem Höchststand 2006 hat die Zahl rechtsextremistischer Straftaten im vergangenen Jahr wieder leicht abgenommen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Bundesinnenministeriums wurden 17.607 Fälle registriert und damit 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Gewalttaten ging sogar um 5,5 Prozent auf 1.054 zurück. Die Gesamtzahl der rechtsextremen Straftaten ist mit der Linksextremer nicht vergleichbarm, da für Rechtsextrenme eigene Propagandadelikte gelten, die für Linksextreme nicht bestehen. Vergleichbar ist insofern im Wesentlichen die Zahl der Gewalttaten.

Die Zahl der politisch motivierten Delikte von Ausländern blieb trotz eines Zuwachses um 30,5 Prozent mit 902 vergleichsweise niedrig. Insgesamt sank die Zahl politisch motivierter Straftaten 2007 damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 28.538. Die Gesamtzahl der Gewalttaten stieg dagegen erneut um 0,8 Prozent auf 2.541.

Trotz des Rückgangs im vergangenen Jahr wollte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht von einer Trendwende sprechen. Den starken Anstieg bei den linksextremistischen Straftaten auf den höchsten Stand seit 2001 führte der CDU-Politiker auf politische Großereignisse in Deutschland wie den G-8-Gipfel in Heiligendamm oder den ASEM-Gipfel in Hamburg zurück.

Und, wo haben wir das übliche Antifa-Bild verstörenden Fakten dieser Tage lesen können?

Wann beginnt nun der "Kampf aller Demokraten" auch gegen Linksextreme?

Mittwoch, 9. April 2008

"Weltgedächtnis" zensiert?

Eigenmtlich eine gute Idee: Wie geht Google mit kontroversen "bürgerlichen" Themen um? Und zwar nicht nur beim Indexieren und Auffindbar-Machen von Seiten, sondern auch bei der Vergabe sogenannter "adverts", also bezahlter Anzeigen, die präzise dem eingegebenen Suchbegriff entsprechen.
In Großbritannien ist jetzt der christlichen Organisation "The Christian Institute" von Google eine Pro-life-Anzeige versagt worden. Begründung seitens der Suchmaschine:

"Google policy does not permit the advertisement of websites that contain 'abortion and religion-related content'."

Das ist schon bemerkenswert: Werbung nahezu jeder Randgruppe, Perversität oder Marktnische ist auf Google zu finden - aber sobald es um Abtreibung oder Religion geht, schaut die schöne neue Internet-Welt flink weg. Zensur via Exklusion, sozusagen.
Spannend wäre es übrigens, mal zu prüfen, ob die Behauptung von "The Christian Institute" stimmt, daß Werbung der radikalen Abtreibungslobby-Gruppe Mary Stopes auf Google sehr wohl zu finden sei...

Samstag, 29. März 2008

Anti-Familien-Propaganda enttarnt

Mit unübersehbarer Wucht rollt derzeit erneut die "Kinder-brauchen-keine-Mütter-sondern- Krippen-damit-es-der-Wirtschaft-besser-geht"-Kampagne brutalstmöglich über unser Land hinweg. Jüngstes Beispiel: jene "Brigitte"-Studie, nach der sich junge Frauen eigentlich garnichts anderes mehr vorstellen können außer Karriere und Kohle - und dann, ja, vielleicht, auch noch Kinder, am besten aber alles gleichwertig und gleichzeitig.
Nett, daß derweil das Familien-Netzwerk (zwar verspätet, wie für konservative Organisationen üblich, aber immerhin) reagiert hat. Es bezeichnet die "Studie" des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Sozialforschungsinstituts Infas über Lebensvorstellungen junger Frauen als „Volksverdummung“. Im Auftrag der Zeitschrift „Brigitte“ waren über 1.000 Frauen zwischen 17 und 19 sowie zwischen 27 und 29 Jahren zu ihren Lebenszielen befragt worden.
Bei der Präsentation der Studie wurde besonders darauf abgehoben, dass sich Frauen finanzielle Unabhängigkeit noch stärker wünschten als einen festen Lebenspartner. Außerdem strebten sie Führungspositionen an und fordern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Nach Ansicht der Vorsitzenden des Familiennetzwerkes, der Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer (Hollern bei Stade), trägt die Untersuchung stark manipulative Züge. So hätten nur rund 23 Prozent der befragten Frauen überhaupt Kinder, lediglich acht Prozent mehr als ein Kind.
„Die Lebensrealität von Frauen mit Kindern, aber auch das Glück von Vollzeitmüttern ist in der Befragung ausgeblendet worden - und man kann sich auch denken, warum“, sagt sie. Eine vom Familiennetzwerk in Auftrag gegebene IPSOS-Umfrage vom vergangenen Jahr hat ergeben, dass 72 Prozent der Frauen in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes gerne vollzeitlich als Mütter arbeiten würden, wenn sie dafür finanziell entschädigt würden. „Die große Mehrheit der Befragten in der 'Brigitte'-Studie hat schlicht keine Ahnung, was es heißt, mit Kindern zu leben. Daraus ist ihnen auch kein Vorwurf zu machen - den Fragestellern allerdings schon“, ist die Ärztin überzeugt.
Das Familiennetzwerk weist darauf hin, dass laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums viele junge Frauen ihr Bild vom Muttersein und Familienleben aus den Seifenopern des Fernsehens bezögen. Dort komme die klassische Familie mit verheirateten Eltern mehrerer Kinder praktisch nicht mehr vor. Dafür würden die Alltagsprobleme berufstätiger Mütter eines Kleinkindes bagatellisiert.
Nach Ansicht Steuers ist es nicht akzeptabel, dass sich die Zeitschrift „Brigitte“ mit Umfragen dieser Art zum Propaganda-Instrument der Wirtschaft macht, die gut ausgebildete Frauen um jeden Preis so schnell wie möglich in den Erwerbsprozess zurückholen will, auch wenn sie dabei die seelische Gesundheit ihrer Kinder und von sich selbst gefährden.

Freitag, 28. März 2008

"Fitna" macht Islamismus konkret

Derzeit versuchen hiesige Medien verzweifelt, durch den Hinweis darauf, daß der Filmautor "Rechtspopulist" sei, das Interesse an dem Film "Fitna" zu zerstreuen. Den Gipfel schießt mal wieder "Spiegel online" ab, das in einem seitenlangen Stück gegen den Film agitieren lässt - und dem Leser vollends vorenthält, daß Geert Wilders Film den Terror eben nicht allein in Bildern, sondern in Koran-Suren und vor allem in Redemitschnitten islamistischer Prediger dokumentiert.
Sei's drum, die Zeiten der linksliberalen Lufthoheiten sind eh vorbei. Im Internet haben in den ersten drei Stunden drei Millionen Menschen auf den Film zugegriffen, jeder kann ihn nun selbst ansehen.
Vielleicht wird man dann - wie wir - das Urteil von Nils Minkmar teilen:

"Es ist schon eine ziemliche Packung, die dem Zuschauer zugemutet wird. Es ist ein direkter Sprung ins Gesicht all jener, die die Probleme leugnen oder auf die lange Bank schieben wollen. Es ist aber kein rassistischer oder blasphemischer Film. Viele moderate Muslime, die selbst die Opfer der Fanatiker sind, werden ihn mit ebensolchem Entsetzen sehen wie säkulare oder christliche Zuschauer. Nur Verdränger haben ein Problem damit, so einen Film zu zeigen.
Es ist kein ausgewogener Bericht, keine faire Dokumentation, aber auch kein Aufruf zum Hass, sondern der Entsetzensschrei eines Mannes, der von Al Qaida mit einem Todesurteil belegt wurde und seit Jahren in ständiger Furcht um sein Leben sein muss und - obwohl er nie zur Gewalt aufgerufen hat und nie gewalttätig war - rund um die Uhr von Leibwächtern beschützt wird.
„Fitna“ handelt eigentlich vom Hass, nicht von Religion, und nicht von Arabern oder Türken, sondern von Mördern und ihren Anhängern. Über die Frage, wie man ihnen das Handwerk legen könnte, wie die Hassprediger ausgegrenzt werden, sagt Fitna nichts aus. Aber er provoziert gerade die europäischen Muslime, die, wie auch der islamkritische Schriftsteller Leon de Winter jüngst im Spiegel schrieb, eine große Verantwortung tragen und eine große Chance darstellen, sich zu diesen allesamt nachprüfbaren und wahren skandalösen Äußerungen und Taten im Namen des Koran zu verhalten."

Der eigentliche Skandal wäre es aber, wenn unsere politically correct-geschwächte Gesellschaft in vorauseilendem Kotau vor den Ilsamisten diesen Film wegschweigen, wegzensieren würde.

Dann hätten die Migrationsideologen endgültig über den freien Westen gesiegt.

Samstag, 22. März 2008

Kulturkampf konkret

Laut aufjaulen werden die Vorkämpfer des links"liberalen" Milieus, wenn sich vom 30. April bis zum 4. Mai tausende junger, zumeist evangelischer, Christen zum "Christival" treffen. Die planen dort Unerhörtes: beten, Singen und nenenbei gesellschaftliche Fragen behandeln. So etwas darf natürlich nicht sein, also wird im Vorfeld fleißig gehetzt. Nachdem Grünen-MdB und Schwulenaktivist Volker Beck bereits eine Veranstaltung zum Thema Homosexualität erfolgreich weggebissen hat, bläst nun ein „Antisexistisches Bündnis“ zum Angriff auf das Christentreffen. Der Eröffnungsabend am 30. April kann möglicherweise nur unter Polizeischutz stattfinden. Gegenwärtig gebe es entsprechende Gespräche mit der Polizei, sagte Christival-Pressesprecher Stephan Volke (Marburg) gegenüber idea. Die Veranstalter befürchteten massive Störungen durch das „Antisexistische Bündnis“, das zu einer „Antisexistischen (Walpurgis) Demo“ zum Christival-Start aufruft. „Wir wollen Widerstand und Protest organisieren, weil dort in modernem Gewand (mit viel Popkultur) extrem konservative und rechte Weltbilder verbreitet werden, die gekennzeichnet sind von einer wortgetreuen Bibelinterpretation, Homophobie und Sexismus“, heißt es in einem Flugblatt des linksextremen Bündnisses.
Unterdessen hat sich die EKD vor das Christival gestellt. Der Präsident des Kirchenamtes, Hermann Barth (Hannover), schrieb an den Christival-Vorsitzenden, Roland Werner (Marburg): „Wir nehmen das Christival und dessen Vorsitzenden vor den ungerechtfertigten und masslosen Angriffen in Schutz.“ Die EKD teile zwar nicht „die sehr weit gehenden Vorstellungen der Seminaranbieter über die Therapiebedürftigkeit von Homosexualität und ihre Zugänglichkeit für Therapie“. Allerdings könne die EKD „die Verunglimpfung der Kreise“, die die Überzeugungen der Anbieter des Seminars teilten, nicht unwidersprochen lassen.
In der Kleinen Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen vom Januar würden diese Kreise pauschal als „religiöse Fundamentalisten“ hingestellt. „Eine solche Herabsetzung lässt sich in gar keiner Weise rechtfertigen“, so Barth. Die Besorgnis sei begründet, dass die „diffamierenden Angriffe auf das Seminarangebot das Christival insgesamt treffen sollten“. Das seit 1976 in Abständen von fünf bis sechs Jahren veranstaltete Christival erwartet in Bremen zwischen 15.000 und 20.000 Teilnehmer. Rund 13.000 haben sich bisher angemeldet.

Dienstag, 18. März 2008

Medienstrategie der Kommunisten konkret

Einen bemerkenswerten Einblick in die verlogene Medienstrategie der LINKEN/SED/PDS gewährt die frühere FDJ-Zeitung "junge welt". Dort erklärt Manfred Sohn, einer der beiden Fraktzionsvorsitzenden der Linkspartei im niedersächsischen Landtag, was bei der "panorama"-Interview seiner Gesinnungsfreundin Christel Wegner (DKP) schief gelaufen sein könnte. Wegner hatte aus ihrem Herzen keine Mördergrube gemacht und sehr offen über ihre Haltung zu MfS und DDR-Diktatur gesprochen ;-)
Sohn kritisiert nun Wegner in der Druckausgabe der "jungen welt" wie folgt:

"In dem Interview hätte sich die Abgedordnete wenigstens - wie es jeder von uns tut, wenn er vor bürgerliche Journalisten tritt - auf die im Wahlprogramm niedergelegten Aufgaben der Liste im Landtag konzentrieren können."
("junge welt", 10. März 2008, S. 11)

Ein bemerkenswertes Eingeständnis von "Zwiedenk", gepaart mit Manipulationsinteresse gegenüber der "bürgerlichen Presse" - die doof genug ist, das Gerede 1:1 abzubilden. Sohns Fehler, Einblick in diese Strategie zu geben, haben inzwischen wohl auch seine Freunde gemerkt. In der "jw"-online-Ausgabe, die gar die "Langfassung" des Textes dokumentiert, heißt es nur noch:

"Sie hätte sich konzentrieren können auf die im Wahlprogramm niedergelegten Aufgaben der Liste im Landtag. "

So funktioniert Geschichtsklitterung, auch wenn es nur um die letzte Woche geht. Das "Wahrheitsministerium" arbeitet rund um die Uhr...

Sonntag, 16. März 2008

Nichts Linkes in der DDR...

Fleißig und heftigst wird an den linken Geschichtslegenden weitergebastelt. Neueste Baustelle: Der real existierende Sozialismus war garnicht "links", war auch nicht "Sozialismus" - ein ganz wichtiger Schachzug, um die dutzende Millionen von Opfern aus der eigenen Hagiographie ausblenden zu können. Und so lesen wir in der "Süddeutsche Zeitung" vom14. März 2008:

"Genauer gesagt, gab es in der ehemaligen DDR überhaupt keine Linke und auch keine linke Traditionsbildung, weil solches gleichbedeutend mit Abweichlertum war - oder wie es der DDR-Flüchtling Rudi Dutschke einmal ausdrückte: 'Man konnte in der DDR alles sein, nur nicht links.'"

Dann war die DDR, ihre kommunistischen und sozialistischen MfSler, Grenzschützen, Mauermörder, Kinderumerzieher, Denunzianten, Prag '68-Besetzer, Schülerrückgratverbieger, Gefängniswärter und Systemschmarotzer wahrscheinlich eher... faschistisch? Dann hätte der Kampf gegen Rechts ja endlich einen neuen, überlagernden Sinn....

Freitag, 14. März 2008

Grüner kritisiert Inzest-Urteil

Der Grünen-Rechtsexperte Jerzy Montag hat das Inzest-Urteil des Bundesverfassungsgerichts kritisiert. Es sei eine vertane Chance, sagte er am Donnerstag dem Münchner Radiosender «Antenne Bayern». Das Strafrecht sei nicht zum Schutz von Moralvorstellungen da. Es sei außerdem absurd, eine Regel aus dem 19. Jahrhundert ins 21. zu übertragen, schließlich gebe es heute Möglichkeiten der Verhütung. Dennoch werde auch Geschlechtsverkehr bestraft, der nicht zu Kindern führe, kritisierte Montag. Die Argumentation der Verfassungsrichter laufe kreuz und quer durcheinander. Auch menschlich sei es nicht nicht nachvollziehbar, warum zwei erwachsene, sich liebende Menschen keinen Sex miteinander haben dürften, sagte der Grünen-Politiker. «Das Urteil überzeugt menschlich und rechtlich nicht», fügte er hinzu.

Donnerstag, 13. März 2008

Will Beck Rot-Rot im Bund?

Bemerkenswertes weiß die "Berliner Zeitung" aus der Fraktionssitzung der SPD im Bundestag zu berichten:

"Insgesamt habe sich der Eindruck sogar noch verstärkt, dass Beck trotz gegenteiliger Beteuerungen eine Kooperation mit der Linkspartei im Bundestag nach der Wahl 2009 nicht mehr ausschließt. Mehrere Abgeordnete sagten, Beck habe sich vor der Fraktion in diesem Punkt unklar ausgedrückt. Einerseits habe er von dem "strategischen Ziel" gesprochen, der SPD die Option einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei schaffen zu wollen. Andererseits habe Beck darauf verwiesen, dass er diese Möglichkeit nicht nutzen werde. Dennoch solle die SPD in den kommenden Monaten eine "Öffnung nach links diskutieren", zitierte ein Fraktionsmitglied den Parteichef. Dieser Satz habe sich nicht eindeutig nur auf mögliche Kooperationen zwischen SPD und Linkspartei in den Ländern bezogen.Für Irritationen sorgte Beck auch mit einer Entschuldigung bei Franz Müntefering. Er hätte auf dessen Rat hören sollen, sprach Beck den anwesenden Ex-Vizekanzler in der Sitzung direkt an. "Franz" habe mit seiner Position recht gehabt, allen Landesverbänden freie Hand im Umgang mit der Linken zu geben. "Meine Entscheidung war falsch", sagte Beck zu seiner anfänglichen Festlegung, jede Kooperation mit den Linken im Westen auszuschließen. Zahlreiche Teilnehmer der Sitzung werteten dieses Eingeständnis jedoch als Taktik. Beck versuche einen "Kronzeugen" für seinen Linksschwenk zu finden, hieß es. Dass er die Abbitte bei Müntefering ehrlich oder gar herzlich gemeint haben könnte, wurde allenthalben bezweifelt."

Dienstag, 11. März 2008

Nachrichten ohne Religion und Kirchen - und nun?

In den Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens ist der ohnehin geringe Anteil von Religion und Kirche noch weiter gesunken. Auf diese Themen entfiel im vorigen Jahr ein Prozent der Berichterstattung in der Tagesschau (ARD/20-Uhr-Ausgabe), der heute-Sendung (ZDF/19 Uhr), RTL aktuell (18.45 Uhr), SAT.1 News (18.30 Uhr) sowie Tagesthemen und heute-journal. Im Jahr 2006 waren es noch 1,2 Prozent. Das geht aus dem InfoMonitor 2007 hervor, den die Fachzeitschrift Media Perspektiven (Frankfurt am Main) jetzt veröffentlicht hat. Von den insgesamt knapp 738 Sendestunden dieser Nachrichtenprogramme widmeten sich etwas mehr als sieben Themen aus Religion und Kirche (2006: knapp neun Stunden). Den meisten Platz räumten ihnen nach wie vor die öffentlich-rechtlichen Anstalten ein. An der Spitze lag die Tagesschau mit einem Anteil von 1,6 Prozent, gefolgt von „heute“ mit 1,3, den Tagesthemen (1,1) und dem heute-journal (1). Mit Abstand folgten RTL-aktuell und SAT.1 News mit jeweils 0,4 Prozent.
Gemessen an der Bevölkerung Deutschlands von 82,5 Millionen Bürgern stellen die Kirchenmitglieder einen viel größeren Anteil, nämlich 64,3 Prozent.

Im vorigen Jahr schaffte es nur ein kirchliches Ereignis in einem Monat unter die ersten zehn Themen der Nachrichtensendungen: Weihnachten erreichte im Dezember Rang 2. Hier lagen in Umkehrung des allgemeinen Trends die Privatsender vorn. RTL aktuell widmete dem Fest 75 Minuten und SAT.1 News 54 Minuten; in beiden Programmen bedeutete das Rang 1. Danach folgten „heute“ mit 30 Minuten (Rang zwei), die Tagesthemen mit 25 Minuten (Rang 3), die Tagesschau mit 11 Minuten (Rang sechs) und das heute-journal mit 7 Minuten (Rang 14). Insgesamt widmeten die Hauptnachrichtensendungen des vergangenen Dezembers dem Thema Weihnachten 202 Minuten (drei Stunden, 22 Minuten). Aus der Statistik geht nicht hervor, wie weit die religiöse Bedeutung des Fests der Geburt Christi eine Rolle spielte.

Diese Zahlen dürften jene Bischöfe stärken, die sich seit langem aus der babylonischen Gefangenschaft der Kirchen im öffentlich-rechtlichen System befreien und einen eigenen Fernsehkanal gründen wollen. Denn mit dem Erpressungsargument der linkskatholischen Medienmacher, Kirchen kämen im öffentlich-rechtlichen (noch) weniger vor, wenn diese etwas eigenes machten, ist wohl angesichts der oben dokumentierten Zahlen niemand mehr zu schrecken.

Wenn auch nur zwei Prozent der 48 Millionen Christen einmal in der Woche im neuen Fernsehkanal zuschaut, bedeutet dies fast eine Million Zuschauer.

Wo sind die 3000 West-IMs geblieben?

Eine neue Studie eines der führenden Forscher der BStU, die am Donnerstag erscheint, dokumentiert, daß im Herbst 1989 in der Bundesrepublik Deutschland 3000 Inoffizielle Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit aktiv waren. 1999 glaubte man noch, von 1553 Bundesbürgern ausgehen zu können.
Nun sollte sich unser Land doch mal auf die Suche machen nach jenen, die für die kommunistische Weltrevolution Freunde, Bekannte, Kollegen und ihr Vaterland verraten haben. Wo man suchen muss, ist auch ziemlich eindeutig. IMs im Westen wurden ausdrücklich aufgrund ihrer "Überzeugung" gesucht und angeworben, also aufgrund ihrer Affinität zu den sozialistischen Ländern. In der Richtlinie 2/79 wird die "ideologische Anforderung" an Agenten im "Operationsgebiet" so umschrieben:

"Progressive politische Überzeugungen erfassen alle politischen Auffassungen und Haltungen, in denen prinzipiell oder teilweise die Politik, Institutionen oder Repräsentanten des jeweiligen kapitalistischen Staates abgelehnt werden. In dieser Ablehnung kann gleichzeitig eine prinzipielle oder teilweise Übereinstimmung mit der Politik der sozialistischen Staatengemeinschaft zum Ausdruck kommen. Progressive politische Überzeugungen reichen von festen weltanschaulichen marxistisch-leninistischen Positionen bis zu Positionen des bürgerlichen Humanismus und können auch Bestrebungen zur gesellschaftlichen Wiedergutmachung einschließen. Sie müssen ihrem Wesen nach antiimperialistisch sein. Die weitgehende Übereinstimmung von gesellschaftlichen und persönlichen Interessen ist für die Effektivität und Stabilität der Zusammenarbeit besonders wertvoll."

Ob man sich nicht vielleicht manchen Juso- Grünen - und Linken-Lebenslauf noch einmal genauer anschauen sollte?

Montag, 10. März 2008

"Marktprinzip aufheben"

Gute Idee des "Tagesspiegel", in diesen Tagen mal bei Franziska Drohse vorbeizuschauen. Wir erinnern uns: das ist jene Juso-Vorsitzende, die seelenruhig an prominenter Stelle bei de r linksextremen "Roten Hilfe" mitwerkelte - und somit biographisch schonmal vormachte, was wohl Zukunft der gsamten SPD sein dürfte. Und von eben dieser Frau Drohsel lesen wir nun ein erhellendes Interview, in dem es u.a. heißt:

"Wodurch würde sich eine Gesellschaft des „demokratischen Sozialismus“ von der heutigen unterscheiden?
Dem SPD-Grundsatzprogramm zufolge leben die Menschen im demokratischen Sozialismus in Freiheit, Gleichheit und Solidarität zusammen.
Und weiter?
Für uns Jusos ist im demokratischen Sozialismus das kapitalistische System nicht mehr das vorherrschende.
Die Marktwirtschaft in ihrer jetzigen Form würde abgeschafft?
Grundsätzlich würde das natürlich schon bedeuten, dass man das Marktprinzip als gesellschaftsstrukturierendes Element aufhebt.
Und dann?
Es wäre dann so, dass auch die Wirtschaft nach demokratischen Prinzipien geführt würde, also aufgrund von Mehrheitsentscheidungen. Das heißt ja nicht, dass es keine Konkurrenz um die besten Ideen geben kann.
Sie meinen das ganz ernst, oder?
Natürlich. Wir brauchen eine andere Ordnung. Und ich glaube, dass Gesellschaft anders organisiert werden kann. Dieses System ist von Menschen gemacht und kann auch von Menschen wieder geändert werden. Es ist nicht zwangsläufig so, dass man im Kapitalismus lebt. Dieser Kapitalismus produziert massive Ungerechtigkeit, er schafft Armut und Verelendung in Deutschland und weltweit. Deshalb brauchen wir eine Alternative."

Nun wollen wir mal nicht aufgeregt sein - Vertreter des "staatsmonopolistischen Kapitalismus" hab es in der SPD auch früher schon. Die werden dann drei Jahrzehnte später Bundeskanzler und praktizieren ihre Ideologie danach im Dienste lupenreiner demokratischer Staatsunternehmen.

Die Freunde der Freunde der SPD

Auf dem Gründungsparteitag der "Linken", dem neuen politischen Partner der SPD auf Länderebene, durfte Gregor Gysi am 16. Juni 2007 folgende Gastdelegationen, insgesamt Kommunisten und Extremisten aus aller Welt, begrüssen:

"Die Awami-Liga aus Bangladesh, die Une Autre Guche aus Belgien, die Belorussische Partei der Kommunisten, die Bewegung für den Sozialismus aus Bolivien, die Partei der Werktätigen Brasilien, die Kommunistische Partei von Brasilien, die Grüne Partei Bulgariens, die Kommunistische Partei Chiles, die Kommunistische Partei Chinas, die Rot-Grüne Einheitsliste Dänemarks, die Sozialistische Volkspartei Dänemarks, die Partei der Europäischen Linken mit weiteren Mitgliedern neben ihrem Vorsitzenden, der Linksbund aus Finnland, die Kommunistische Partei Finnlands, die Französische Kommunistische Partei, die Kommunistisch-Revolutionäre Liga Frankreichs, die Assoziation für eine soziale Republik aus Frankreich, die Sozialistische Partei Frankreichs, und die Ko-Direktorin von "Regards" aus Frankreichs, SYNASPISMOS aus Griechenland, die Kommunistische Partei Griechenlands, die Kommunistische Bewegung für Soziales und Ökologie aus Griechenland, die Kommunistische Partei Britanniens, die Gruppe für sozialistisches Handeln in der Labour-Partei, die Revolutionäre Einheit Guatemalas, die Kommunistische Partei Indiens, PAPERNAS, die Einheitspartei für die nationale Befreiung Indonesiens, die Tudeh-Partei aus Iran,,die Volksfedayan aus Iran, die Irakische Kommunistische Partei, Sinn Féin aus Irland, die Links-Grüne Allianz aus Island, die Kommunistische Partei Israels, die Meretz-Yachad aus Israel, Rifondazione Communista aus Italien, die Partei der Italienischen Kommunisten, den Gewerkschaftsbund Italiens, die Japanische Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei Kubas, die Libanesische Kommunistische Partei, Déi Lénk aus Luxemburg, die Partei der Demokratischen Revolution aus Mexiko, die Sozialistische Partei aus den Niederlanden, die Sozialistische Linkspartei aus Norwegen, die Kommunistische Partei Österreichs, die Palästinensische Volkspartei, die Polnische Sozialistische Partei, die Polnische Sozialdemokratie, die Sozialistische Jugend Polens, den Linksblock aus Portugal, die Kommunistische Partei Portugals, die Kommunistische Partei der Russischen Föderation, die Linkspartei aus Schweden, die Partei der Unabhängigkeit und Arbeit aus Senegal, die Kommunistische Partei der Slowakei, die Kommunistische Partei Spaniens, die Vereinte Linke aus Spanien, die Vereinte Alternative Linke aus Katalonien in Spanien, die Kommunistischer Partei Kataloniens, den Afrikanischen Nationalkongress aus Südafrika, die Südafrikanische Kommunistische Partei, die Syrische Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens aus der Tschechischen Republik, die Partei des Demokratischen Sozialismus aus der Tschechischen Republik, die DTP aus der Türkei, die Kommunistische Partei der Ukraine,,Frente Amplio aus Uruguay, Vertreter des Korrespondenzkomitees für Demokratie und Sozialismus aus den Vereinten Staaten von Amerika, die Kommunistische Partei Vietnams, Polisario aus Westsahara und AKEL aus Zypern."

Damit dürfte so ziemlich jedes kommunistisch-diktatorische System bzw. deren Protagonisten vertreten gewesen sein - nach unserer Zählung fehlte nur Nordkorea.

Papst-Mord "überlegenswert"?

Bemerkenswertes liest man im aktuellen Interview des Schauspielers Heiner Lauterbach in "TV today":

"Persönlich weiß ich, dass man kein Menschenleben gegen ein anderes abwägen darf. Doch wenn man nun bedenkt, dass er durch den Tod eines einzigen Menschen, dessen Dogmen recht fragwürdig sind, eventuell tausende andere Menschen retten kann, dann ist das schon überlegenswert."

Und ein solcher Mann zählt zu den offiziellen Unterstützern der CDU (etwa im Wahlkampf 2005).

Nachtrag 13.3., 11.10h:

Heiner Lauterbach hat eine Erklärung zu dem Vorfall veröffentlicht:

"In den oben genannten Zeitungen (TV-Today, Bild) werde ich in etwa zitiert, dass ich einen Anschlag auf den Papst für überlegenswert halte. Es ist traurig genug, dass ich hierzu überhaupt Stellung nehmen muss, aber ich tue es trotzdem. Ich halte einen Anschlag auf den Papst, wie auch auf jeden anderen Menschen auf der Welt für alles andere als überlegenswert. Ich bin selbst bei mehrfach verurteilten Massenmördern ein strikter Gegner der Todesstrafe und vertrete seit ich denken kann die These, dass kein Mensch auf der Welt das Recht hat, einem anderen das Leben zu nehmen. Wenn ich persönlich so absolut gegen die Kirche wäre, hätte ich kaum in ihr geheiratet und meine beiden jüngsten Kinder in ihr taufen lassen.

Meine Überlegungen zu diesem Thema bezogen sich ausschließlich auf die von mir dargestellte Figur des Rami Hamdan, dem der Interviewer Schießwütigkeit vorwerfen wollte. Um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern und damit auch die unseres Autors, habe ich verschiedene mögliche Beweggründe dieses Mannes in den Raum gestellt. Das dies absolut nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun hat, habe ich, mit dem auch abgedruckten Satz: „Persönlich weiß ich, dass man kein Menschenleben mit einem anderen abwägen darf", untermauert.
Leider musste ich während meiner Arbeit und auch Nachbearbeitung an diesem Film immer wieder feststellen, dass es Journalisten gibt, die nur darauf gelauert haben, dass ich mich in irgendeiner Form despektierlich über die Kirche äußern würde, um dann auf meine Kosten für Verkaufs fördernden Wirbel zu sorgen. Obwohl ich sehr darum bemüht war, dass zu vermeiden und den Glauben meiner Mitmenschen nicht zu verletzen, scheint es ihnen wieder einmal gelungen zu sein. Das tut mir leid und ich möchte mich, wenn ich mir auch keiner Schuld bewusst bin, entschuldigen, wenn ich in diesem Zusammenhang missverständlich wiedergegeben wurde."

Sonntag, 9. März 2008

Von der Freiheit einer Abgeordneten

Das entwürdigende Gezerre um die Haltung der freien und frei gewählten Abgeordneten Dagmar Metzger (SPD) geht in eine neue Runde: Auch ihr möglicher Nachrücker sagte jetzt der "FR", er habe "Bauchschmerzen" bei einer Wahl Ypsilantis als Ministerpräsidentin mit den Stimmen der Linksextremisten von der Linken.
Was nur zweierlei zeigt:
1. Es gibt viele Menschen mit Rückgrat in der SPD.
2. Leider schweigen davon zu viele - in der Landtagsfraktion wären sicher viele froh, wenn sie nicht der Parteiräson folgen müssten.
Wie heißt es doch in Artikel 95 der hessischen Landesverfassung:

"Kein Mitglied des hessischen oder eines anderen deutschen Landtags darf zu irgendeiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seiner Abgeordnetentätigkeit getanen Äußerungen gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden."

Kurt Beck wird diese von ihm allein zu verantwortende Krise so schnell nicht mehr los.

Freitag, 7. März 2008

Wie Ypsilantis Partner von der DDR bezahlt wurden

Ein klassisches Beispiel der Geschichtsklitterung durch die Linke ist derzeit in Hessen zu beobachten. Nicht nur, daß die SPD mit ihren einstigen Feinden und Verfolgern von KPDDKPSEDPDSLINKER ins Duldungsbett steigen will. Die DKPisten von einst, inzwischen geadelt zu Mehrheitsbeschaffern für sozialdemokratische Möchtegern-Ministerpräsidentinnen, strickt fleißig an ihrer Vergangenheit.
Nachdem Roland Koch den Kommunisten Willi van Ooyen, seit 1976 hessischer Landesgeschäftsführer und seit 1984 hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer der linksextremen "Deutschen Friedensunion" (DFU) und heute Linke-Fraktionschef in Wiesbaden, so treffend als "von der DDR bezahlten Politagenten in Westdeutschland" bezeichnet hat, fingert diese herrliche Legenden zutage:

"Ich war einer der Geschäftsführer der Deutschen Friedensunion. Meine Aufgabe war immer, Politik zu machen und Menschen zu mobilisieren, für Geldflüsse war ich nicht zuständig. Wir haben überall gesammelt und alles genommen, was uns angeboten wurde. Bei mir ist nie jemand mit Geld aus der DDR oder Moskau angekommen. Wir hatten aber regelmäßig alle zwei Jahre die Steuerfahndung im Haus, da hätte das auffallen müssen.
WELT ONLINE: Waren Sie ein DDR-Politagent?
Nein, das war ich nicht. Ich habe mich immer gegen Krieg und für soziale Gerechtigkeit eingesetzt, gegen Spitzel und Spitzelwesen und dafür, Mauern einzureißen. Natürlich gab es aber auch Kontakte in die DDR. Wir hatten viele Delegationen in der Bildungspolitik, ich fand vieles im DDR-Schulsystem ganz spannend – unabhängig von der ideologischen Position. Sicher gab es auch eine ideologische Nähe, es ging schon darum, wie man eine sozialistische Gesellschaft entwickeln kann. Es gab aber auch immer sehr kritische Positionen."

Nun, erhat offenbar vergessen, daß die DFU eine Nachfolgeorganisation der 1956 verbotenen Kommunistischen Partei war. Längst ist bekannt, dass der "Friedenskampf" Teil kommunistischer Bündnisstrategie war und etwa DFU, "Krefelder Initiative" und "Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit" (KOFAZ) laut SED- und Stasi-Akten materiell, personell und ideologisch eng mit der DDR und der Sowjetunion verknüpft waren. Und , oh Wunder: Kaum war die DDR weg, hatte auch van Ooyens DFU kein Geld mehr. Und neuere Forschungen dokumentieren:

"Im Parteiarchiv der SED fanden sich Unterlagen, nach denen die Deutsche Friedensunion (DFU), die die Unterschriftensammlung unter den "Krefelder Appell" organisiert hatte, von der DDR mit jährlich knapp fünf Millionen DM finanziert wurde."

Na, dann regiert mal schön!

Mittwoch, 5. März 2008

Türkische Propaganda zu "Ludwigshafen"

Nun, da eindeutig klar ist, daß der tragische Brand von Ludwigshafen nicht auf Brandstiftung zurücvkzuführen ist, dokumentiert "Die Welt" eine bemerkenswerte Reaktion in der türkischen Szene in Deutschland:

"Erstaunlicherweise hat es für viele Türken in Deutschland überhaupt keinen Unterschied gemacht, dass man in Ludwigshafen keinen Anhalt für eine fremdenfeindliche Tat gefunden hat. „Nach den Brandanschlägen muss es eine Neuausrichtung der Politik geben“, lautete der Titel einer Veranstaltung der Türkischen Gemeinde Deutschlands vor ein paar Tagen.

Seit Ludwigshafen habe es 17 Brände in Häusern gegeben, die von Türken bewohnt werden, sagte der Vorsitzende der TGD, Kenan Kolat. Diese Brände hätten zu großer Unruhe in der türkischen Community geführt. „Wir brauchen mehr Nestwärme“, erklärte der Politiker, dessen Organisation allerdings nur etwa 2000 Menschen vertreten soll. Bundesweit gibt es täglich etwa 500 Brände. Nur eines der 17 Feuer ging nachweislich auf Brandstiftung zurück."

Bliebe nur zu ergänzen, daß SPD-Mitglied Kolat seit Jahren gern gesehener "Dialogpartner" aller möglichen "Islamkonferenzen" und Interviewpartner der Medien ist.

Die SPD und der UNICEF-Skandal

Seltsame Verknüpfungen tun sich nun im UNICEF-Spendenskandal auf: Ganz offenbar agierte der Büroleiter von Heide Simonis, Matthias Beigel, unter UNICEF-Briefkopf. Dies berichtet der "Stern" in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Illustrierte erwähnt allerdings nicht ausdrücklich, daß Beigel nicht etwa Simonis' Büroleiter bei Unicef, sondern ihr persönlicher Büroleiter in Kiel ist. Beigel ist auch auf der offiziellen Homepage heide-simonis.de als Ansprechpartner genannt. Die Seite wird von der SPD Schleswig-Holstein betrieben, als Kontaktadresse ist die SPD-Landesgeschäftsstelle (Kleiner Kuhberg 28-30, 24103 Kiel) mit entsprechender Telefon-Durchwahl angegeben.
Ein SPD-Mitarbeiter weist UNICEF-Mitarbeiter an, andere UNICEF-Mitarbeiter auszuforschen?
Starke Geschichte.

Montag, 3. März 2008

Über die ostdeutsche Kunst des kommunikativen Beschweigens

Eine starke Analyse der Kommunikationsmechanismen auf dem Gebiet der früheren DDR, aufgehängt an den Reaktionen auf die Äußerungen von Ministerpräsident Böhmer zu Kindstötungen, hat heute WELT online veröffentlicht. Dort schreibt Alexander Wendt unter anderem:

"Der Komplex besteht aus drei Teilen: Den Kadern der PDS, den DDR-geschulten Redakteuren der einstigen SED-Bezirksblätter und der ostdeutschen Rundfunkanstalten, und den Lehrern. Er besteht aus denen, die die Wirklichkeitswahrnehmung definieren. Sie sind meist noch jung, Mitte vierzig, sie entstammen einem in der DDR politisch geformten Milieu, sie sprechen eine kodifizierte Sprache, die eine Erkennung untereinander leicht macht. Sie bilden die ostdeutsche Elite, die Zugang zu Rednerpulten besitzt, zu Computern der Zeitungen und zu Mikrofonen. Sie regieren überall mit – auch in den anderen Parteien in Ostdeutschland, die sich bei heiklen Debattten an diesem Komplex ausrichten wie zu seligen Zeiten der „Nationalen Front“.
Und vor allem beherrscht diese Elite die Kunst des kommunikativen Beschweigens, zementiert in Sprachregelungen und Sprachverboten, die niemand ohne exemplarische Bestrafung bricht. Und eine dieser Regelungen lautet: Die hohe Zahl der Kindermorde im Osten darf nichts, nichts, nichts mit der DDR zu tun haben. Nichts mit der Abtreibungspraxis, nichts mit der Säkularisierung, nichts mit dem Diskussionsverbot in der DDR (das ja offenbar bis heute fortwirkt). Genau so, wie der ostdeutsche Alltagshass gegen die winzige Gruppe von Ausländern nie, niemals, unter keinen Umständen aus der DDR herrühren darf. An beidem darf nur die Arbeitslosigkeit schuld sein, also der Kapitalismus, also der Westen."

Samstag, 1. März 2008

Wie man bei "Goethe" über die deutsche Sprache denkt...

Verwunderung löst die traditionell linksgewirkte Goethe-Präsidentin Jutta Limbach mit ihrer Forderung aus, Kinder sollten statt deutschsprachiger Fernsehsendungen besser fremdsprachige mit deutschen Untertiteln sehen. Limbach, die eigentlich nicht für die Förderung von Englisch im Inland, sondern für die Förderung von Deutsch im Ausland zuständig ist, sagte am 28. Februar der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Deutsche Untertitelungen fremdsprachiger und auch deutschsprachiger Kinder-Sendungen sind sinnvoll. Sehgewohnheiten ändern sich beständig. Das Fernsehen könnte aktiv daran mitwirken, indem es attraktive fremdsprachige Kinderfilme mit deutschen Untertiteln präsentiert.“
Zweifel an ihrer Befähigung als Präsidentin des Goethe-Instituts hatte Limbach bereits vor wenigen Tagen hervorgerufen, als sie gegenüber dem Deutschlandfunk forderte, jeder solle eine Zweitsprache „adoptieren“ und so intensiv lernen wie seine Muttersprache. Sie selbst sei
jedoch bereits zu alt dafür. Schon früher hatte Limbach mit ihrer Forderung „Englisch ist ein Muß!“ für Kopfschütteln gesorgt. Ob der Kurswechsel des aus Steuergeldern finanzierten Goethe-Instituts, weg von der Werbung für die deutsche Sprache, hin zur Werbung für Englisch und andere Sprachen, mit der Bundesregierung abgesprochen ist, erscheint zweifelhaft. Die "Deutsche Sprachwelt" fordert Klaus-Dieter Lehmann, der am 1. April als
Goethe-Präsident nachfolgt, auf, sich von den Äußerungen Limbachs zu distanzieren und das Goethe-Institut wieder auf seine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Das Goethe-Institut sei nicht die Außenstelle des „British Council“.