Samstag, 24. Januar 2009

Mannichl, der letzte Akt kündigt sich an

Langsam, ganz leise schleicht sich die veröffentlichte Meinung aus dem Fall Mannichl heraus. Was vor genau vier Wochen noch ein "Fanal des Rechtsterrorismus" sein sollte, ist inzwischen - garnichts mehr. Noch gibt es vereinzelte Rückzugsgefechte, bei denen einfach mal behauptet wird, der Fall werde " zur unendlichen Geschichte, auf deren Finale man wohl vergeblich warten wird" ("Der Tag"). Aber es hilft nichts - die Neonazi- oder "Rechten"-These ist völlig zusammengebrochen, immer mehr zeichnet sich ab, daß eine politisch orientierte Polizei falsch ermittelte und Spuren verwischte. Ein bayerischer Innenminister hetzte öffentlich und behauptete Bemerkenswertes über angebliche Verletzungen - und alle, alle schrieben einfach voneinander ab.
Warten wir's ab.
Falls das kollektive (und Google-) Gedächtnis wieder einmal zu kurz greifen sollte, falls die sich abzeichnende Auflösung der Rechstextremisten-These im Falle Mannichl wahrhaft werden sollte - hier die Schlagzeilen, unter denen allein die BILD-Zeitung von Mitte Dezember bis Anfang Januar in dem Fall hetzte und wildeste "Tatsachen" erfand:

Dienstag, 6. Januar 2009

Hell's Angels, Schröder und die SPD

Das innige Verhältnis der Gewaltverbrecher aus den "Hell's Angels"-Kreisen und der Politik wird gerade zum Thema - noch versteckt, aber spürbar und für manchen unangenehm. Wir dokumentieren hier einfach mal einige Fundstücke der letzten Zeit:

"Beim Hannover-Boss der Angels, Frank H., ist Markus W. inzwischen "Secretary". Als rechte Hand des Chefs gehört er damit neben dem "Treasurer" (Schatzmeister) und dem "Sergeant at Arms" (Sicherheitschef) zum inneren Zirkel des streng hierarchischen Clubs. Für die Fahnder vom Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine beunruhigende Entwicklung. Denn das Charter Hannover ist nicht irgendeins: Es gilt als größtes und zählt zu den einflussreichsten weltweit im Bund der Hells Angels. Der Club in Hannover wird vom niedersächsischen LKA dem Dunstkreis der Organisierten Kriminalität zugerechnet."

Lustig werden diese Zusammenhänge aber erst, wenn man diesen Artikel liest, der - anders als "Spiegel online" - mit den Nachnamen verschiedener Handelnder nicht geizt und auch noch andere bemerkenswerte Verbindungen aufzeigt:

"Die Polizei stuft die Akteure des Rockerclubs als höchst kriminell ein. Dennoch haben sie sich seit ihrer Gründung 1999 zumindest mit freundlicher Rückendeckung von Lokalpresse und City-Prominenz etabliert."

Hm, spannend. Aber wie prominent soll das denn nun sein?

"Zu seinen "Herrenabenden" lädt Anwalt Götz von Fromberg neben seinem alten Kanzleikumpel Gerd Schröder so auch gerne den Chef der Hells Angels in Hannover ein, Frank Hanebuth. Von Fromberg, für die Hannoversche Allgemeinen Zeitung (HAZ) ein "Staranwalt", vertritt den ehemaligen Boxer und "König des Steintors" auch gerne vor Gericht."

Und wir erleben hier die perfekte Symbiose von Politik, Kriminalität und Medien in einer deutschen Landeshauptstadt:

"Hanebuth und seine Jungs haben das Rotlicht- und Partyviertel an der Leine im Griff. Die HAZ lobt den 1,96-Meter-Mann, der 2001 wegen Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, für seine "mehr als erfolgreiche Wiedereingeliederung". Das Landeskriminalamt bringt die Rocker dagegen mit Drogen, Menschenhandel und Zuhälterei in Verbindung."HAZ" und "Neue Presse" feiern Hanebuths Angels gerne als Helden ab, die dem Steintor die Sicherheit gebracht hätten, die den Kiez "Erblühen" lasse. "Wer in der Stadt etwas machen will, der fragt die Stadt, der fragt die Polizei und der fragt Frank Hanebuth", schrieb die HAZ nicht ohne Respekt. Die Höllenengel sind in Hannover gesellschaftsfähig geworden: Ihr "Präsident" Hanebuth hält die Meile "sauber", dafür lassen ihn die Stadtoberen wirken."

Nur als Detail am Rande sei zu erwähnen, dass in dem Reigen nicht nur der SPD-nahe Anwalt von Fromberg und sein Kanzleikollege und ehemalige SPD-Kanzler Schröder mitspielen, sondern indirekt auch noch die SPD, die über ihre parteieigene millionenschwere Medienholding DDVG an der "Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co." mit rund 23,1% beteiligt ist - der wiederum u.a. die "Hannoversche Allgemeine" und die "Neue Presse Hannover" gehören.

Hell's Angel Hanebuth gehört übrigens auch die Steintor Event GmbH, die das gleichnamige Hannoveraner Rotlichtviertel, nun ja, ein wenig vermarktet ;-) Und es hat dem "Quartier Steintor" sicherlich nicht geschadet, daß der Madsack-Verlag (Teilhaber: siehe oben) hier
im November 2007 mit dem neuen "Mendini-Bau" auf eigenem Grund kräftig investierte.

Montag, 5. Januar 2009

Linke können nicht schießen

Derzeit kann man wieder einmal erleben, wie unterschiedlich Straftaten mit möglichem politischen Hintergrund in deutschen Medien gehandhabt werden.
Während im Falle Mannichl/Passau der "rechte" Täter trommelfeuergleich bereits festgestellt ist und die These auch durch kleinlaute Fahndungserweiterung der Polizei auf Rocker und Eishockeyfans nicht totzukriegen ist, geht es in Sachen der tagelangen brutalen linksextremen Ausschreitungen in Athen ganz anders zu.
Nachdem hier - wohl aufgrund einer "Nachrichtenpanne" - zu Beginn kurzzeitig völlig korrekt von linken Autonomen und Linksextremisten als Urhebern der Gewalttaten die Rede war, wurden diese sehr schnell verständnisvoll zu "Jugendlichen" umdefiniert, die wohl einfach nur sauer waren...
Als nun im "autonomen" Viertel Athens, Exarchia, ein junger Polizist mit automatischer Waffe, Pistole und Handgrante beschossen und schwer verletzt wurde, vernebeln die Zeitgeist-Ritter von bei "Spiegel online" dies geschwind wie folgt:

Nach Angaben der Polizei griffen zwei Männer am frühen Morgen eine Gruppe Polizisten in der griechischen Hauptstadt mit einer automatischen Schusswaffe und einer Handfeuerwaffe an.

Na sowas....
Und warum taten sie das? Und wer waren sie denn vielleicht, rein spekulativ?

Die verwendete automatische Waffe sei bereits bei einem Anschlag auf einen Polizeibus vor zwei Wochen benutzt worden, teilte die Polizei mit. (...) Zu der Tat bekannte sich damals eine bisher unbekannte Untergrundorganisation namens "Volksaktion".

Na, immer noch keine Idee, ob dies Linksextremisten sein könnten?
Nee, "Volksaktion" ist sicher der Name einer Kita oder eines Museums. Bei dem letzten Überfall der "Laiki Drasi" wurden übrigens waschechte Kalschnikows eingesetzt und damit ein Polizeibus beschossen.

Nur, eine Bitte: Schreibt es niemals auf, wenn auch nur der Verdacht auf Linke fallen könnte.
Bitte, niemals - ok?
Denn nur so bleibt in der öffentlichen Wahrnehmung auch der falsche Eindruck entstehen, es gebe keine politische Gewalt von Links und alles sei nur eine historische Sache von RAF und Roten zellen, die Ihr doch alle so gut kennt.... Und nur dann fließen auch weiterhin hauptsächlich Staatsgelder für Eure Freunde im "Kampf gegen Rechts".
Also, versprochen?
Dann mal ran, Volkspädagogen. Und: Hart bleiben!

Sonntag, 4. Januar 2009

Politik und Polizei dulden Hasstiraden gegen Israel

Dieser Tage ist auf deutschen Straßen folgendes zu lesen und zu hören:

"Tod Israel, Tod den Juden"
"60 Jahre Israel, 60 Jahre Völkermord"
"Nein zu Israels Holocaust in Gaza"
"Geh zur Hölle, Israel"

Einträchtig sind Fahnen türkischer Extremisten, der Hamas, der DKP, der SDAJ, der Linkspartei und anderer Splittertrupps zu sehen. Sie marschierten in fast allen deutschen Großstädten, zu tausenden ihren Hass auf Israel herausbrüllend.

Dazu fällt auf:
1. Nirgendwo wird über diese Demos breit berichtet.
2. Wenn doch, dann niemals unter Nennung der hasserfüllten Parolen und der extremistischen Organisatoren und Teilnehmer.
3. Keine Polizeiaktion, kein Politikerprotest, kein Staatsanwalt weit und breit.

Spätestens jetzt müsste auch dem Letzten klar werden, dass in diesem Land der Extremismus, wenn er denn von der "richtigen" Seite kommt, längst gesiegt hat....

Dienstag, 30. Dezember 2008

Details en detail

Hier sei nur einmal dokumentiert, was an wesentlichen Fakten im Falle Mannichl von Beginn an deutlich dargestellt wurde.

"Der 52-jährige Polizeidirektor Alois Mannichl wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt."

"Der schwerverletzte Geschädigte wurde sofort in ein Passauer Krankenhaus verbracht und notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht."

Polizei Passau, Pressemitteilung, 14.12.2008

Aber selbst die Wiedergabe dieses einfachen, in klaren Worten geschilderten Sachverhalts ist den meisten Medien anscheinend nicht möglich, wenn es denn der Dramatisierung "gegen Rechts" dient. Also lasen bzw, lesen wir etwa dieses:

"Nach einer Notoperation ist der 52-Jährige außer Lebensgefahr..."

"Der Passauer Polizeichef Alois Mannichl war am 13. Dezember von einem mutmaßlichen Neonazi bei einer Messerattacke lebensgefährlich verletzt worden."

"Nach einer Notoperation ist der Polizeichef außer Lebensgefahr."

"Ein unbekannter Täter aus der rechten Szene hatte den Passauer Polizeidirektor niedergestochen und lebensgefährlich verletzt."

Na, dann ist ja alles klar.
Nur - warum versucht die Polizei denn dann überhaupt noch, den Sachverhalt aufzuklären?

Plötzlich keine "Rechten" mehr im Falle Mannichl...

Also, das ist schon seltsam: In der jüngsten offiziellen Pressemitteilung der Polizeidirektion Passau wird das Tableau an gesuchten Personen erneut kräftig erweitert. Eines fällt dabei auf: Der bisher behauptete (und allein auf der Aussage Mannichls beruhende) Bezug zum rechtsextremen Milieu (das in den ersten Mitteilungen der Polizei auch noch "rechtes" Milieu genannt wurde), ist wie von Geisterhand verschwunden. In Bezug auf mögliche Verdächtige heißt es nun ganz am Ende des Textes etwas "gschamig":

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die gesuchten Personen sowohl im rechten Spektrum, aber auch im Punker- oder Rockermilieu, aber auch in der Gothic-Szene aufhalten können.

Na, das verspricht ja langsam, ein politisch hoch interessanter Fall zu werden.
Was wäre denn, wenn der oder die Täter ohne politischen Hintergrund oder gar mit einem ganz anderen Hintergrund oder Motiv zugestochen hätten?
Dazu hier noch einmal, damit es keiner vergisst, die zentralen Zitate aus Politik und Gesellschaft, die so schnell und wohlfeil kurz nach der Tat zu hören waren:

„Wir müssen der rechtsextremistischen Krake jetzt Paroli bieten.“
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), in: BamS

"Die Attacke auf einen einzelnen prominenten Vertreter des Staates ist eine neue Form.
(...)
Bayern hat damals auch das Verbot der NPD betrieben, leider ohne Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht. Wir sehen uns nun in tragischer Weise durch Alois Mannichl bestätigt, dass Härte und Verbote wichtig sind. Es trifft die Neonazi-Szene, sie reagiert zunehmend irritiert und wütend."
Innenminister Joachim Herrmann (CSU), SPON

„Ich müsste in die finsteren RAF-Zeiten zurückdenken, um Vergleichbares zu finden“, sagt der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper.
Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD), im TV

„Wir haben mit den Wirten geredet, manche auch eingeschüchtert.“
Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD), in: FAZ

«Wir haben es inzwischen mit einer Dimension zu tun, der man mit Aktionismus nicht begegnen kann.»
Sebastian Edathy MdB (SPD), lt. ddp

Das könnte unter Umständen eine ziemlich große Zurück-Ruder-Regatta werden....
Fragt ein Hinschauer sich nur:
Cui bono det Janze?

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Ein gutes Gefühl...

"Ein Gutteil des vermeintlichen Kampfes gegen "rechts" ist nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für seine Betreiber. Gegen "rechts" zu kämpfen, schafft definitiv ein gutes Gefühl. Schließlich weiß man ja heutzutage nicht mehr so genau, wofür und wogegen man zu sein hat, die Globalisierung ist zu anonym, George Bush oder Sarah Palin sind zu weit weg, die Klimakatastrophe ist unzuverlässig, Hitler letztlich nun doch irgendwie tot..."
Michael Klonovsky, im Deutschlandradio

Sonntag, 21. Dezember 2008

Brandanschlag auf Gotteshaus...

... und niemanden interessiert's.
Zum dritten Mal innerhalb von zwei Monaten ist eine christliche Kirche in Hamburg Ziel eines Brandanschlags geworden. In der Nacht zum 20. Dezember brannte die Sakristei der katholischen Kirchengemeinde St. Bernard in Poppenbüttel völlig aus, zwei Feuerwehrleute wurden verletzt.
Nun, wir vermuten mal nicht, daß es Zufall war, daß Sakralgegenstände, Gebetbücher und liturgisches Gerät auf einem Haufen zusammengeworfen und angezündet wurden, unter Nutzung von Brandbeschleunigern.
Wir fragen nur: Wen interessiert's, wer's war?
Oder, anders gefragt: Regt sich da irgendjemand aus dem Kirchenhassermilieu Hamburgs, das bereits im Sommer aggressiv und gewalttätig gegen evangelikale Christen vorging - und dessen linkspublizistische Ausläufer diese allen Ernstes in eine Reihe mit "Islamisten" stellen - gedruckt in Millionenauflage und finanziert mit hunderttausenden Euros Steuergeldern aus der Bundeszentrale für politische Bildung, des Bundespresseamtes und der Bundesregierung?
Und warum nur beschweigt "Spiegel online" diese Brandanschläge - oder liegt Hamburg-Poppenbüttel etwa zu weit weg vom Spiegel-Verlagshaus?

Lesen lernen mit "Spiegel online"

Nun, sagen wir mal so... "Spiegel online" hatte wohl irgendwie keine Lust, sich die dieser Tage veröffentlichte Liste aller Geldgeber anzusehen, die in den letzten Jahren an Bill Clintons Stiftungen (Bill Clinton Foundation und Bush-Clinton-Katrina-Fund) Geld gespendet haben.
Sonst wäre ja wohl kaum jene fulminant ungenaue Falschmeldung herausgekommen, daß es "auch in Deutschland einen prominenten Geldgeber" gegeben habe.
Nach der von der "William J. Clinton Foundation" veröffentlichten Liste finden sich unter den offiziellen Sponsoren des früheren US-Präsidenten unter anderem folgende Persönlichkeiten und Institutionen aus Deutschland:

Michael Schumacher, Rennfahrer
Karlheinz Kögel, Medienunternehmer
EnbW, Energieversorgungsunternehmen
Nicolas Berggruen, Immobilienunternehmer
Siemens AG, Industriekonzern
Eberhard von Koerber, Unternehmer
Robert Bosch Stiftung GmbH
Islamischer Verein für wohltätige Projekte e.V.

Mal ehrlich - wenn die SPON-Hilfsvolontäre noch nicht mal so eine Liste abschreiben können... Wir wird erst dann mal die Berichterstattung bei komplexeren Themen aussehen?
Aber vielleicht hat es ja seinen Grund, nicht genauer hinzusehen - dann muss man auch nicht kritische Analysen betreiben wie etwa Jacob Laksin, der in der Clinton-Spender-Liste so einiges an seltsamem Personal ausfindig gemacht hat.
Kann man hier nachlesen.

Pressezensur durch Linksautonome

Große Sorgen machen sich linke gewalttätige Autonome, was ihre "Pressearbeit" betrifft. Auf einer "Autonomen Vollversammlung" am 13. Dezember in Berlin ging es zu diesem Thema hoch her.
Das vorliegende Protokoll vermerkt unter anderem:

"Ausgangspunkt der ersten Diskussion war die Praxis, die z.B. auf der Silvio-Meier-Demo umgesetzt worden war, Bändchen an JournalistInnen auszugeben, und damit das Filmen zumindest im Blick zu haben. Unklar blieb, ob wirklich alle, die nachfragten so ein Bändchen bekommen hatten, oder nur Bekannte, Überprüfte und nach welchen Kriterien das stattfand (oder reichte wirklich ein Presse-Ausweis?) - genau das wurde aber als sehr wichtige Fragen eingeschätzt!"

Künftig regeln also linke Gewalttäter selbst, wer wo wann wie was filmen darf.
Pressefreiheit? Nicht in "autonomen" Gebieten...

"Wir mögen die Presse nicht, freuen uns aber z.B. über riot-Bilder, gute Demo-Fotos und ganz aktuell z.B. über Spiegel-TV zum 6.12. oder das Handy-Video, das Bullengewalt gegen Fußballfan dokumentiert und bekannt gemacht hat. Es wird zu viel fotografiert, v.a. bei Festnahmen, anstatt z.B. einzugreifen und die Leute zu befreien. Es braucht auch eine eigene Geschichtschreibung, die auch eigene Bilder braucht."

So, so...
Aber, man hat ja nicht nur bei "Spiegel-TV"-Freunde, nicht wahr?

"...wir müssen vertraute Presseleute/Kamerateams mitnehmen zu Aktionen und mitbestimmen, was sie filmen sollen. Die Diskussion ist meist unbequem, weil wir selbst darin auch so widersprüchlich sind. Bändchen-Modell ist ganz gut, muss aber ausdiskutiert werden, v.a., was die Kriterien angeht - alle anderen Film-Leute müssten Demo-Verbot kriegen."

Na, dann ist ja alles klar für's nächste Mal.

Welche Fahne?

Angesichts des brutalen Mordanschlags auf den Passauer Polizeichefs Alois Mannichl entstehen, gerade wegen der überragenden politischen Bedeutung des Vorgangs, zunehmend neue Fragen.

Mannichl, der vor einer Woche an seiner Haustüre vermutlich von einem rechtstextremen Täter brutal niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde, berichtete den Ermittlern, der Täter habe zu ihm gesagt:

„Schöne Grüße vom nationalen Widerstand. Du linke Bullensau, du trampelst nimmer auf den Gräbern unserer Kameraden herum.“

Diese Äußerung wird allgemein als Bezug gewertet zu einem Vorfall am 26. Juli in Passau. Damals beerdigten dutzende bundesweit bekannter Neonazis und Rechtsextremisten einen der ihren, Friedhelm Busse. Kurz bevor dessen Sarg in die Erde gelassen wurde, legte ein Teilnehmer eine Flagge auf dem Sarg ab, sie wurde mit in die Erde versenkt.
Hier wird es nun spannend.
Denn: Was für eine Flagge genau wurde auf dem Sarg platziert?
Bisher bekannt gewordene Bilder der Beerdigung lassen vorerst eher den vorsichtigen Schluss zu, die sogenannte "Reichskriegsflagge" sei dem Grab beigegeben worden. Das mag man für geschmacklos halten - strafrechtlich verboten wäre es nicht. Weder die seit 1867 geführte Flagge an sich noch ihre Nutzung (siehe die Übersicht hier) fallen unter einschlägige Verbote.
Von einem Verbot hingegen betroffen ist selbstverständlich und glücklicherweise die ab 1935 genutzte Version, auf der zusätzlich ein Hakenkreuz abgebildet ist und die heute von Neonazis immer wieder zur Verherrlichung der nationalsozialistischen Ideologie verwendet wird. Sie allerdings ist völlig anders gestaltet: komplett roter Grund, massive Balken, großes Hakenkreuz gekippt in der Mitte. Auf dem o.a. Bild ist eine solche Farbstellung sehr wohl zu erkennen und nachvollziehbar, ein Verstoß gegen §§86 und 86a StGB also zu vermuten.
So ist es nur nachvollziehbar, daß Mannichl zwei Tage nach der Beerdigung die Fahne "exhumieren" ließ, zur Beweissicherung für ein entsprechendes Strafverfahren gegen den Neonazi Wulff, der sie abgelegt hatte. Und der Passauer Staatsanwalt Helmut Walch sagte am 30. Juli 2008 der "Süddeutschen Zeitung": "So wie es jetzt aussieht, kommt der Fall vor Gericht." Wulff müsse mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe rechnen. Es habe sich "um eine sogenannte Reichskriegsflagge aus den Jahren 1935 bis 1945 mit einem sehr großen Hakenkreuz in der Mitte" gehandelt, so Walch.
Die "FAS" schreibt heute online, es sei "eine verbotene SS-Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz auf den Sarg" gelegt worden. So etwas gibt es nicht - warum hat die FAS nicht bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft nachgefragt? Oder hat sie eine falsche Auskunft bekommen? Nun, da die Flagge ausgegraben ist, müsste es doch ein einfaches sein, sie sich anzuschauen - und so dem hetzerischen Vorwurf der Rechtsterroristen, die Polizei verunehre Gräber, und einer entsprechenden Legendenbildung umgehend entgegentreten können.
Also ist die naheliegendste Frage doch:
Wie steht es mit dem Strafverfahren gegen Thomas Wulff? Wann ist Anklageerhebung, wegen welchen Delikts?
Und nicht zu vergessen eine etwas entfernter liegende Frage, die gestern die FAZ stellte. Sie verweist auf die nahezu legendäre Unterwanderung der NPD-Szene durch den Verfassungsschutz - immerhin scheiterte daran schon einmal ein Verbotsverfahren. Und stellt nun verwundert fest:

"Doch gerade in Bayern, wo vermutet werden durfte, der Freistaat rücke seinen Extremisten recht nahe auf die Pelle, scheint niemand zu wissen, wer der großgewachsene und auch sonst auffällige Neonazi ist, der den Polizeichef Mannichl fast ermordet hat. Nicht dass eine Sonderkommission den Täter nicht auf Anhieb fasst, verwundert, sondern dass der Mann nicht zu identifizieren sein soll, obwohl ihn ein Fachmann, ein Polizeidirektor, genau gesehen hat."

Um dann zu schließen:

"Sollte der Täter kein Neonazi, sondern ein Provokateur vom anderen Rande sein, so müsste ihn doch die andere V-Mann-Abteilung kennen."

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Das Kälteste ist das Wärmste...

Die Klima-Panikfraktion betreibt imemr skurrilere Verrenkungen, um die Chimäre den von Menschen gemachten und angeblich auch aufzuhaltenden "Klimawandel" aufrecht zu erhalten. Jetzt meldete Spiegel online allen Ernstes, 2008 sei eines der wärmsten Jahre gewesen und ein weiterer “Vorbote des Klimawandels”. Versteckt im Text ist dann zu lesen, es sei eines der wärmsten Jahre in Deutschland gewesen.
Das ist für die die durchschnittliche Welttemperatur (die als Matrix unter der ganzen aktuellen "klimapolitik" liegt) "ungefähr so interessant wie ein Sack Reis, der in China umfällt", bemerkt die "Achse des Guten" erfrischend präzise. Denn:

"Global gesehen, und auf diese Messgröße bezieht sich die gesamte Klimadebatte, gibt es seit nunmehr fast zehn Jahren keine Erwärmung mehr, sondern Stagnation. Und 2008 geht es sogar bergab, das Jahr wird dem Stand der Dinge nach das KÄLTESTE seit langem sein. Die Durchschnittstemperatur wird voraussichtlich bei 14,3 Grad liegen, das ist 0,14 Grad weniger als der Durchschnitt von 2001 bis 2007."

Die "FAZ" personalisiert "das Weltklima" gar und fragt immerhin wie nach einer kranken alten weißen Kuh, ob sie eine "Verschnaufpause" erhalte...
Immerhin sind dort aber die vollkommen der aktuellen Panikmache widersprechenden Zahlen nachzulesen!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Warum Linke nie rechts werden sein können...

"Aus seinem Leben etwas zu machen, sich abzukoppeln von der Bindung an Geschlecht, Einkommen, Herkunft und Religion, ist die Freiheitsvorstellung der Sozialdemokratie."
Sigmar Gabriel, in "Neue Gesellschaft/Frankfurt Hefte" 12/2008, S. 53

Freitag, 12. Dezember 2008

Korruption in Obamas Nähe? Nicht in der ersten Reihe!

Nun wissen wir ja inzwischen, daß deutsche Medien niemand anderes unkritischer und unterwürfiger behandeln als Barack Obama. Aber die konsequente Art, mit der das ARD-Fernsehen den weltweit beachteten Korruptionsskandal um Obamas Parteifreund, Senatorenkollegen und Chicago-Kumpel Blagojevich einfach verschweigt, ist sensationell. Während der ARD-Hörfunk wenigstens mit Stücken der DLF- und MDR-Korrespondenten das Thema aufgreift, war bis jetzt in der "ersten Reihe" bei "Tagesschau" und "tagesthemen" einfach nichts zu sehen.
Danke, ARD, danke GEZ!

Nachtrag, 14.12.:
Nun, nachdem gleich zwei unserer Leser so felsenfest behaupten, die ARD habe über den Vorgang berichtet, lade ich gerne ein zu einem Blick in die Sendungsarchive von "Tagesschau" und "Tagesthemen" (für mich die beiden relevanten ARD-Sendungen, wo so etwas hätte thematisiert werden müssen und die ich ausgewertet hatte, bevor ich am 12. 12. früh morgens meine Beobachtungen postete). Angeschaut hatte ich mir die Sendungsarchive vom 9., 10. und 11. Dezember.
Also, wer's selber sehen mag: Hier die "Tagesschau" (20.00h) vom 9., 10. und 11. Dezember.
Hier die "tagesthemen" vom 9., 10. und 11. Dezember.
Sorry - aber ich habe da wirklich nichts gesehen.
Für Hinweise bin ich gerne dankbar.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

60 Jahre was bitte...?

Die geschichtsvergessene Hybris der heutigen Politik nimmt immer groteskere Züge an. Jüngstes Beispiel ist die Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin, auf der Außeminister Steinmeier doch tatsächlich unter dem Motto "60 Jahre Menschenrechte" antrat. Anlaß war der 60. Jahrestag der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen - aber das weiß die "Bild"Zeitung, die den spin doctor-Unsinn brav verbreitete, natürlich nicht so richtig ;-)
Denn niemand ist ja wohl ernsthaft der Ansicht, daß es vor dem Jahr 1948 keine Menschenrechte gegeben habe.
Sie wohnen zum einen jedem Menschen inne (und zwar u.a. aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit, was der linke Zeitgeist aber leider nicht einordnen kann bzw. will).
Und zum anderen waren die Menschenrechte schon seit gut 2500 Jahren zentrales Thema der Politik und der Anthropologie. So bezeichneten die Vereinten Nationen 1971 selbst die die Erklärung des persischen Reichsgründers Kyros II. in Babylon aus dem Jahr 539 v. Chr. als erste Menschenrechtscharta. Und schon garnicht zu reden von der Magna Charta (1215), die Zwöf Artikel von Memmingen (1525, erste Menschenrechtserklärung Europas), den Habeas Corpus Act (1679), die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich (1789), die amerikanische Bill of Rights (1791) oder dem Allgemeinen Preussischen Landrecht (1794). Die Idee, dass Menschen an sich und ohne bedingung Rechte haben, bewegt die Menschheit seit langem. Das besondere an der Charta aus dem Jahr 1948 ist der weitreichende und universelle Anspruch.

Aber nee, schon klar - ohne Sozialdemokraten und Herrn Steinmeier gäb es das alles nicht. Die haben die Menschenrechte sogar quasi erfunden und bis auf die Chinesen und die Russen dürfen auch alle sie einfordern, nicht wahr?
Dafür sind wir auch so dankbar.
Und wären es noch mehr, wenn gestern auch nur ein einziger Festredner vom Menschenrecht der Millionen ungeborenen Kinder gesprochen hätte, die in den letzten dreißig Jahren in diesem liberalen Staat, einem der wohlhabendsten Länder der Erde, aus wirtschaftlichen Gründen ermordet worden sind.

Montag, 8. Dezember 2008

Zahlen zur Spätabtreibung sollen verheimlicht werden

Bei der aktuellen Debatte um die Spätabtreibungen geht es in erster Linie um die getöteten Kinder - aber gerade für das linke juste milieu geht es in Wahrheit um das "Bewusstsein" im öffentlichen Diskurs: Das hundertfache Verbrechen der systematischen Auslese und Tötung ungeborener Behinderter darf nicht ins öffentliche Bewusstsein dringen!
Dies ist auch der Hintergrund einer entsprechenden Manipulation in Großbritannien.
In der britischen Regierung ist ein Streit um die Veröffentlichung von Statistiken zu Spätabtreibungen ausgebrochen. Die vollständige Veröffentlichung der Abtreibungszahlen war 2005 eingestellt worden, nachdem die Abtreibung eines 28 Wochen alten Fötus wegen einer Gaumenspalte in der britischen Öffentlichkeit für einen Aufschrei der Entrüstung gesorgt hatte. Spätabtreibungen von Föten mit schweren körperlichen oder geistigen Abnormalitäten sind in Großbritannien noch bis kurz vor der Geburt legal.
Wie die Sonntagszeitung «Sunday Telegraph» berichtet, weigert sich das Gesundheitsministerium, einer Anfrage der nationalen Datenschutzbehörde nachzukommen. Man habe Angst, die "Privatsphäre" der betroffenen Frauen zu verletzen, hieß es. Lebensschützer hatten die Daten unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz verlangt.
Kritiker fürchten, die Gesetzeslücke könnte künftig zur Tötung auch von Kindern mit leicht behebbaren Schönheitsfehlern wie Hasenscharten oder Klumpfüßen missbraucht werden. «Transparenz» sei wichtig, um solches «Fehlverhalten» zu stoppen, zitiert die Zeitung den Geburtshelfer Stuart Campbell. Anhand von Ultraschallbildern, die die Bewegungen eines 12 Wochen alten Kindes im Mutterleib zeigen, hatte Campbell für eine Senkung der gesetzlichen Abtreibungsfrist von 24 Wochen plädiert. Bei der Novellierung des Embryonengesetzes im November wurde dieser Bereich jedoch ausgeklammert. Allein 2002 wurden in Großbritannien laut Bericht fünf Föten wegen einer Verformung der Füße abgetrieben, ein weiterer aufgrund einer Lippenkiefergaumenspalte. 2007 wurden demnach landesweit insgesamt 1.900 Schwangerschaften wegen Abnormalitäten abgebrochen, 648 davon
nach der 20. Woche.

Samstag, 6. Dezember 2008

Wahlbetrug für Ypsilanti?

Das sektenhaft-missionarische, was dem seit Winter 2006 andauernden Durchmarsch der tiefroten Ypsilanti-Kohorte in Hessen innewohnte, bekommt offenbar langsam auch Konturen, was die Erklärung betrifft. So schienen die vier dissentierenden SPD-Abgeordneten kaum mehr mit einer wirklich freien und geheimen Wahl zur Ministerpräsidentin rechnen zu können:

"Es heißt, dass die Aussicht einer geheimen Abstimmung bei der geplanten Ministerpräsidentenwahl am 4. November im Grunde nicht mehr bestanden habe. Zwar hatte der Landtagspräsident eigens laminierte Stimmzettel drucken lassen, die mit einem Dorn perforiert werden sollten, um zu verhindern, dass Abgeordnete durch Markierungen als Abweichler identifiziert werden könnten. Mehrere sozialdemokratische Abgeordnete haben jedoch der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet, dass sie von Kollegen mal „wohlwollend“, mal „drängend“ aufgefordert worden seien, mit einem Handyfoto zu beweisen, dass sie bei der bevorstehenden Ministerpräsidentenwahl ihre Stimme Andrea Ypsilanti gegeben hätten."

.... schreibt die renommierte F.A.S..

Interessant auch, wie Ypsilanti angeblich zur Spitzenkandidatin geworden sein soll:

"In beiden Parteien wird auch über Manipulationsvorwürfe gesprochen, die in den letzten Tagen in der SPD erhoben worden sind. Bei einem Treffen des linken Arbeitskreises der Frankfurter SPD haben angeblich mehrere Jusos am Abend des 25. November während einer hitzigen Debatte beansprucht, die linke Mehrheit in Hessen, vor allem aber Andrea Ypsilantis Spitzenkandidatur „durch die Hintertür“ durchgesetzt zu haben. Das haben zwei Teilnehmer anschließend auf einer Ortsvereinssitzung berichtet – und deshalb hat der dortige Vorsitzende für den 9. Dezember zu einer Klärung der Vorwürfe geladen, die gegenüber der F.A.S. bereits entschieden bestritten wurden."

Seltsam: Andrea Ypsilanti war im Dezember 2006 auf einem Parteitag in Rotenburg in einer Stichwahl mit einem Vorsprung von zehn Stimmen gewählt worden. Beim Wahlgang zuvor hatten beide Kandidaten je 172 Stimmen erhalten; bei der Stichwahl wurden insgesamt weniger Stimmen abgegeben - eine spezielle Matheaufgabe für Sozis?
In diesem Zusammenhang schreibt die F.A.S. auch:

"Damals war auch aufgefallen, dass die Auszählung hinter verschlossenen Türen stattfand. Darüber wird nun wieder geredet. Das gilt auch für die Aufstellung der SPD-Landesliste zur Wahl im Januar 2008. Auf der erwähnten Ortsvereinssitzung hat der Frankfurter Abgeordnete Michael Paris angesprochen, dass bei der Entscheidung zwischen ihm und seinem Konkurrenten Turgut Yüksel im letzten Jahr etwa zwanzig Stimmen mehr abgegeben worden seien als bei den Wahlgängen unmittelbar davor und danach."

Die politische Kultur Hessen bietet immer wieder Potential für kräftige Überraschungen!

Montag, 1. Dezember 2008

Die SPD und die Meinungsfreiheit

"Die Schiedskommission hat sinngemäß gesagt, Parteimitgliedschaft bedeute eingeschränkte Meinungsfreiheil. Das ist für publizistisch tätige Menschen wie mich starker Tobak. Ich frage mich, wie eine Partei, die eine solche Position vertritt, Zeitungsverleger sein oder Aufsichtsfunktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wahrnehmen kann. Das ist ein sehr ernstes Problem. Ich bin sicher, dass hier noch eine verfassungsrechtliche Debatte folgen wird."
Wolfgang Clement, Journalist und ehem. SPD-Mitglied
WamS, 30. November 2008

Freitag, 28. November 2008

Rote SA marschiert

Am Mittwoch haben gewalttätige Linksextremisten, unterstützt von sog. "Autonomen", das "House of Finance" auf dem Frankfurter Campus gestürmt, verwüstet und mehrere Bürger und Bedienstete angegriffen.

„Die haben mir auf den Arm geschlagen und mich mit schwarzer Farbe besprüht.“ Denis Vugrinec steht noch immer unter Schock. Der Mitarbeiter des Studentenwerks hatte am Mittwoch in der Cafeteria des „House of Finance“ Dienst, als er von vermummten Demonstranten attackiert worden war. Sie wollten Waren stehlen, wie Vugrinec sagt. Als er die Randalierer aus der Cafeteria werfen wollte, griffen sie ihn an.
(FAZ)

Und eine andere Zeugin des SA-ähnlichen Überfalls berichtet:

Auch Brenda Wastier, die am Empfang des Hauses arbeitet, hat die Angreifer beobachtet. Rund 20 bis 30 Maskierte seien aggressiv gegen Mitarbeiter des „House of Finance“ vorgegangen. „Die haben sich total asozial verhalten.“ Sofort hätten sie begonnen, die Wände mit Graffiti zu besprühen und das Personal zu beleidigen. Einer der Professoren sei bespuckt, ein anderer mit einer Leiter an die Wand gedrückt worden. Zudem hätten die Eindringlinge Kameras zerstört, die in dem Gebäude installiert seien. Nach der Attacke hätten sich manche in den Ecken herumgedrückt, geraucht und getrunken. „Die waren wie Hooligans.“

Auf der linksextremen Plattform "indymedia" rühmen sich die brutalen Politgangster ihrer Taten wie folgt:

Die Teilnehmer_innen der Vollversammlung waren da anderer Meinung und eigneten sich den Bau an: Das neue Karl-Marx-Haus hatte sodann auch keine Kameras mehr, da die Besetzer_innen diese als überflüssig und wahnhaft ablehnten. Die weißwändige Marmor-Monotonie musste einer bunten Ausgestaltung weichen, die eigene Schwerpunkte hervorhebt.
Vom "House of Finance" aus setze sich, nach einem weiteren Umsonst-Stop in der Cafeteria der Rotunde, ein Demozug von 500 Personen in Richtung Alte Oper unter Begleitung der Polizei in Bewegung...

Demokratie verteidigen! Redefreiheit sichern! Jetzt aufstehen gegen Links!
So müsste es doch jetzt eigentlich erschallen aus dem politischen Raum...

Montag, 24. November 2008

Fünf Jahre Bewährung...

Da sage mal einer, unsere Gesellschaft könne nicht mit Extremisten und Mördern umgehen. Nach neun Morden und elf Mordversuchen rechtskräftig verurteilt, darf RAF-Terrorist Christian Klar im Januar 2009 wieder auf freien Fuß - auf Bewährung. Also, nicht gleich wieder die Gesellschaft zerstören wollen, gell?
Auch wenn er seine Haltung ja bereits kürzlich öffentlich deutlich gemacht hat:

Wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.

Dies sind Auszüge aus einem Brief, der auf der Luxemburg-Liebknecht-Demo 2007 öffentlich verlesen wurde. Auf dieser Demo maschierten übrigens Seit an Seit' alte SEDler, MfSler,
Alle Linksextremisten, Sympathisanten, Systemveränderer, Hirnverdreher, Geschichtsklitterer und Menschenhasser dürfen sich freuen - es geht am Ende dann auch ohne Haft, selbst wenn man, wie Klar, nichts bereut oder gar bei der Ausklärung der begangenen Kapitalverbrechen hilft.
Der Co-Pilot der Landshut hat sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben.
Wann erhält Klar eigentlich eines - täte der Resozialisierung doch sicher gut...

Montag, 17. November 2008

Linke wüten gegen Juden

Der Schaden in der Humboldt-Universität Berlin, den randalierende linksextreme Schüler in der Vorwoche verursacht haben, beläuft sich auf rund 35 000 Euro. Das sagte Uni-Pressesprecherin Katharina Henschen am Montag. Das genaue Ausmaß sei aber noch nicht abschließend bekannt. Schüler hatten am Rande einer linken Demonstration am vergangenen Mittwoch die Universität besetzt, einige von ihnen zerstörten dort die Ausstellung «Verraten und verkauft» über jüdische Unternehmen der NS-Zeit. Am Montagabend sollte die reparierte Schau wiedereröffnet werden. Geplant war auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Universität und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Die Stimmung war schon zu Beginn der Demonstration aufgeheizt und glich immer mehr einer Partyatmosphäre. Viele Schüler hatten Bierflaschen in der Hand, einige tranken Wodka. Die Demonstration wurde angeführt von vielen Linken, die immer wieder "Antikapitalista" riefen, beschrieb "Spiegel online" den Vorfall damals (siehe auch obiges Bild von der Besetzung, auf dem auch die Fahn der linksextremen "Antifaschistischen Aktion Berlin" zu sehen ist). Aus einem Protestmarsch für bessere Bildung heraus hatten 1000 Teilnehmer das Universitätsgebäude am Boulevard Unter den Linden gestürmt. Einige Demonstranten zerstörten in Foyer Schautafeln der Ausstellung «Verraten und Verkauft. Jüdische Unternehmen in Berlin 1933-1945». Aus den Reihen mutmaßlich linksextremistisch orientierter Schüler sollen dabei antisemitische Äußerungen gefallen sein. Derzeit ermittelt das Landeskriminalamt wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung.

"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."

(Kurt Schumacher, SPD, 30. März 1930)

Dienstag, 11. November 2008

Obama, Messias der "Ich-Kultur"

Als Abgeordneter im Staatssenat von Illinois hatte Obama gegen ein Gesetz votiert, das Kindern das Lebensrecht wenigstens dann garantiert hätte, wenn sie einen Spätabtreibungsversuch überleben. Pardon, Mr. Obama: Damit stehen Sie aber auf der extremsten Seite der „Kultur des Todes.
Obama ist einer von 1,14 Millionen Juristen in den USA. Dies ist eine riesige Zunft. Die meisten ihrer Mitglieder haben längst das Naturrecht über Bord geworfen, also den universellen Moralkodex, von dem Paulus sagte, er sei jedem Menschen ins Herz geschrieben. Am deutlichsten wurde dies 1973, als das Oberste Gericht der USA das Recht auf Abtreibung freigab.
Seitdem haben Christen in der Politik geduldig darauf hingewirkt, dieses Tribunal so zu besetzen, dass das Urteil von 1973 rückgängig gemacht wird. Unter George W. Bush hatten sie dieses Ziel fast erreicht. Wäre der Abtreibungsgegner John McCain gewählt worden, hätte dieser Völkermord, der mittlerweile 48 Millionen Menschenleben gekostet hat, beendet werden können.
Dieser Traum ist durch den massiven Sieg Barack Obamas aus. Die Wähler, auch jene Christen, denen nach Meinungsumfragen der Benzinpreis wichtiger war als das Lebensrecht der Unschuldigsten, haben ihn obendrein mit satten Mehrheiten in beiden Kongresskammern ausgestattet, so dass der Ausdruck „Ermächtigung“ nicht aus der Luft gegriffen scheint.

(Uwe Siemon-Netto, amerikanischer lutheranischer Theologe)

Misslungene Empathie

Nachdem Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff in einer Fernsehdebatte vor einer "Poggromstimmung gegen Manager" gewarnt, dafür umgehend von der deutschen Wortpolizei ein dickes Knöllchen erhalten und sich pflichtschuldigst entschuldigt hat, geht's nun in die zweite Runde: Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist empört über die Wortwahl der "FAZ" in einem Artikel über einen Pogrom-Vergleich des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) und ruft deswegen den Presserat an - die "FAZ" bedauerte den Fehler propmpt. Am Samstag hatte Norddeutschland-Korrespondent Johannes Ritter über Wulffs unglückliche Äußerungen in der N24-Sendung "Friedman" berichtet:

"In der von Michel Friedman, einem Juden, moderierten Talkshow auf N24 hatte sich Wulff trotz entsprechender Nachfragen nicht von seiner Wortwahl distanziert."

Zentralrats-Generalsekretär Stephan J. Kramer empfindet diesen Satz mit dem Einschub "einem Juden" als völlig untragbar.

Nur mal ein Gedanke dazu:

Wenn ein Politiker in einer Talkshow etwa die Katholiken beleidigte und eine Zeitung dies - anklagend - aufgriffe und schriebe:

"In der von XX, einem Katholiken, moderierten Talkshow auf N24 hatte sich YY trotz entsprechender Nachfrage nicht von seiner Wortwahl distanziert"

- wer krähte danach?
Der Einschub in der FAZ signalisiert nichts weniger als den - freilich ein wenig missratenden - Versuch besonderer Empathie. Eigentlich doch nicht schlimm, oder? Zu welcher Unterstellung muss diese Formulierung dann herhalten?

Montag, 10. November 2008

Gewalt gegen SPD-Abweichler

Die linke Gewalt der Straße richtet sich inzwischen auch gegen Parlamentarier: Heute "besetzten" 20 linksradikale Schüler, Studenten, Gewerkschafter und Künstler das Wahlkreisbüro des frei gewählten SPD-Abgeordneten Jürgen Walter in Friedberg/Hessen. Den Hausfriedensbruch bezeichneten sie als „Ausdruck der Wut und Enttäuschung über den skandalösen Entschluss der vier sogenannten SPD-Rebellen, Roland Koch nicht abzuwählen.“

Sonntag, 9. November 2008

Wie Kleinstkinder vergesellschaftet werden

Am Freitag hat der Bundesrat, wie vorab schon der Bundestag, dem Gesetz zum flächendeckenden Tagesstättenausbau (Kinderförderungsgesetz) zugestimmt. Darin ist die Verpflichtung für die Kommunen enthalten, bis 2013 für alle Kinder ab Geburt (!!) einen Krippen-, oder Tagesmütterplatz bereit zu stellen. Da für die ersten acht Wochen nach Geburt ein absolutes gesetzliches Beschäftigungsverbot besteht (Mutterschutz) sind praktisch Kinder ab einem Alter von drei Monaten "öffentlich zu fördern", denn im Gesetz wurde als Bedarfskriterium für einen Platz folgendes ausdrücklich aufgenommen:

"Ein Kind unter drei Jahren (d.h. ab Geburt) ist in einer Tageseinrichtung zu fördern, wenn die Erziehungsberechtigten einer Erwerbsarbeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder Arbeit suchend sind, sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden….“

Bereits heute wird beispielsweise bei Alleinerziehenden das Arbeitslosengeld gekürzt/gestrichen, wenn sie ihr Kind nicht in einer Krippe anmelden und dadurch dem Arbeitsmarkt nicht ganztägig zur Verfügung stehen.

"Dieses Gesetz gefährdet nach international wissenschaftlicher Erkenntnis die gesunde Entwicklung des Kindes und ist ein weiterer Angriff auf das Erziehungsrecht der Eltern und eigentlich verfassungswidrig", sagt das Familiennetzwerk Deutschland. Denn durch den in den letzten Jahren entstandenen ökonomischen Zwang der Doppelerwerbstätigkeit von Eltern, bei gleichzeitiger Bevorzugung einer Betreuungsform durch staatliche Subventionierung, wird der Angriff auf die Freiheit mehr als deutlich.

Ob Bundespräsident Horst Köhler (CDU) das unterzeichnet?

Mittwoch, 5. November 2008

Obama - McCain: 53 zu 46%!

Herzlichen Glückwunsch erst einnmal an den neuen gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika! Er wird der Idee von Freiheit und Gerechtigkeit sicher wieder neuen Glanz verschaffen, auch bei den international aufgestellten Amerika-Hassern. Diese projezierten in der Vergangenheit ihr reduziertes USA-Bild auf einige wenige Schllagworte, unterstützt von völlig durchdrehenden Medien, die Obama einen nahezu Messia-ähnlichen Status zuschrieben.
Peinlich.
Nur mal der Vollständigkeit halber:
Trotz eines heftigen feindlichen Medienumfelds hat Obama am Ende nur mit einem Sieben-Prozent-Vorsprung gewonnen, 46 % der Amerikaner wählten McCain! Diese Hälfte wird genau hinschauen, ob Obama seine Versprechen, die man hierzulande entweder nicht kennt oder verdrängt hat, einhält:
- Die Steuern für 95 % aller Arbeiter und ihrer Familien zu senken;
- Army um 65.000 und die Marine um 27.000 Mann aufzurüsten;
- gleichzeitig die staatlichen Ausgaben strikt zu deckeln.

Dienstag, 4. November 2008

"Süddeutsche": Ypsilanti-Gegner psychisch krank

Den heutigen Hassausbruch Heribert Prantls zu lesen könnte vergnüglich sein, wäre es nicht so totalitär brutal und dumm. Der Oberinteerpretator des linken Zeitgeistes schafft es, einen ganzen Leitartikel über Hessen zu reden, ohne den Wortbruch Ypsilantis in Sachen Linksaprtei auch nur zu nennen. Bei ihm kommt nur Jürgen Walter vor, dem er eine "Persönlichkeitsstörung" attestiert und ihn "Nero" nennt - und ihn somit für die Psychotherapie empfiehlt. Prantl bleibt sich also selbst treu, gerne attestiert er ja Andersdenkenden in der Psychologie begründete Motive.
Ypsilantis narzisstisches Versagen thematisiert er hingegen nicht, sondern er umflort es verständnisvoll verharmlosend:

Der Widerstand in der Landes-SPD gegen ein Kooperieren mit der Linkspartei war offensichtlich viel größer, als dies Ypsilanti wahrhaben wollte. Diesen Widerstand hat sie auch selbst gesät durch ihr falsches Wahlkampfversprechen, mit der Linkspartei nicht zusammenzuarbeiten. Sie hat vergeblich versucht, es wieder gutzumachen

Geschickt und doch entlarvend die Formulierung "falsches Versprechen": Das ist ja wohl nur so zu verstehen, daß das Versprechen an sich ein Fehler wahr. Oder sollte Prantl etwa meinen (oder wissen?), daß es von Anfang (und nicht erst in Angesicht des Wahlergebnisses) eine Lüge war?

Na also, geht doch!



(Wahlplakat CDU Hessen, Januar 2008)

Montag, 3. November 2008

Bösartiger spin beim "heute journal"

Eine wirklich starke nachrichtenmanipulative Leistung liefert soeben das "heute journal" in der Berichterstattung über die vier SPD-Landtagsabgeordneten, die aus Protest gegen den Wortbruch Andrea Ypsilantis in Sachen Linkspartei diese am Dienstag nicht zur Ministerpräsidentin wählen wollen, ab. Diesen Konnex, den Grund für die Pressekonferenz, den eigentlichen Skandal, daß Ypsilanti die Macht mit Hilfe der Linksextremisten sucht, obwohl sie das Gegenteil versprochen hat und so ihre Mitgenossen in Gewissensnöte trieb - all dies wird verschwiegen, unterschlagen, es kommt im "heute journal" einfach nicht vor.
Statt dessen kommentiert die Moderatorin Marietta Slomka einige Wortgfetzen der Abgeordneten eiskalt:

"Das waren große Emotionen heute in Hessen. Die rebellischen Vier, die mit teils gebrochener Stimme ihre inneren Nöte offenbarten. Auch wenn dies sehr ehrlich wirkte, so müssen sich doch zumindest drei von ihnenden Vorwurf gefallen lassen, daß ihre Selbstoffenbarung reichlich spät kommt."

Das ist purer SPD-Kampa-Sound aus Berlin, wirklich perfekt synchronisiert!
Es dauert geschlagene zwei Minuten, bis überhaupt einmal der Grund "Linkspartei" indirekt erwähnt wird (in einem O-Ton Jürgen Walters). Das ist der banale, böse Trick: Die Beweggründe der vier Abgeordneten bleiben einfach im Dunkeln. Kein ausführlicher O-Ton, kein Interview, kein Nachfragen, keine Erläuterung. BlogKon hatte es geahnt - deshalb lohnt es sich, hier noch einmal etwa den O-Ton von Carmen Everts nachzulesen.
Wie gut, daß dann wenigstens Franz Müntefering ausführlich erläutern darf, wie gut es der SPD dann doch noch ergeht...

"Nicht um den Preis der Wahrhaftigkeit"

In den mainstream-Medien kaum zu finden, dokumentieren wir die Erklärung der hessischen Abgeordneten Carmen Everts (SPD) über ihre Weigerung, eine von den Kommunisten tolerierte Regierung unter Andrea Ypsilanti zu wählen:

"Meine tiefen Bedenken gegen eine Linkstolerierung habe ich von Anfang an in meiner Fraktion und Partei ausgesprochen, gerade auch weil ich mich in meiner Doktorarbeit mit dem Wesen des politischen Extremismus und mit der PDS auseinandergesetzt habe. Die Linke ist eine in Teilen linksextreme Partei, sie hat ein gespaltenes bis ablehnendes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und ein problematisches Gesellschafts- und Geschichtsverständnis. Und ihr Ziel ist es, der Sozialdemokratie zu schaden. (...)
Der Auftrag meiner Wählerinnen und Wähler ist die Ablösung der Regierung Koch und eine andere sozialdemokratische Politik für Hessen. Aber nicht um den Preis der Beteiligung der Linkspartei, nicht um den Preis meiner persönlichen Integrität und Grundwerte und nicht um den Preis der Wahrhaftigkeit in der Politik. Ich kann das nicht."

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Hessen: Putsch gegen die Wähler

Noch nie in der an Tricksereien und halsbrecherischen Koalitionsmanövern weiß Gott reichen Geschichte der Landtagswahlen in der Bundesrepublik ist so autistisch am Bürger vorbei agiert worden wie jetzt in Hessen. Es mag ja sein, dass die daran beteiligten Sozialdemokraten, Grünen und Linken gar nicht wissen, was sie tun, weil sie die Stimmung ihrer eigenen Parteifunktionäre und Sympathisanten mit dem Willen des Volkes verwechseln. Das ist aber keine Beruhigung, sondern ein erdrückender Beweis für die Autosuggestion von Parteiapparaten, die nun die rot-rot-grüne Mission am Main hervorgebracht hat. Sollte das Manöver tatsächlich zur Wahl von Andrea Ypsilanti als Ministerpräsidentin von Hessen führen, wäre das nichts weniger als ein Putsch gegen den Wähler.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Kuba, konkret

Während in Hessen die Freunde Honeckers und Castros sich anschicken, die Politik einer rot-grünen Regierung per "Duldung" zu bestimmen, wird vielleicht bald auch der Blick hessischer Kinder auf das kommunistische Kuba verstellt sein (in Sachen Schulbuchmanipulation stehen Hessens Sozis M. Honecker in Nichts nach...).
Vorher surfen sie aber vielleicht noch schnell bei Yoanni Sanchez vorbei, der derzeit berühmtesten Bloggerin Lateinmamerikas, Ortega y Gasset-Preisträgerin und für "Times" eine der 100 bedeutendsten Personen der Jahres 2007. Die aus dem Alltag der linken Diktatur schreibt, einfach, klar und deutlich:

Zum Trost kaufte ich ein paar Suppenwürfel. Für die Mehrheit der Bewohner dieser Stadt sind diese mittlerweile zu der am häufigsten verwenden Kost geworden. Wenn mich einer dieser weltfremden Touristen danach fragt, welches ein typisch kubanisches Gericht sei, antworte ich ihm, dass ich mich daran nicht erinnern könne, aber dass ich sehr wohl die gängigen Rezepte fürs tägliche Essen kenne. Und dann führe ich den „Reis mit Fleischbrühwürfel“, „Reis mit heißen Würstchen“, „Reis mit Schinkenkonzentrat“ oder die Spezialität „Reis mit Hühnerbrühwürfel und Tomate“ an. Letztere hat eine Farbe, die irgendwo zwischen rosa und orange liegt, was sehr lustig aussieht.Wenn wir schon ständig die vorgekochten Nachrichten aus dem Fernsehen verdauen müssen, die in Dosen mit überschrittenem Haltbarkeitsdatum konservierten Reden, Brühwürfel aus Geduld und der Erwartung, uns von Tag zu Tag zu hangeln, was macht es dann noch, wenn sich dieser beißende Geschmack auch in unserem Essen wieder findet? Also finde ich mich damit ab und kaufe das besagte Placebo, das mich glauben lässt, das Reisgericht enthalte ein schmackhaftes Rippenstück oder ein Stück Hühnerfleisch. Nach einem „äußerst komplizierten“ Kochvorgang stelle ich das dampfende Gericht auf den Tisch.

Und bei der man diese genial-deprimierende Gedanken finden kann:

Mitten auf der Straße Ayestarán tritt ein hochgewachsener Irrer mit den Füßen nach den Autos. Er trägt zerlumpte Kleidung und an den Armen sieht man die Narben der „Antworten“ von einigen Fahrzeugen. Ein anderer Narr geht, den Präsidenten und seinen Bruder beleidigend, durch den Stadtteil Centro Habana, während eine übergeschnappte Frau ihr Missfallen direkt vor drei ungerührt da stehenden Polizisten herausspeit. Sie machen einem Lust, die gleiche Narrenfreiheit zu genießen wie die Verrückten. Der Wunsch, sich an einer Straßenecke aufzustellen und auszurufen: „Der König trägt nur einen Bikini“, wie es ein kleiner Knirps machen würde. Doch das Erwachsensein und der gesunde Menschenverstand bringen Bestrafung mit sich. Man müsste sich also benehmen wie ein Demenzkranker oder ein Kind.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Rote Deutsche Welle?

Seit gut zwei Wochen steht massiv ein schwerer Vorwurf im Raum, vorgetragen gegen den staatseigenen deutschen Auslandssender "Deutsche Welle". Sein chinesisches Hörfunkprogramm sowie seine chinesischsprachige Homepage würden den Propagandajob der Diktatur in Peking erledigen, so der Vorwurf eines Kreises renommierter Autoren. Aufgefallen war zuvor unter anderem die Leiterin des Programms, Zhang Danhong, die sich öffentlich rechtfertigend über das Terrorregime u.a. geäußert hatte:

"Die Kommunistische Partei Chinas hat mehr als jede andere politische Kraft auf der Welt zur Verwirklichung der Artikels 3 der Erklärung der Menschenrechte beigetragen."

Nun, heute um 11.40h begannen die Nachrichtenagenturen zu melden, daß der prominente Bürgerrechtler Hu Jia den renommierten Sacharow-Menschenrechtspreis des Europäischen Parlaments erhalten hat. Seitdem berichten europaweit hunderte Nachrichtenseiten über dieses Ereignis. Nur auf der chinesischsprachigen Homepage der "Deutschen Welle" ist dreieinhalb Stunden später noch nichts über diese europäische Top-Nachricht Vorgang zu finden.
Aber wie stellten die Auoren in ihrer Kritik doch so richtig fest:

"Ein Re-Import diktatorischer Propaganda und damit der Verrat an der chinesischen Opposition ist jedoch ausdrücklich zu verhindern. Ansonsten wäre nicht nur die medienpolitische Tradition der Bundesrepublik diskreditiert. Unser Land würde sich auch zum Kombattanten von Regimes der Welt machen und deren kritischen Stimmen schwächen."

Und nun endlich doch!
Wer kann Mandarin übersetzen und uns die Seite über Hu Jia ins Deutsche übersetzen?
Wir würden die Berichterstattung gerne analysieren.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Steinmeier schummelt bei Biographie

Hm, das Hat Frank-Walter Steinmeier aber sicher ehrlich gemeint, als er am Samstag auf dem SPD-Parteitag in Berlin öffentlich heuchelte:

"Liebe Freunde, dass ich heute hier stehe, verdanke ich Sozialdemokraten. In meinem Elternhaus war mir keine Schulkarriere in die Wiege gelegt. Ich war der erste in meiner Familie, der Abitur machen durfte, einer der ersten im Dorf überhaupt. Das alles war damals keine Selbstverständlichkeit. Es ging am Ende, weil uns in dieser Zeit sozialdemokratische Bildungspolitik Mut gemacht hat. Sie hat und Arbeiterkinder spüren lassen, dass wir willkommen sind. Sie hat Orientierung auch den Eltern gegeben, die Angst davor hatten, dass sich ihre Kinder möglicherweise an der Höheren Schule blamieren könnten."

Na, schauen wir doch mal konkret und ganz genau hin: Wie war das denn nun damals, als der kleine Frank-Walter von der Grundschule aufs Gymnasium wechselte?
1966, so sein offizieller Lebenslauf, wechselte Frank-Walterchen an das Neusprachliche Gymnasium in Blomberg. Dieser schöne Ort liegt, wie sein Heimatstädtchen, in Nordrhein-Westfalen. Bei der Landtagswahl 1958 hatte die CDU 50,5% der Stimmen gewonnen, 1962 46,4% und 1966 42,8%. Die SPD kam in den Jahren auf 39,2, 43,3 und 49,5 % der Stimmen. Kurz und knapp: NRW wurde bis 1966, dem Jahr des Schulwechsels des begabten Frank-Walter von Ministerpräsidenten der CDU regiert. Nur zwei Jahre, 1956-58, regierte ein sozialdemokratischer Ministerpräsident - in jenen Jahren wurde das Kultusministerium jedoch von einem FDP-Minister geleitet.

Wie sagte Frank-Walter nun, 42 Jahre später, in Berlin doch so schön:

"Ohne all das, ohne sozialdemokratische Bildungspolitik stünde ich nicht hier."

Linke Hegemonie auf Halden von Wortmüll

Die DDR hielt die Gräfin bis kurz vor ihrem Untergang für "stabil". Die polnische Solidarnosc-Bewegung störte ihrer Meinung nach den "Entspannungsprozeß". Zu schweigen von ihren Kommentaren zum politischen Geschehen in Afrika. Als Leopardenjägerin fühlte sie sich dafür offenbar kompetent genug. Man lese heute einmal ihre Hymne auf Robert Mugabe, um das Ausmaß solcher Desorientiertheit zu erfassen. Eine derartige Blindheit wie in Sachen DDR, wo doch jeder Tagesbesuch seit 1980 genügte, inmitten zerbröselnder Innenstädte und vor maroden "VEBs" der SED-Satrapie ein Haltbarkeitsdatum bis maximal 1990 auszustellen, wird auch dadurch nicht "verzeihlich", daß Kanzler Kohl, die CIA oder Harpprecht selbst diesen "Irrtum" geteilt hätten. Selbstkritisch hat dieses Fiasko politischen Urteilsvermögens autistische Deutungsathleten wie Dönhoff und ihren "sozialliberlaen" Biographen jedenfalls nach 1989 nie werden lassen. Merkwürdig allerdings, auf welch niedrigem Niveau, an tausend Irrtümern vorbei für neue Illusionen offen, auf Halden von Wortmüll, sich kulturelle Hegemonie hierzulande errichten lässt.
(Rez. zu Klaus Harpprecht: Die Gräfin, Reinbek 2008; in: Junge Freiheit, 43/2008)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Amis lesen keine deutschen Zeitungen :-(

Die Einseitigkeit deutscher Medien und ihrer Auguren zugunsten Obamas haben wir hier ja schon mehrfach dokumentiert. Langsam aber wird es seltsam: In den letzten Tagen konnte man überall, überall, aber auch wirklich überall lesen, wie schlecht McCain gegen Obama im letzten Duell abgeschnitten habe. Und sogleich wurde der wohlfeile (Kurz-)Schluß gezogen, damit seien die Wahlen bereits so gut wie entschieden.
Wie erregte sich doch der Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" freudig:

Barack Obama dürfte gewinnen. Wenn nicht noch Unvorhergesehenes passiert -ein unbegreiflicher Fehler des Kandidaten, ein Terroranschlag, die wundersame Erholung der Wirtschaft über Nacht - stehen die USA vor der Zeitenwende: Die Amerikaner werden der Welt beweisen, dass ihr Land noch immer die Kraft zur Selbsterneuerung hat, auch oder gerade in der Krise.
Und dann dies hier:

John McCain macht nach TV-Debatte Boden gut

Viele Experten und Zuschauer hatten unmittelbar nach dem letzten TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama als Gewinner gesehen. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass der Republikaner John McCain aufholen konnte. Der Wahlkampfendspurt wird immer dramatischer. Nach der letzten Fernsehdebatte hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain in Umfragen vom Wochenende Boden gutgemacht. McCain liegt nur noch drei Prozentpunkte hinter seinem demokratischen Rivalen Barack Obama, wie am Sonntag eine Umfrage zeigte, die im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und C-Span erhoben wurden. Erstmals habe die Zustimmung für McCain die 45 Prozent-Marke überschritten, sagte der Meinungsforscher John Zogby. „Da ist auf jeden Fall etwas passiert.“ In Umfragen direkt nach der Debatte am Mittwoch hatte McCains demokratischer Rivale Barack Obama besser abgeschnitten. Das jüngste Umfrage-Ergebnis sieht Obama bei 48 Prozent und den Republikaner bei 45 Prozent. Noch am Samstag hatte der 72-jährige McCain bei 44 Prozent gelegen. Die rollierende Befragung, die vor 13 Tagen begonnen wurde und immer die vier jüngsten Tage mit einbezieht, zeigt laut Zogby seit Donnerstag einen Schub für den Senator aus Arizona. Zudem scheint sich die Unterstützung für McCain innerhalb des konservativen Lagers zu festigen. Neun von zehn Republikaner stellten sich hinter ihn, sagte Zogby.

Und auch bei den parteiungebundenen Wählern lege McCain zu, während sich Obamas Vorsprung allein am Wochenende von 16 auf acht Prozentpunkte halbiert habe. Viele Experten halten die Stimmen dieser Gruppe für entscheidend. „Wenn dieser Trend anhält, dann müssen bei Obama die Alarmglocken läuten“, sagte Zogby. Bei der rollierenden Umfrage werden die jüngsten Antworten von mehr als tausend Wählern eingerechnet, die ältesten Ergebnisse fallen heraus.

Also, nee. Nicht, daß die Amis jetzt schon wieder anders wählen, als es in linken deutschen Redaktionsstuben beschlossen wurde...

Samstag, 18. Oktober 2008

SPD rüstet sich für ein anderes Deutschland

Es lohnt sich, die Rede Franz Münteferings auf dem gestrigen SPD-Parteitag in Berlin genauer anzusehen - besonders jene Passagen, die in keiner Nachrichtensendung gesendet und in keiner Zeitung abgedruckt werden:

Aber wir dürfen nicht glauben, dass das Soziale und Demokratische Selbstverständlichkeiten wären: Die Demokratie ist die große Idee aus unserer eigenen Bewegung heraus. Alle Menschen sind gleich viel Wert, alle auf gleicher Augenhöhe, keiner Herr und keiner Knecht, keiner soll sich bücken müssen vor dem anderen, sondern Demokraten begegnen sich auf gleicher Augenhöhe, als Bürgerinnen und Bürger, die dieses Land als Stolze, Freie und Linke demokratisch regieren wollen. So ist das gedacht, liebe Genossinnen und Genossen.

Dass Rechte dieses Land auch nur theoretisch mal regieren dürften, ist offenbar nicht mal denkbar...
Ach, da sagt er es ja schon:

Meistens ist es uns zu Wahlkampfzeiten eingefallen, wir müssen auch noch etwas gegen Rechts tun. Wir wollen das auch wieder, aber wir werden das jetzt auch anders machen. Ich möchte, liebe Genossinnen und Genossen, im Willy-Brandt-Haus eine eigene Stelle dafür einrichten und sie ordentlich besetzen, dass wir nicht nur im nächsten Jahr, sondern auch in den Zeiten danach alles dafür tun, um beobachten zu können, was auf der Rechten läuft, in der Mischung von Rechtspopulismus und offenem Nazismus. Das ist keine Kleinigkeit. Wir können uns nicht damit beruhigen, dass es in großen Teilen Deutschlands so nicht sei. Den Anfängen muss gewehrt werden. Es muss ganz klar sein - und alle demokratischen Parteien, die wollen, können dabei mitmachen : Die braune Soße wird in Deutschland keine Chance haben, solange Sozialdemokraten etwas zu sagen haben, liebe Genossinnen und Genossen.

Wohlgemerkt, es geht der SPD auch um "Rechtspopulismus"... Und der dürfte wohl etwa rechts von Friedrich Merz beginnen.
Heitere Zeiten brechen an!

Russland will 60 religiöse Organisationen verbieten

Russland plant die Zwangsauflösung von knapp 60 religiösen Organisationen. Wie die russische Zeitung "Gaseta" gestern berichtete, will das Justizministerium insgesamt 56 religiöse Organisationen verbieten, da sie entgegen einem umstrittenen Gesetz keinen Jahresbericht über ihre Tätigkeiten vorgelegt haben. Unter ihnen befinde sich keine Organisation der in Russland vorherrschenden orthodoxen Kirche, bemerkte die Zeitung weiter. Auf einer Liste, die das Justizministerium im Internet veröffentlichte, sind mehrere protestantische und muslimische Organisationen zu finden. Die russischen Behörden haben demnach auch die Geschäftsstelle der katholischen Hilfsorganisation Caritas in Nowosibirsk im Visier. Die Website macht keine Angaben über die Vorwürfe.
Die staatsnahe russisch-orthodoxe Kirche wirft anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften die Abwerbung von Gläubigen in Russland vor. Sie kritisiert etwa die Errichtung von parallelen diözesanen Strukturen der katholischen Kirche in Russland und wirft dem Vatikan vor, damit in traditionell orthodoxes Gebiet eindringen zu wollen.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Verfassungsfeind Sodann verplappert sich

«Ich halte das, was wir haben, ja nicht für eine Demokratie.»

(Der Bundespräsidentenkandidat der Linkspartei, Peter Sodann, in
der «Sächsischen Zeitung» vom 16.10. auf die Frage, ob man den
Menschen nicht auch erklären müsse, wie schwierig viele
Entscheidungsprozesse in der Demokratie seien)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Über kritisches Denken

"Kritik und Intelligenzausübung sind das Erfolgsrezept unseres Gesellschaftsmodells. Wo es keine Kritik mehr gibt, herrschen Stagnation oder Niedergang. Kritisches Denken aber wird vielerorts ersetzt durch das Prinzip der Demokratie – man stimmt einfach ab. Ein Beispiel sind die Hitparaden der Zeitschrift „Cicero“, die sogar Philosophen dieser Methode unterwirft. Wer am häufigsten in den Medien erwähnt wird, ist angeblich der wichtigste Denker. Aber das ist Lüge."
Harald Martenstein (Der Tagesspiegel, 14.10.2008)

Dienstag, 14. Oktober 2008

Mehr linke als rechte Gewalt

Auch wenn der "Tagesspiegel" in gewohnter Manier mal wieder versucht, einen anderen Eindruck zu erwecken - politische Gewalt geht in Deutschland zumeist von der extremen Linken aus. So wurden 2007 1054 rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten registriert, die Zahl linksextremistischer Gewaltdelikte wurde mit 1247 erfasst.
Ob ein durchschnittlicher Fernsehzuschauer dies auch so vermuten würde oder gar so wahrnimmt?

Samstag, 11. Oktober 2008

Ausländerkriminalität, das letzte Tabu

Wie nennt man das, wenn eine Zahl sich innerhalb von vier Jahren 158 auf 700 verändert?
Der linksliberale "Tagesspiegel" nennt das dann: "Zahl der jugendlichen Intensivtäter stagniert".
Waren 2003/2004 noch 158 jugendliche Intensivtäter bei der Spezialabteilung 47 der Berliner Staatsanwaltschaft erfasst, sind es heute 700. Damals wie heute sind übrigens fast 80 Prozent dieser Täter Ausländer bzw. weisen einen sog. "Migrationshintergrund" auf.
Aber es geht ja garnicht darum, die Öffentlichkeit über die Dimension dieser Kriminalität zu informieren, sondern darum, sie wegzublenden, kleinzuschreiben und jede öffentliche Debatte zu verhindern.
Und da hilft der Tagesspiegel offensichtlich doch gerne - selbst, wenn der zuständige Generalstaatsanwalt öffentlich sagt, die Zahl werde in den nächsten Jahren auf 800 bis 900 steigern.
Aber man kann das auch alles detaillierter nachlesen, etwa bei der mutigen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig:

Es ist in Anbetracht all dieser herausgestellten Aspekte nicht nur erlaubt, sondern notwendig, die Statistiken genauer zu analysieren. Bei Delikten der Gewaltkriminalität ist auf der Täterseite die Anzahl junger Männer nicht deutscher Herkunft – es muss hier vorrangig von türkischstämmigen, aber noch deutlicher von arabischstämmigen Tätern die Rede sein – dreimal höher als bei deutschen Jugendlichen und Heranwachsenden. Hinzu kommt nach meinen langjährigen Erfahrungen als Richterin mit derartigen Verfahren, dass bei Gewalttaten, bei denen die Täter Migranten sind, auf der Opferseite zu etwa einem Dreiviertel Personen ohne den auf Täterseite erwähnten Migrationshintergrund stehen.

Rechtspopulisten sterben früher

Nein, keine Verschwörungstheorien, bitte.
Aber festhalten darf man schon, daß es auffallend ist, daß Spitzenköpfe erfolgreicher rechtspopulistischer Projekte immer gerade dann sterben, wenn sie kurz vor dem Höhepunkt ihres Erfolgs stehen.
Diese Beobachtung betrifft Pim Fortuyn (Niederlande, + 2002), Jürgen Möllemann (Deutschland, + 2003) und Jörg Haider (Österreich, + 2008).
R.I.P.

Verschafft DDR-Einflußagent Ypsilanti die Macht?

Dass der Spitzenmann der hessischen Linken, Willi van Ooyen, in den siebziger und achtziger Jahren schon einmal Spitzenmann war, und zwar als Einflußagent im Dienste Ost-Berlins in der Bundesrepublik, konnte wissen, wer wollte. Aber so schön aufgeschrieben wie Hubertus Knabe hat es bisher noch keiner:

1976, direkt nach seinem Studium, wurde er nach eigenen Angaben Landesgeschäftsführer der „Deutschen Friedens-Union“ (DFU). 1984 stieg er zum Bundesgeschäftsführer auf und damit zu einem der drei Spitzenfunktionäre dieser Organisation. Die DFU aber war nichts anderes als ein Trojanisches Pferd der DDR. Gegründet wurde die Partei 1960 auf hintergründiges Betreiben von SED und DDR-Staatssicherheitsdienst als Ersatz für die verbotene KPD. Mit ihr als Tarnorganisation und Sympathisantensammelbecken wollte die SED Einfluss auf die westdeutsche Politik gewinnen. Nach dem Ja der SPD zur West-Einbindung der Bundesrepublik, hatte die SED die SPD als „Arbeiterverräter“ abgeschrieben.

Die umfänglichen Geldmittel der winzigen Partei - die DFU hatte in den achtziger Jahren nur etwa eintausend Mitglieder - stammten zum großen Teil aus der DDR. Laut einer damals geheimen Information für das Politbüro von 1973 erhielt die DFU von der SED je Monat 277.000 Deutsche Mark. Die von der Partei herausgegebene Deutsche Volkszeitung (DVZ) bekam zusätzlich 125.000 DM, zusammengerechnet knapp fünf Millionen DM jährlich. Noch am 15. Oktober 1989 - zwei Tage vor seinem Sturz - genehmigte SED-Chef Honecker für das Jahr 1990 die Zahlung von rund 65 Millionen Deutsche Mark an die DKP und deren „befreundete Organisationen“. Laut einem internen Bericht sollten die DFU und ihre 31 Mitarbeiter 3,1 Millionen DM an „Solidaritätsmitteln“ erhalten. Zuständig war die „Abteilung Verkehr“ des SED-Zentralkomitees, deren Unterlagen Ende 1989 größtenteils vernichtet wurden.

Aber trösten wir uns: Frau Ypsilanti lässt sich ihre Parlamentsmehrheit gerade von eben diesem van Ooyen organisieren, der ja Vorsitzender der Linksfraktion ist. Und falls es tatsächlich zu einer Koalition mit der SEDPDSLINKEN kommen sollte, war er auch als Minister denkbar.

Seine Gelder bezog van Ooyen faktisch aus Ost-Berlin:

Doch über seine früheren Geldgeber deckt er heute den Mantel des Schweigens. So behauptete er am 6. März dieses Jahres gegenüber der Zeitung „Die Welt“: „Für Geldflüsse war ich nicht zuständig. Wir haben überall gesammelt und alles genommen, was uns angeboten wurde. Bei mir ist nie jemand mit Geld aus der DDR oder Moskau angekommen.“
Die Berliner „Tageszeitung“ (taz) hatte ihm am 29. November 1989 noch ein ganz anderes Geständnis entlockt. Damals sagte er der Zeitung: „Durch die Entwicklung in der DDR ist eine entscheidende Finanzquelle überraschend versiegt.“ Während er heute behauptet, über die Geldflüsse aus der DDR nichts gewusst zu haben, gab er der „taz“ damals offenbar über alle Einzelheiten Auskunft. So konnte das Blatt berichten: „Und so ungefähr funktionierten bislang die Zuwendungen des real existierenden Sozialismus an den noch nicht existierenden: Bundesdeutsche Handelsunternehmen im Ost-West-Geschäft investierten - notgedrungen oder gern - einen Teil ihrer Gewinne in den hiesigen Kampf für den Sozialismus. Wer in der BRD an Krim-Sekt oder Gorbatschow-Wodka verdienen wollte, hatte vertragsgemäß einen Teil der Rendite an DFU oder DKP auszuschütten. Van Ooyen plaudert damit aus, was in DFU- und DKP-Kreisen bislang als Verleumdung hartnäckiger Anti-Kommunisten galt.“

Und so schließt sich der Kreis:

In einem jetzt bekanntgewordenen Brief vom Dezember 1989 kündigte van Ooyen auf DFU-Briefkopf im Namen des Bundesvorstandes auch die bevorstehende Auflösung seines Verbandes an. Die „finanzielle Krise“, schrieb er zur Begründung, habe die DFU „schwer getroffen“. Unter dem Eindruck der Einstellung der Geldtransfers verkündete er, dass sich die DFU „niemals wieder in eine derartige finanzielle Abhängigkeit begeben“ dürfe. Das habe auch „etwas mit der DDR und der SED zu tun“.

Wohl wahr.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Klimapanik dementiert - aber geschickt verpackt

Der Herr Hans Joachim Schellnhuber ist der oberste Klimapanikmacher unseres schönen Landes. Und er nennt sich "Klimaberater der Bundeskanzlerin", was seine Panikprognosen wohl aufwerten soll (wer nannte sich eigentlich in den letzten Jahren "Finanzmarktberater der Bundeskanzlerin"?).
Heute lesen wir von Herrn Schellnhuber mal wieder Erschreckendes:

Der Klimawandel könnte sich noch dramatischer auswirken als bislang befürchtet. In diesem Jahrhundert müsse mit einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter gerechnet werden, sagte der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber.
(ZEIT online)

Uah, das ist ja ganz schlimm! EIN Meter! In diesem JAHRHUNDERT! Noch DRAMATISCHER als befürchtet!

Aber halt - warum liest keiner der zahlreichen Journalisten, die heute diesen neuesten Schellnhuber-Schmarrn verbreiteten, wenigstens die Artikel ihres eigenen Blattes zum Thema, die erst wenige Monate alt sind - und in denen Herr Schellnhuber noch ganz anders klang:

(Schellnhuber) spricht davon, dass sich die Ozeane mit fortschreitendem Tempo in riesige Mineralwasserpools verwandeln, mit unabsehbaren Folgen für das marine Leben. Und er meint, das der Meeresspiegel langfristig um 50 Meter zu steigen droht."
(ZEIT online Nr. 47/2007)

Das ist aber viel. Aber wieviel ist eigentlich "langfristig"? Etwa 5000 Jahre (also etwa ein Meter in hundert Jahren)?
Aber, alles egal. Und das mit dem "einen Meter" von heute ist wohl eher ein geschickt verpacktes Dementi.
Denn Anfang 2007 hörten wir noch aus dem Mund von Herrn Schellnhuber:

Kommt es zum ungebremsten Klimawandel, rechnet Schellnhuber für dieses Jahrhundert mit Tendenzen einer Versteppung in Ostdeutschland. Die Sahara könnte bei einer Erderwärmung um fünf Grad bis nach Berlin reichen. Der Meeresspiegel werde bis Ende des Jahrhunderts im Extremfall um zwei Meter steigen. Dadurch könnten Inseln verschwinden."
(http://www.klimaktiv.de/article134_3001.html)

Warum schämen sich weder Herr Schellnhuber noch die Journalisten, die das alles ungeprüft und unkritisch unter die Leute bringen?

Sonntag, 5. Oktober 2008

Deutsche Blendgranaten für Obama

Anders als hierzukande, wo man nach Kontakten ins linksextremistische Milieu später noch Bundesaußenminister, Bundesinnenminister, Botschafter oder Landesjustizminister (und eigentlich auch alles andere) werden kann, ist das in den Vereinigten Staaten ein wenig schwieriger.
Deshalb hat Barrack Obama seit neuestem auch ein Problem - und die deutsche Medien, einseitig wie eh und je, haben deshalb natürlich auch eins. Denn sie müssen Obamas Kontakte zu linksextremen Gruppierungen, deren Gründer Bill Ayers Kopf einer linken Terrorgruppe war und der im Umfeld von "'68" immerhin mehrere Regierungsgebäude mit Bomben angriff, heftig runterdimmen.
Aber langsam und der Reihe nach.
Schauen wir uns doch erst einmal die harte Kern-Nachricht im Wall Street Journal an:

"Despite having authored two autobiographies, Barack Obama has never written about his most important executive experience. From 1995 to 1999, he led an education foundation called the Chicago Annenberg Challenge (CAC), and remained on the board until 2001. The group poured more than $100 million into the hands of community organizers and radical education activists. The CAC was the brainchild of Bill Ayers, a founder of the Weather Underground in the 1960s. Among other feats, Mr. Ayers and his cohorts bombed the Pentagon, and he has never expressed regret for his actions. Barack Obama's first run for the Illinois State Senate was launched at a 1995 gathering at Mr. Ayers's home."

Heißa, das liest sich aber spannend.
Und was tun die deutschen Medien, die ansonsten jede Zuckung des US-Wahlkampfs, die den Republikanern schaden könnte, unverzüglich transportieren?
Bisher erst mal nix, denn die WSJ-Nachricht ist vom 23. September (!).
Und nun, da die geschichte nicht mehr zu verdrängen ist, verkaufen sie das alles unter dem Titel "Republikaner verschärfen persönliche Attacken auf Obama" (zuverlässig wie immer "Spiegel online") oder auch "Palin startet Schmutz-Kampagne gegen Obama" (treu die rot-grün durchsetzte "Deutsche Welle").
Und das Tollste: In keinem Beitrag werden die oben lesbaren WSJ-Details erwähnt. Stattdessen wirft SPON lieber Nebelkerzen:

"Laut 'New York Times' sind Obama und Ayers, die in Chicago im selben Stadtteil gewohnt haben, zwar mehrfach zusammengetroffen. Dabei sei es aber vor allem um städtische Bildungsprojekte gegangen. Offensichtlich habe es aber keine engere Beziehung zwischen den beiden gegeben, auch wenn Recherchen darauf hindeuteten, dass der Präsidentschaftskandidat seine Treffen mit dem heute 63-Jährigen 'heruntergespielt' habe. "

Ist doch richtig gut gemacht, oder?

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Keine Mauertoten bei der "tagesschau für Kinder"

Hach nee, was war das kürzlich mal wieder eine Aufregung, als deutlich wurde, wie wenig Jugendliche und Schüler über die DDR und ihre Verbrechen wissen. Die erschütternden Ergebnisse einer jüngeren Studie erschütterten alle auf erschütternde Weise - das Tabu, zu fragen, wer dafür eigentlich verantwortlich ist, blieb jedoch brav gewahrt.
Die Antwort ist ebenso einfach wie unangenehm: Eine unheilige Allianz von 68er Bildungspolitikern und 68er medien sorgen dafür, daß sich der kommunistische Unrechtsstaat erinnerungspolitisch langsam in Luft auflöst.
Netes Beispiel: Wie erklärt die "tagesschau" Kindern auf ihrer Kinderseite anlässlich des 3. Oktober die Wiedervereinigung?
Na, hören wir doch mal rein...
Und, was fällt uns auf?
Richtig, es gab ganz offenbar keinerlei Tote an der innerdeutschen Grenze.
Und diese kann in diesem Beitrag auch nicht innerdeutsch sein, da ausdrücklich von "zwei deutschen Staaten" gesprochen wird.
Wir lernen auch, daß "Deutschland 1949 von den Ländern, die den 2. Weltkrieg gewonnen hatten, in zwei Teile geteilt wurde".
Wir lernen, daß es zwei Staaten gab. Und: "das Gemeine war, daß die menschen nicht einfach von einem Teil in den anderen gehen durften. Darum ließ die Regierung der DDR sogar eine Mauer bauen, die Tag und Nacht bewacht wurde." - die Teilung war sozusagen ein gesamtdeutsches Phänomen, nur etwas verschärft von seiten der DDR durch eine "bewachte Mauer".
Schöner könnte auch die SEDPDSLINKE es nicht ausdrücken.
Danke ARD, danke GEZ!